Wechsel von Value- zu Growth-Fonds?

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Beitragvon The Ghost of Elvis » 20.05.2009 11:19

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The Ghost of Elvis
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Beitragvon drhc » 28.10.2011 10:02

The Ghost of Elvis hat geschrieben:Auch spannend: Ipg-Studie zu Value Aktien (mit pos. Ausblick )


Der positive Ausblick für die vergangenen 2,5 Jahre war verfehlt. Growth hatte eindeutig die Oberhand.

Fundreseach über Value-Investing und eine Studie von Professor Hens:
"Geduld und Verlusttoleranz als Schlüssel zum Erfolg" (für Value-Investoren)
...
Im Kontrast dazu steht laut Hens der Value-Investor. Er kauft – bezogen auf den wahren Wert des Unternehmens – stark unterbewertete Aktien. Das ermöglicht ihm, sich dem Idealfall anzunähern: Zu niedrigen Kursen kaufen und bei hohen Kursen verkaufen. Eine Vielzahl an akademischen Studien zeigt, dass die Value-Strategie beständig höhere, langfristige Renditen erzielt. Allerdings ist sie keineswegs eine bequeme Strategie. Denn während sich der Value-Stratege auf einzelne Aktien fokussiert, so sind diese nicht immun gegen allgemeine Marktbewegungen. Generell zeigt sich, dass Value-Aktien einerseits in steigenden Märkten Überrenditen bieten. Andererseits werden sie jedoch bei Marktabschwüngen häufig verhältnismäßig stark abgestraft.

Um ein erfolgreicher Value-Investor zu sein, bedarf es daher zweierlei: Geduld und eine hohe Toleranzschwelle gegenüber Verlusten. :roll:
...

ist es interessant, das aus der Spieltheorie bekannte Nash-Gleichgewicht zu untersuchen: Wenn in den Emerging Markets weniger Anleger versuchen, Value-Aktien aufzuspüren, müssten dort dementsprechend höhere Value-Prämien für geduldige und verlusttolerante Anleger anderer Nationen vorhanden sein. Somit wäre ein Value-Fonds, der in die Emerging Markets investiert...ein optimales Produkt.“ :idea:

Der Global Advantage Emerging Markets von Michael Kepler,Wkn 972996:langfr. Chart bei Onvista
Zitat von s. o.: "Generell zeigt sich, dass Value-Aktien einerseits in steigenden Märkten Überrenditen bieten. Andererseits werden sie jedoch bei Marktabschwüngen häufig verhältnismäßig stark abgestraft. " :!:
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Beitragvon Papstfan » 09.12.2011 12:14

slt63 hat geschrieben:
lloyd bankfein hat geschrieben:ich überlege seit tagen, ob jetzt nicht ein guter zeitppunkt gekommen ist, um einen value-fonds ins depot zu nehmen.
die alten hasen wie lingohr,acatis und Kepler überzeugen aber schon lange nicht mehr. was man auch an den charts im amundi-int.-thread gut sehen kann. der amundi scheint mir ein watchlist-kandidat zu sein.
meine wahl wären entweder warburg value oder loys. der warburg mit dem großen japan-anteil würde besser in mein europa/dt.-lastiges depot passen.
der loys hat sich aber zuletzt schneller wieder erholt als der warburg.
wie sind die meinungen in sachen glob. value-fonds: warburg, loys, oder doch ein andrer?
onvista chart


Kommt halt drauf an, was Du willst. "Value" war ja idR in den letzten Jahren eher underperformer. Ich halte Lingohr und Co. durch aus für geeignet. Lingohr ist halt ein Quant Fonds mit mehr oder weniger festen Regeln. Keppler geht auch in die Richtung. 40 % Japan o.ä. wirst Du dort nicht sehen. Zum anderen ist die Frage, welchen "Value-Ansatz" Du bevorzugst. Dividendenfonds sind ja auch eine Art Value-Fonds. Wirklich exakt ist das ja nicht definiert.....


gelesen in pportfolio-int.:
"......Die Rating-Agentur verweist auf das schlechte Abschneiden ehemals besonders erfolgreicher Portfoliomanager. Konkret hätten rund 50 Prozent der europäischen Aktienprofis, die zwischen 2005 und 2008 noch im Top-Quartil angesiedelt waren, in den vergangenen drei Jahren eine Performance erzielt, die unter dem Median des Sektors gelegen habe. Nach Darstellung der professionellen Marktbeobachter seien die meisten Fondsmanager mit einer soliden Performance im Zeitraum zwischen 2001 und 2008 speziell Value-orientierte Anleger gewesen. „Seit 2007 schneiden Value-Aktien deutlich schwächer ab als Wachstumstitel“......
Im Marktumfeld der Ära nach 2007 hat das Analysehaus eine Reihe von Faktoren identifiziert, die unmittelbare Auswirkungen auf die Aktienauswahl haben. Dazu zählen neben dem verhaltenen Wachstumsausblick und der Staatsschuldenkrise auch die Globalisierung sowie umwälzende Innovationen.
Vor dem Hintergrund dieser Einflussfaktoren spricht sich Fitch dafür aus, eingefahrene Investmentprozesse neu zu erfinden und Mitarbeiter mit entsprechendem Erfahrungsschatz einzustellen. Adressiert werden dabei nicht nur die Verfechter des Value-Investing, sondern auch die Anhänger des sogenannten Garp-Ansatzes.....
Auch für Value-Investoren prognostiziert Fitch eine eher steinige Zukunft. Zur Begründung heißt es: Value-Manager laufen Gefahr in eine Falle zu treten, wenn scheinbar unterbewertete Aktien ihren Discount nicht abbauen. Und danach sieht es zunächst aus, wie Fitch mit Blick auf nicht näher beleuchtete strukturelle Risiken betont.
Fitch ist der Ansicht, dass die Portfolio-Manager ihre Aktienauswahlkriterien in Zukunft laufend aktualisieren sollten. Sie müssten ihren Blick von den typischen Blue-Chip-Indizes lösen und stattdessen auch an anderer Stelle nach attraktiven Einzelwerten suchen. .....
Darüber hinaus verändern sich die Kriterien für die Aktienauswahl. „Nach der Jahrtausendwende galt die Bewertung lange Zeit als das maßgebliche Auswahlkriterium bei der Aktienanalyse“, sagt Manuel Arrive, Senior Director der Fund and Asset Rating Group bei Fitch. Inzwischen sei die strategische Analyse der Unternehmen zum wichtigsten Anlagekriterium avanciert. Dagegen rangiere die Bewertung nur noch an zweiter Stelle, „um den optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu erwischen“. Die Auswahl einzelner Aktien müsse in zunehmendem Maße auf globaler Ebene erfolgen, empfiehlt Fitch. Die Rating-Experten sprechen sich zudem für eine „radikalere Sektorenauswahl“, konzentrierte Portfolios und Wetten abseits von Benchmarks aus. ..... "

Ein sehr lesenswerter Artikel. Nur die Ueberschrift passt nicht so recht: "Fitch fordert Aktienanleger zum Umdenken auf".
Eigentlich sollte es doch heissen: "Fitch fordert (Value)-Fondsmanager zum Umdenken auf!"
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Beitragvon slt63 » 09.12.2011 13:20

Für mich hört sich das stark nach : "dieses Mal ist alles anders" an...

Ich sehe da eher die Notwendigkeit, "Reversion to the mean" nicht aus den Augen zu verlieren.
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Beitragvon Papstfan » 05.06.2012 11:17

Der legendaere Value-Investor Marvin Schwartz: „....Aktien sind extrem billig, und dies werden sie – wie die Geschichte lehrt – nicht allzu lange bleiben". Dabei seien nicht nur US-Aktien krass unterbewertet, dies gelte genauso für europäische Dividendentitel....
Eine Auswertung über 45 Jahre zeige, so Schwartz, dass das KGV des US-Aktienmarkts im Schnitt bei 15,6x bei einer Durchschnittsinflationsrate von 4,5 Prozent lag. Dabei waren bei niedrigeren Inflationsraten regelmäßig höhere Gewinn-Multiples zu beobachten. Nachdem keine Rezession zu erwarten ist und das aktuelle Markt-KGV bei 11,8x liegt, würde alleine eine Mean Reversion hier schon ein 30-prozentiges Kurspotential inkludieren. Schwartz spricht hier von einem „Lack of Confidence Gap". Dabei seien heute die Qualität der Assets und der Gewinne höher.... "

Quellen-Vermerk: fondsprof.
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Beitragvon schneller euro » 09.06.2012 20:27

Ein Analyst von fonds.consult zu Value-Investing 2.0:
"...modernes Value-Investing wesentlich mehr umfasst, als nur die nach dem KGV billigsten Aktien zu kaufen... Entscheidend ist vielmehr, dass ein Unternehmen über einen ‚moat‘ (Burggraben) verfügt, um die Marge gegenüber potenziellen Eindringlingen zu verteidigen. In welchem Sektor dieses Unternehmen tätig ist, ist letztendlich unerheblich. Dies erklärt auch die zunehmende Bedeutung des Technologiesektors für Value-Investoren, da sich hier bspw. in Form von Netzwerkeffekten (Apple & Android Plattformen) oder hohen Umstellungskosten (SAP, Oracle), sehr breite Burggräben gebildet haben. Aber auch im Finanzsektor finden sich weiterhin sehr profitable Geschäftsmodelle. ..."
Zuletzt geändert von schneller euro am 25.07.2013 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Papstfan » 15.06.2012 11:14

"....
Besonderes Potenzial traut UBS Global Asset Management sogenannten Elite-Wachstumsunternehmen zu, die laut UBS-Experten zu einem großen Teil unterbewertet sind„Heute gibt es die größten Fehlbewertungen innerhalb des Segments der Elite-Wachstumsunternehmen. Dazu zählen Unternehmen mit marktbeherrschenden Geschäftsmodellen, die ihre Marktanteile jahrelang behaupten können.: Sie reagieren zudem weniger empfindlich auf Konjunkturzyklen, da sie sich ihre Anteile langfristig sichern. Daher dürften sie weiterhin in der Lage sein, in einem sich wandelnden Konjunkturumfeld erfolgreich zu sein“, sagt Grant Bughman, Portfolio-Manager des UBS USA Growth Funds.
Der Fondsmanager bevorzugt derzeit die Sektoren Informationstechnologie und Nicht-Basiskonsumgüter. Bughman will so insbesondere vom Wachstum in den Bereichen E-Commerce, Anwendungen für Mobilgeräte und Cloud-Computing partizipieren. „Die Werte aus den Sektoren IT und Nicht-Basiskonsumgüter profitieren in besonderem Maße vom steigenden Wohlstand sowohl in Asien als auch in Lateinamerika“, erklärt Bughman. „Die Chancen dieser Geschäftsmodelle wurden in der letzten Zeit unterbewertet. ....."

quellen-vermerk: fundresearch
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Beitragvon Papstfan » 03.08.2012 12:45

Baran Kaya von Argentus bei Das Investm.über Value, Growth, GARP u. a. Derzeit gibt es eine leichte Outperf. des Msci World Growth gegenüber seinem Value-Pendant auf Basis der letzten 10 Jahre

das Zitat: ".....Bei Unternehmen ohne dauerhafte Wettbewerbsvorteile – und damit ohne richtige Wachstumsaussichten – entstehen immer wieder sogenannten „value-traps“. Werfen Sie einfach einen Blick auf Aktien klassischer Medienunternehmen wie Gannett, Grupo Prisa oder Vivendi.
Seit 2005 weisen diese Aktien dauerhaft extrem niedrige KGVs, KBVs sowie jeweils relativ hohe Dividendenrenditen aus. Die Kurse sprechen hingegen eine ganz andere Sprache. Wer den rasanten Aufstieg der neuen Medien ignoriert und diesen Unternehmen mit „günstigen“ Kennzahlen eine Trendumkehr zugemutet hat, sitzt nun in einer Venusfliegenfalle und hofft noch verzweifelt auf ein Wunder. ..."
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Beitragvon schneller euro » 10.10.2012 09:53

Das Zitat: "...Bis zum Jahr 2008 schenkten Value-Investoren dem Top-down-Aspekt so gut wie keine Be­achtung, die Entwicklung der Märkte hatte ­ihnen über Jahrzehnte hinweg recht gegeben. Die Finanzkrise von 2008 hat in dieser Hinsicht einiges verändert. Die Top-down-Seite hat die Anlageergebnisse enorm beeinflusst, und viele Value-Investoren ­haben Verluste von 35 bis 45 Prozent hinnehmen müssen – im Grunde haben sie so viel verloren wie die konventionellen ­Investoren. ..."
von Jean-Marie Eveillard (T.I.-Thread)
in einem Interview bei institutional-money
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Beitragvon schneller euro » 03.10.2013 10:43

"... Der Abstand zwischen den billigsten und teuersten europäischen Aktien ist aktuell fast so groß wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr – mit Ausnahme der New Economy Blase im Jahr 2000 ...
„Immer dann, wenn sich in der Vergangenheit die Bewertungen wieder Richtung ihres langfristigen Durchschnitts bewegt haben und sich der Spread verringerte, waren attraktiv bewertete Value-Aktien klar im Vorteil“, erläutert Nicholas Davidson, Senior Portfolio Manager des European Value Portfolios bei ACMBernstein. ...
zumal auch die Korrelation innerhalb der Aktien zueinander deutlich abgenommen hat. „Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass sich die Aktien immer mehr auf der Grundlage ihrer individuellen Stärken und Schwächen bewegen“, erklärt Portfolio-Fachmann Davidson. Dies sei ein typisches Merkmal für Value-Investing...
Nach fünf harten Jahren für Value scheint nun die Sonne
Selbst wenn die werthaltigen Investments zuletzt Boden gut machen konnten, befindet sich Value im langfristigen Bild immer noch in einer unterentwickelten Konstellation. „Nach fünf harten Jahren mehren sich die Anzeichen, dass eine kräftige Erholung von Value-Aktien unmittelbar bevorsteht“ ..."
kompl. Artikel bei instit.-money
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Re: Wechsel von Value- zu Growth-Fonds?

Beitragvon Papstfan » 14.02.2014 10:59

Ein Plaedoyer fuer Value: " .....AXA Investment: ... Das gute alte Value-Investing, das darauf abzielt, Titel zu weniger als ihrem intrinsischen Wert zu kaufen, dürfte nun eine Hochzeit erleben", so Böck. Value-Aktien sollten jetzt Wachstumstitel ausstechen. Auch Unternehmen mit niedriger Marktkapitalisierung dürften von ihrem Vorteil profitieren, dass sie oft in Zeiten von Wachstum besser laufen. "Ihre Profite reagieren sensibler auf den Zyklus als die Profite von großen, stark diversifizierten Werten, sowohl geographisch als auch zwischen den Sektoren" .....
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Re: Wechsel von Value- zu Growth-Fonds?

Beitragvon trutz » 29.08.2019 14:26

https://www.deraktionaer.de/artikel/akt ... 89306.html

"Der Index-Sponsor MSCI berechnet einen Index, der sich aus Aktien zusammensetzt, die unter der Rubrik Wachstum fallen. Ein anderer Index von MSCI verfolgt die Entwicklung von Wertpapieren, die als Value bezeichnet werden, die man also gemessen an ihrem „wahren“ Wert günstig erwerben kann.
Die Entwicklungen dieser beiden Aktienkörbe verliefen von 2003 bis 2013 relativ parallel. Seit dem Jahr 2014 aber, etwa dem Beginn des weltweiten Null-Zins-Umfeldes, konnte die Wachstumsaktien deutlich davon spurten. Legten die Value-Aktien seitdem nur 220 Prozent zu, konnten sich die Wachstumsaktien um 370 Prozent verbessern. Der alte Value-Ansatz, den man früher gelernt hat, und für den Warren Buffett steht, klappt nicht mehr. Eine Aktie mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis und einer hohen Dividenden-Rendite zu suchen lohnt sich nicht mehr. Die Maßzahl, die heute Sieger von Verlierern trennt, lautet: die Wachstumsrate der Gewinne in der Zukunft", lautet das Fazit von Thomas Gebert.
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Re: Wechsel von Value- zu Growth-Fonds?

Beitragvon slt63 » 29.08.2019 16:14

@ "Seit dem Jahr 2014....... konnten sich die Wachstumsaktien um 370 Prozent verbessern.."

Echt jetzt? Welcher derartige Growth Fonds soll das geschafft haben?
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Re: Wechsel von Value- zu Growth-Fonds?

Beitragvon trutz » 29.08.2019 18:39

slt63 hat geschrieben:@ "Seit dem Jahr 2014....... konnten sich die Wachstumsaktien um 370 Prozent verbessern.."

Echt jetzt? Welcher derartige Growth Fonds soll das geschafft haben?


Keine Ahnung, welchen Fonds/Index er meint, wäre in der Tat schon eine extreme Performance. Der Zusammenhang, dass die Schere zwischen Value und Growth seit 2014 auffallend auseinander geht, kann man aber auch am Msci World Growth vs. Value erkennen. So hat der Growth die letzten 5 Jahre mit ca. 10% p.a. ca. doppelt so gut performt.
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Re: Wechsel von Value- zu Growth-Fonds?

Beitragvon Fondsfan » 02.09.2019 15:26

Gebert schreibt:

Die Maßzahl, die heute Sieger von Verlierern trennt, lautet: die Wachstumsrate der Gewinne in der Zukunft", lautet das Fazit von Thomas Gebert.

Bei mir werden Erinnerungen wach.
Das war doch in etwa die Formulierung, mit der die absurden Exzesse des Neuen Marktes 2000 gerechtfertigt wurden.
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Beitragvon schneller euro » 11.10.2019 16:14

Moventum bei Fundresearch:
"... Insgesamt ist eine Stil-Verlagerung von Growth zu Value zu beobachten. „Ein Trend, der anhalten könnte“ ...
„Interessant ist, dass das Growth-Segment in den USA natürlich vor allem von den großen TechKonzernen bestimmt wird“, sagt Werner. Das ergebe ein gewisses Klumpenrisiko, wenn es zu einem Einbruch komme. In Europa spiele diese enge Tech-Konzentration keine Rolle. „Insgesamt aber bleiben US-Aktien deutlich attraktiver als europäische“ ...
Auch wenn noch kein vollständiger Stilwechsel eingeleitet werde, sei es doch an der Zeit für eine defensivere Aufstellung ..."
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