GB: Noch mal 200 Milliarden für Banken

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Moderator: oegeat

GB: Noch mal 200 Milliarden für Banken

Beitragvon oegeat » 18.01.2009 20:14

GB: Noch mal 200 Milliarden für Banken
Sonntag, 18. Januar 2009
Bankenkrise in Großbritannien spitzt sich zu. Regierung plant Zusatzhilfen von über 200 Milliarden Euro. Royal Bank of Scotland: Verstaatlichung.

näheres hier


RBS ist Emident von diversen Zertis Os und anderen Müll !

Die bei einem Konkurs so wie bei Bearstr.. und Lehman wertlos werden.

Ich bin froh nicht mehr mit Emidenten mich rumärgern zu müssen .. bei der Kursfestsetzung ... der Handelszeit und jetzt noch bangen um das Ausfallsrisiko.
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon martinsgarten » 05.11.2009 08:37

Viel hat man davon nicht gehört ?
Ich höre nur jeden Tag, das der Boden erreicht ist ! :lol:
Wo nehmen die Briten nur immer wieder die Mrd her ?


Wirtschaft Montag, 02. November 2009

Royal Bank of Scotland und Lloyds - London erhöht Staatsanteil
Die britische Regierung will sich einem Zeitungsbericht zufolge mit weiteren Milliarden an den bereits teilverstaatlichten Banken Royal Bank of Scotland und Lloyds beteiligen.
Wie der "Daily Telegraph" berichtete, wird die Regierung in London weitere Aktien der beiden Banken im Wert von umgerechnet rund 33,46 Mrd. Euro (30 Mrd. Pfund) kaufen.

Quelle

Und der Beitrag noch oben drauf, da kann man wohl laut sagen -GUT NACHT ENGLAND !

Steht Großbritannien vor dem Staatsbankrott? (von Michael Grandt)

»Inflate or die« scheint das Motto der Bank von England zu sein, um den Konsum anzukurbeln. Doch dadurch gerät der Staat noch viel tiefer in die Krise. Die Anzeichen für einen Staatsbankrott mehren sich.

Der Zustand der britischen Volkswirtschaft ist verheerend und die Immobilienblase gigantisch. Auch die private Verschuldung ist enorm: derzeit liegt der Wert bei über 155 Prozent. Damit ist er sogar höher als der Wert bei den US-Konsumenten (125,6 Prozent).

Hinzu kommt eine Aufblähung der Bankbilanzen.
So erreichte die Bilanzsumme britischer Banken im August fast 484 Prozent der Wirtschaftsleistung! Zum Vergleich: Deutschland: 317 Prozent und Euroland 354 Prozent.

Ende der 1970er-Jahre arbeiteten noch sieben Millionen Menschen, fast 26 Prozent aller Beschäftigten, in der britischen Industrie, heute sind es nur noch 2,9 Millionen, also 9,4 Prozent aller Jobs. Die Industrieproduktion fiel auf nur noch 85,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – das ist der tiefste Stand seit September 1987!

Fast 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entfallen auf die Londoner City. Auch hier im Vergleich: in den USA entfallen auf den New Yorker Finanzdistrikt rund 7,5 Prozent und in Deutschland auf Frankfurt rund 3,5 Prozent. (1)

Wie reagieren die Fiskalpolitik und die Zentralbank auf diese katastrophalen Daten? – Sie unternehmen derzeit alles, um den Konsum und den Kreditstrom wieder in Gang zu setzen. Aber ein gesunder Aufschwung über Ersparnisbildung, Investitionen und Beschäftigung wird gewiss so nicht generiert. Konsum um jeden Preis geht also nur über die Notenpresse, was eine noch höhere Inflation hervorruft, an deren Ende nur die Zerrüttung der Währung, also des britischen Pfund stehen kann. Die Rechnung nach dem Motto »inflate or die« kann so nicht aufgehen.

Die Bank of England finanziert nahezu die gesamte Neuverschuldung des britischen Staates.

Per Ende Oktober wurden bereits britische Staatsanleihen (Gilts) im Wert von 168,57 Milliarden GBP durch die Notenbank erworben, was 12,15 Prozent der britischen Wirtschaftsleistung entspricht. Das gesamte Staatsdefizit wird hingegen für das Fiskaljahr 2009/10 von der Regierung mit 175 Mrd. GBP (12,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) angegeben. (2)

Der Experte Adam Posen sieht das britische Finanzsystem »nicht in der Lage«, Wege aus der Rezession zu finden, da es durch die Krise selbst beschädigt wurde. Die Hauptfrage wird sein, wie die kleinen und mittleren Unternehmen wieder an Geld kommen. Für ihn ist es zudem falsch, dass die Bank of England die Zinsen trotz der Rezession unverändert lässt, was kein Wachstum generiert. Posen sagt weiter, die Geschichte habe gelehrt, dass eine Wirtschaft sich besser erholt, wenn das Bankensystem schnell korrigiert wird oder Kapital durch alternative Kanäle an die Unternehmen fließen kann. (3)

Die Anzeichen für einen nahenden Staatsbankrott Großbritannien mehren sich also.
Deutschland wäre von einem solchen enorm betroffen, denn kein anderes Land hat so viele Nettoforderungen gegenüber den Briten: im Jahre 2008 waren es immerhin über 617,59 Milliarden US-Dollar.


Quelle
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Beitragvon martinsgarten » 04.12.2009 16:58

Die folgende Meldung scheint bei allem HURRA über die Zahlen zur AL vom US-Wahrheitsministerium wohl untergegangen zu sein.
Das Leckerli ist für mich die 850 Mrd. im Verhältnis zu den 27 Mrd für den Mittelstand, die die Banken nicht bereitstellen können-SAUBER :lol: :lol:


04.12.2009 09:50
Eine Billion Euro Staatshilfe für britische Banken
Die britischen Banken haben laut einer Zwischenbilanz umgerechnet fast eine Billion Euro Staatshilfen bekommen. Seit Beginn der Finanzkrise vor etwa 15 Monaten hätten die Institute insgesamt 850 Milliarden Pfund aus Rettungsprogrammen erhalten, teilte der britische Rechnungshof am Freitag in London mit. Der größte Anteil (131 Mrd Pfund) wurde demnach für die teilweise oder vollständige Verstaatlichung von Banken ausgegeben. Das genaue Ausmaß der staatlichen Gesamtkosten könne erst in mehreren Jahren beziffert werden.

Der massive Umfang der Nothilfen war zu Beginn der Rettung nicht absehbar gewesen, hieß es weiter. Bei der Royal Bank of Scotland (RBS) (RBS) seien die Probleme zum Beispiel viel gravierender gewesen als befürchtet. Die Regierung rechnete irrigerweise mit einem "einigermaßen starken" Vermögensbestand bei RBS. Allein diese teilverstaatlichte schottische Bank bekam bis zu 36,6 Milliarden Pfund vom Staat.

"Das Finanzministerium war zum Gebrauch von Steuergeld berechtigt, um Spareinlagen zu schützen und Vertrauen im Finanzsektor zu stabilisieren und wiederherzustellen", sagte die Vorsitzende des Rechnungshofes, Amyas Morse. Allerdings seien diese Ziele noch nicht erreicht worden.
Royal Bank of Scotland (RBS) und die Lloyds-Bankengruppe werden zum Beispiel ihre Zusagen im Geschäftsjahr 2009/10 nicht erfüllen können, dem Mittelstand 27 Milliarden Pfund Kredite bereitzustellen./dö/DP/jha

AXC0041 2009-12-04/09:50
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Beitragvon martinsgarten » 16.01.2010 12:28

Ich bin der Meinung - GB ist mausetot.
Da sehen die USA noch TOP aus


Von 7,19 Millionen Jobs im Manufacturing in Q1 1979 existieren in Q3 2009 noch 2,84 Millionen Jobs!
Im Gegenzug dazu trat der Finance & Business Sektor auch bei den Beschäftigtenzahlen den scheinbaren Siegeszug an.
Von 2,795 Millionen Jobs ging es fast spiegelbildlich auf 6,375 Millionen Jobs hinauf!

ODER:

2008 betrugen die Nettoimporte und damit das Defizit von Nahrungsmitteln -16,6 Mrd. GBP!
Dazu kommt noch das Defizit von -3,4 Mrd. GBP beim Fleisch und von -1,53 Mrd. GBP bei Getreide und Futtermitteln.
Sogar eine Eigenversorgung mit Milchprodukten und Eiern bekommt das Vereinigte Königreich nicht hin, das Defizit beträgt hier -1,4 Mrd. GBP!

Quelle + gesamter Beitrag

Zur Erinnerung:
Die Anzeichen für einen nahenden Staatsbankrott Großbritannien mehren sich also. Deutschland wäre von einem solchen enorm betroffen, denn kein anderes Land hat so viele Nettoforderungen gegenüber den Briten: im Jahre 2008 waren es immerhin über 617,59 Milliarden US-Dollar.
das Geld sehen wir nie wieder - oder auch die Fragwürdigkeit von Exportüberschüssen !
Quelle
Dateianhänge
Beschäftigtensituation in GB.jpg
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Handelsbilanz Lebensmittel GB.jpg
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Beitragvon martinsgarten » 19.01.2010 11:57

Beitrag aus:
Econo-Matrix

19.01.2010 - UK: Verschuldung bei 449% des BIP

Eine der großen Unternehmungsberatungen hat sich Großbritannien angenommen.
Der aktuelle Report vom Montag zeigt eine Verschuldung von 449% des BIP. (Staatsverschuldung und Privatverschuldung zusammen)
Zu Beginn des Jahres 2000 lag dieses Zahl noch bei 350%.
UK zeigt somit die größte, aber auch bedrohlichste Schuldenentwicklung aller EU-Staaten.
Selbst wenn man die Verschuldung ausländischer Banken mit Sitz im UK einbezieht, dann liegt UK noch immer bei 380%.
Nur 2 Staaten zeigen ein ähnliches Horrorszenario: Japan und Spanien.
Es gibt nur 3 Möglichkeiten (ich denke es sind 2) dieser Spirale zu entkommen:

Inflation
Staatsbankrott


Und so schließt der Report mit der für uns bitteren Erkenntnis:

"Should the UK want to avoid the consequences of a sovereign default, it will look to inflation, and that’s the dangerous beauty of a fiat currency… have printing press, will print."

Report in Kurzfassung: http://www.mckinsey.com/mgi/reports/fre ... ummary.pdf
oder wer Zeit hat-die Langfassung:
http://www.mckinsey.com/mgi/reports/fre ... report.pdf
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Beitragvon oegeat » 19.01.2010 12:31

gut das England nicht den Euro hat ! den dies wäre ein ausserordentliche Belastung ....... wenn die alles "gebügelt" haben dürfens beitreten :!:

Währungen im Vergleich
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Beitragvon martinsgarten » 19.01.2010 13:07

Gleichzeitig ist auch interessant wie die Ratingagenturen so agieren.
Da würde ich Russland vorziehen, die haben immerhin Rohstoffe bis zum abwinken - was hat GB noch zu bieten ?


Mehr dazu: Welche Staaten auf der Kippe stehen

Argentinien Risikoprämie: 9,64 Prozent Rating (S&P): B-
Ukraine Risikoprämie: 9,21 Prozent Rating (S&P): CCC+
Venezuela Risikoprämie: 8,16 Prozent Rating (S&P): BB-
Pakistan Risikoprämie: 7,18 Prozent Rating (S&P): B-
Lettland Risikoprämie: 5,02 Prozent Rating (S&P): BB
Island Risikoprämie: 5,01 Prozent Rating (S&P): BBB-
Dubai Risikoprämie: 4,23 Prozent Rating (S&P): Keine Bewertung (!)
Griechenland Risikoprämie: 3,28 Prozent Rating (S&P): BBB+
Russland Risikoprämie: 1,57 Prozent Rating (S&P): BBB
Spanien Risikoprämie: 1,1 Prozent Rating (S&P): AA+
Italien Risikoprämie: 0,97 Prozent Rating (S&P): A+
Großbritannien Risikoprämie: 0,82 Prozent Rating (S&P): AAA
Japan Risikoprämie: 0,71 Prozent Rating (S&P): AA
China Risikoprämie: 0,62 Prozent Rating (S&P): A+
USA Risikoprämie: 0,35 Prozent Rating (S&P): AAA
Frankreich Risikoprämie: 0,33 Prozent Rating (S&P): AAA
Deutschland Risikoprämie: 0,27 Prozent Rating (S&P): AAA
Finnland Risikoprämie: 0,17 Prozent Rating (S&P): AAA
Norwegen Risikoprämie: 0,17 Prozent Rating (S&P): AAA
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Beitragvon martinsgarten » 21.01.2010 13:06

die HRE ist doch bereits eine Bad Bank.

Was wollen die den noch ?
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Beitragvon papmifisch » 21.01.2010 13:38

Die Bilanz bereinigen, damit Versicherer, Banken und Pensionskassen nicht mehr ganz so pleite sind.
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Beitragvon martinsgarten » 21.01.2010 13:54

papmifisch hat geschrieben:Die Bilanz bereinigen, damit Versicherer, Banken und Pensionskassen nicht mehr ganz so pleite sind.


die HRE hat doch seit Gründung nur einen Zweck - Ablage von sämtlichen Schrott aus sämtlichen Ecken.
Ohne die HRE hätte das "V" - also unser Joe doch wohl auch seine Probleme. :lol:
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Beitragvon martinsgarten » 21.01.2010 14:01

das soll das Problem sein - ich lach mich tot.
Damit will man 100 Mrd verloren haben - Lächerlich :lol:


....Die Depfa Bank gilt als Auslöser der Krise der HRE, weil sie langfristige Kredite auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 kurzfristig nicht mehr refinanzieren konnte


HRE
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Beitragvon martinsgarten » 25.06.2010 17:54

Dienstag, 22. Juni 2010
"UK-Immobilienpreise steigen weiter"
Im Schatten der umfangreichen staatlichen Maßnahmen zur Behebung der Finanzkrise in Großbritannien, einhergehend mit den historisch niedrigen Leitzinsen von aktuell 0,5% durch die britische Zentralbank (Bank of England), sowie der exzessiven britischen Version von Quantitative Easing, schwingt sich die Immobilienblase weiter auf in Richtung alte Rekordstände!
..........................................................


Die degenerierte Blasenökonmie "wirtschaftet" also unverändert weiter.
Die Lösung der Fehlentwicklungen am Immobilienmarkt war nicht etwa deren Bereinigung sondern deren konsequenter Erhalt!
Die gesamte Verschuldung der privaten Haushalte betrug im Mai 2010 immer noch gewaltige 1,46 Billionen GBP, davon waren 1,239 Billionen GBP ausstehende Hypothekenschulden.
Die privaten Haushalte sind immer noch mit durchschnittlich nahezu 130% der Einkommen verschuldet.
Insgesamt gibt es in UK 11,4 Millionen Hypothekendarlehen mit einer durchschnittlichen Hypothek von 108'800 GBP.

Der Staatsschuldenstand in Großbritannien betrug Ende 2009 zwar noch moderate 68% des nominalen BIPs bzw. 950,4 Mrd. GBP, aber die Rate der Neuverschuldung entwickelt sich rasant.
Das Staatshaushaltsdefizit (General Government) in UK belief sich mit 159,2 Mrd. GBP bzw. 11,4% des nominalen BIPs von 2009 und damit unmittelbar in der Nähe der griechischen Misere.
Und in Großbritannien drehte sich das Verschuldungsrad des Staates bis Mai 2010 ungebremst weiter.
In den ersten 5 Monaten kumulierten sich 56,134 Mrd. GBP an Staatsdefizit nach 53,164 Mrd. GBP in den ersten 5 Monaten 2009
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Beitragvon martinsgarten » 24.07.2010 10:14

BIP steigt kräftig: Britische Wirtschaft legt ordentlich zu
Wers glaubt wird seelig.
Ich denke einmal, die Hochfinanz läuft wieder auf vollen Touren.
Etwa 20% des BIP kommen aus der Finanzinmdustrie und weniger als 10% sind noch reine Produktion.


Nicht nur in Deutschland gab es positive Konjunkturdaten.
Der Anstieg des britischen Bruttoinlandsprodukts hat die Schätzungen um das Zweifache übertroffen.
Gerade die Bauwirtschaft erweist sich als Motor des Aufschwungs.

HB LONDON. Die britische Wirtschaft ist im zweiten Quartal doppelt so stark gewachsen wie erwartet.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,1%, wie das nationale Statistikamt am Freitag in London nach vorläufigen Berechnungen mitteilte.
Gegenüber dem Vorjahresquartal legte das BIP 1,6 Prozent zu. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Plus im Quartalsvergleich von 0,6 Prozent und zum Vorjahr ein Plus von 1,1 Prozent erwartet.

Wachstumstreiber waren die Dienstleister :lol: , die ihre Geschäfte kräftig ausweiteten. Auch der Bau trug zum Wachstum bei - die Bauleistungen schnellten so stark in die Höhe wie seit fast 50 Jahren nicht mehr.
Die Industrieproduktion stieg so stark wie seit über zehn Jahren nicht mehr.
Welche Industrieproduktion ? :lol: :lol:

Die Verblödungsmedien laufen auf vollen Touren

Die Frage lautet: Cui bono? (Lateinisch: Wem zum Vorteil?)
Warum tut man das ?
Die Fülle an Erfolgsmeldungen ist offensichtlich !


siehe auch:

Dienstag, 28. Juli 2009 "UK-eine Bubbleökonomie"

...Den 6,483 Millionen Arbeitsplätzen im Finanzsektor (Finance & Business Services) am britischen Finanzzentrum stehen nur noch 2,657 Millionen Jobs im verarbeitenden Gewerbe (Manufacturing) im Mai 2009 gegenüber!

oder hier:
Mittwoch, 18. März 2009 "UK - Arbeitslosigkeit explodiert"

Das Problem Großbritanniens liegt klar auf der Hand, ein komplett von der Realwirtschaft entkoppelter Finanzmarkt spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen wider! 20,6% aller Beschäftigten bzw. 6,481 Millionen arbeiten in dem über alle Maße aufgeblasenen Finanzsektor! Die Beschäftigtenzahlen in der Industrieproduktion markieren hingegen Monat für Monat einen neuen Tiefpunkt. Nur noch 9,7% der Beschäftigten bzw. 3,035 Millionen arbeiten in der Industrie.
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Beitragvon k9 » 24.07.2010 20:05

Englands Abhängigkeit vom eigenen Finanzmarkt und die damit
einhergehende Verpflichtung, alles, aber auch nur alles Erdenkliche
zu tun um das Überleben der "City" zu sichern, wird den regulatorischen
Bestrebungen - falls es die den gibt - noch sehr sehr lange im Wege sein.

....... oder diese dauerhaft verhindern.

....... falls nicht irgendwann mal irgendjemand Tacheles mit den Briten redet.


Gruß k-9
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
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Beitragvon martinsgarten » 27.08.2010 11:45

Ohne Worte.
Siehe meinen Beitrag von Juli.
ist eben das Handelblatt - oder lieber Handels
platt :lol:

Großbritannien: Aufschwung auf der Insel
Der Aufschwung setzt auf die Insel über.
Die britische Wirtschaft ist im zweiten Quartal so stark gewachsen wie seit gut neun Jahren nicht mehr.
(Man sollte auch einmal schauen von welchem Tief die kommen)
Die Bauwirtschaft und die Kauflaune der Verbraucher kurbelten die Konjunktur im Vereinigten Königreich an.

HB LONDON. Die Wirtschaftsleistung stieg im Frühjahr um 1,2 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr und damit stärker als zunächst erwartet, wie das nationale Statistikamt am Freitag in London nach revidierten Berechnungen mitteilte.
Analysten hatten nicht mit einer Revision gerechnet.
Überraschend gut entwickelte sich der Bau.

Doch auch die Verbraucher sind wieder in Kauflaune:
Der private Konsum legte um 0,7 Prozent zu und damit so stark wie seit dem Jahresauftakt 2008 nicht mehr. Verglichen mit dem Vorjahr wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Prozent und damit ebenfalls etwas stärker als angenommen.

Anmerkung: :wink:
Großbritanniens exzessive private Verschuldung erreichte zuletzt die stolze Höhe von 170 Prozent des Bruttosozialproduktes.

Der Aufschwung hat damit im ersten Halbjahr an Schwung gewonnen, Großbritannien gehört neben Deutschland zu den EU-Staaten mit dem stärksten Wachstum.
Experten warnen jedoch vor Dämpfern, wenn die weltweite Erholung an Tempo verliert und das Sparprogramm der britischen Regierung negative Auswirkungen zeigt.
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Beitragvon martinsgarten » 27.08.2010 12:06

Durchschnittlich mit sechzigtausend Pfund verschuldet

Diese Denkweise ließ den Immobilienmarkt zum wichtigsten Konjunkturmotor der von Kredit getriebenen Wirtschaft werden.
Die Banken warfen den Kunden geradezu Hypotheken hinterher, die in Erwartung der Wertsteigerung mitunter sogar über dem Preis der Immobilie lagen.

Die Bonität der Kreditnehmer wurde nur flüchtig geprüft, die Darlehen betrugen oft das fünf- oder sechsfache Jahresgehalt.
Das Ganze schien, einem gängigen Spruch zufolge, der bezeichnenderweise aus der Zeit der Eisenbahnblase im viktorianischen England stammt, „safe as houses“, also absolut sicher.

Schulden seien eine Zeitbombe, die gezündet werden könne durch alle möglichen wirtschaftlichen Stöße, warnte der ehemaliger Thatcher-Berater Lord Griffiths 2005 in einem Bericht über die Privatverschuldung in Großbritannien.
Das pure Volumen der Verbraucherschuld habe Millionen von Haushalten anfällig gemacht. „Ein Konjunkturrückgang wird ernsthafte wirtschaftliche und soziale Probleme schaffen für die fünfzehn Millionen Menschen, die sich mit Rückzahlungen abmühen.“ Damals betrug die Privatverschuldung eine Billion Pfund. Heute ist sie bei 1,5 Billionen angelangt und übersteigt das Bruttoinlandsprodukt. Der durchschnittliche Haushalt ist mit fast sechzigtausend Pfund verschuldet.
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Beitragvon martinsgarten » 25.12.2010 17:52

Man schaut fast nur auf den Euro und den USD.
Viel schlimmer sieht es dicht vor unserer Haustür aus.
Allein die deutschen Forderungen betragen ca. 500 Mrd. Euro.
Schaut man auf das BIP, so stammen ca. 20% aus den Finanzsektor und nur noch 10% aus der Industrie.
Der Wertverlust der britischen Währung ist schon fast beispiellos.
unten zum CHF


Britisches Pfund: Bald wird es ernst!Veröffentlich am 25.12.2010 08:55:00 Uhr von James Turk
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Letzte Woche fiel das Britische Pfund um 3% gegenüber dem US-Dollar. Manche behaupten, es läge am Engagement britischer Banken in Spanien - ein Land, dessen Bonität, den Warnungen der Rating-Agentur Moody’s zufolge, herabgestuft werden könnte. Andere machten Großbritanniens enge wirtschaftliche Verbindung zu Irland einschließlich einer hohen Beteiligung an irischen Schulden (deren Qualität Moody"s letzte Woche tatsächlich um 5 Stufen auf Baa 1 herabstufte) verantwortlich. Diese niedrige Bonitätsbewertung liegt nur noch knapp über dem Status von Junk Bonds.

Sicherlich wurde die Schwäche des Pfund Sterlings in gewissem Maße auch durch die Herabstufungen in den verschiedenen Teilen Europas beeinflusst; dennoch gibt es meiner Meinung nach hier auch noch einen anderen Faktor, der eher im Inland zu suchen ist:
Die Erkenntnis, dass die Regierung Großbritanniens für immer unkontrollierbarere Staatsausgaben und Kreditaufnahmen sorgt, setzt sich immer stärker durch.

Trotz aller Rhetorik der neu gewählten Koalition und deren Kürzungsversprechen ist und bleibt Tatsache, dass die staatlichen Ausgaben und die Staatsverschuldung nach wie vor gewaltig ansteigt - und auch den Anschein macht, sie würde gar außer Kontrolle geraten. Der folgende Chart zeigt das Ausmaß des Problems, denn die Staatsverschuldung Großbritanniens nähert sich 1 Billion £ an.

In der ersten Jahreshälfte begannen die staatlichen Einnahmen Großbritannien (blaue Linie) noch einmal zu wachsen.
Dies galt als Zeichen, dass die britische Wirtschaft über den Berg war, nachdem Milliarden für den Bailout von Northern Rock sowie für staatliche Rettungen fast aller Großbanken des Landes in Folge des Zusammenbruchs von Lehman Brothers ausgegeben wurden.
Aber schauen Sie sich den Chart genau an.
Die Ausgaben (die rote Linie) bleibt im selben ausgeprägten Aufwärtstrend, der mit jedem Jahr steiler wird.
Die Ausgaben wachsen ungebremst an - relativ betrachtet steigen sie aktuell genauso stark wie die Einnahmen. Folglich ist das Defizit des Landes kaum von seinen Rekordständen gesunken, welche in den schlimmsten Zeiten der Finanzkrise erreicht wurden.

Achten Sie auch auf die bilanziellen Taschenspielertricks gegen Ende 2007. Wie kann es möglich sein, dass die Staatsverschuldung Großbritanniens wieder anwuchs, obgleich das Haushaltsdefizit unbedeutend war?

Nach dem Vorbild Griechenlands und anderer hoffungsloser Staatsschuldner, die die kreative Bilanzierung so geschickt beherrschten, haben auch die staatlichen Buchhalter Großbritanniens geschönt und die Rettung von Northern Rock vertuscht - und dafür gesorgt, dass das 2007er Defizit insgesamt geringer zu sein schien.
Solch pragmatische Bilanzierung wird den Haltern von GB-Staatsanleihen mit Sicherheit kein Vertrauen einimpfen können.

Fazit: Das gewaltige Defizit Großbritanniens ist nicht haltbar.
Es wird immer größere Mengen sogenannter "quantitativer Lockerungen" durch die Bank of England nach sich ziehen; und dieses Gelddrucken (das Verwandeln britischer Staatsschulden in Britische Pfund) wird früher oder später unweigerlich zur Hyperinflation führen.

Ich bin immer davon ausgegangen, dass der US-Dollar noch vor jeder anderen großen Währung eine Hyperinflation und einen Zusammenbruch erleben würde.
In letzter Zeit bin ich mir nicht mehr so sicher.
Die Ausgabe- und Verschuldungssituation Großbritanniens macht einen schlimmeren Eindruck als die düsteren Niveaus, die gerade in den USA erreicht werden.
Es könnte daher wohl eher so kommen, dass die zweifelhafte Ehre - die erste Währung zu sein, die in den kommenden Monaten hyperinflationiert - vielleicht jetzt dem Britischen Pfund zuteil wird.

© James Turk
Dieser Artikel erschien am 21.12.2010 auf www.fgmr.com und wurde exklusive für GoldSeiten übersetzt.
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britischer Haushalt.png
britischer Haushalt.png (8.1 KiB) 20370-mal betrachtet
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Beitragvon oegeat » 25.12.2010 18:12

gegenüber dem Franken ..schaut alles schlecht aus :wink:

Letzte Woche fiel das Britische Pfund um 3% gegenüber dem US-Dollar.

hmm 5 Tage 10 Tage egal wie mans dreht es ist eine .......... (glaube nie jemanden was überprüfe alles selber ) nicht mal wenn er hoch und low meint gehen sich die 3% aus .... :evil:
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Beitragvon oegeat » 25.12.2010 18:39

interessant ist der Verlauf von 2000 weg

USD zu Pund beide zueinader unverändert ! (Klar hohe Vola..)

Euro gewann u beiden ... unter hoher Vola .. daher sit von dern 3en der Euro der Winner :wink:
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Beitragvon Sven » 26.12.2010 09:42

oegeat,

der Artikel ist am 21.12. erschienen, da kann ich nicht die Woche vom 20.-24. nehmen, sondern muß wie geschrieben, "in der letzten Woche" die Woche vom 13. bis 17. heranziehen.

Aber auch da kommt man nicht ganz auf 3%, ok wenn man Wochenhoch zu Wochenzief nimmt und dann aufrundet ;)

Wichtiger erscheint mir aber das mittel- bis langfristige Bild, nicht obs in einer Woche 2,3 oder 4 % runtergegangen ist; schlecht recherchiert ist es trotzdem, da gebe ich dir Recht.
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Beitragvon oegeat » 26.12.2010 14:26

Sven hat geschrieben:.......Woche vom 13. bis 17. heranziehen.......


hier dann sind´s 2 % es ist und bleibt ein blödsinn egal was du nimmst :wink: wenn er hin geschrieben hätte das man Fastenweise in manchen Wochen 1-2 % verliehrt ist das viel ... und ich sage passt doch die Sensationsgieren 3% sind einfach gelogen und damit ist der ganze Artikel für mich Müll. Den Fakt ist USA scheist sich nichts hat Null spaaransätze wärend GB Spaarpakete und Ziel usw benennt. Daher ist Fundermental sogar belegt das der Artikel Müll ist den kein anderes Land hat derzeit so ehrliche große Reformen und das fast freiwillig in die Wege geleitet wie GB ...... den Griechengfrastern und Iren Port-... muste man ja das Spaaren aufs Aug drücken ... :evil:
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Beitragvon martinsgarten » 07.10.2011 11:40

Fällig waren sie für mich schon lange - die britischen Banken

Freitag, 07. Oktober 2011

Moody's schlägt wieder zuBriten-Banken herabgestuft
Kurz vor dem Wochenende wird Moody's noch einmal aktiv.
Die Ratingagentur senkt die Bonität von zwölf britischen Geldinstituten.
Dabei wird die Royal of Scotland (RBS) um zwei Stufen heruntergesetzt.
Die Regierung in London schließt nicht mehr aus, dass die RBS weitere Staatshilfen benötigt.
Schatzkanzler Osborne versucht dennoch zu beruhigen.

.Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit mehrerer Finanzinstitute sowie Berichte über mögliche Probleme bei der Royal Bank of Scotland (RBS) haben Sorgen um Großbritanniens Banken ausgelöst. Die Ratingagentur Moody's setzte die Kreditwürdigkeit von zwölf britischen Banken herab. Betroffen sind unter anderem Lloyds, die britische Tochter der spanischen Bank Santander sowie die Bausparkasse Nationwide. Hinzu kommen sieben kleinere Bausparkassen.

Moody's begründete den Schritt damit, dass die Geldinstitute bei künftigen Notlagen weniger Hilfen der britischen Regierung erwarten könnten.
Zuvor hatte die Agentur bereits das Rating von neun portugiesischen Banken angesichts der Schuldenkrise im dem südeuropäischen Land herabgesetzt.

Das Rating der Lloyds Banking Group wurde um eine Stufe von "Aa3" auf "A1" gesenkt, das der RBS um zwei Stufen von "Aa3" auf "A2".
Beiden Banken hatte die damalige Labour-Regierung von Premierminister Gordon Brown in der Finanzkrise 2008/2009 unter die Arme gegriffen.
Die RBS zählt weltweit zu den größten Verlierern der Finanzkrise.
Derzeit liegen 82 Prozent ihrer Aktien beim Staat.
Die "Financial Times" berichtete, in der britischen Regierung wachse die Sorge, dass die RBS erneut eine Geldspritze vom Staat brauchen könnte.

RBS-Probleme mit Staatspapieren
Es sei möglich, dass die RBS beim Ausfall von Staatspapieren aus den Ländern der Eurozone nicht genug Kapital hätte.
"Wenn es in Europa eine breite Bewegung zur Rekapitalisierung von Banken gibt, dann ist es denkbar, dass auch die RBS mehr Staatshilfen benötigt", zitierte die Zeitung einen Regierungsvertreter.
Das Blatt beruft sich auf einen Bericht vom Vortag, in dem es hieß, die Europäische Bankenaufsicht EBA prüfe derzeit, wie die Banken auf mögliche Ausfälle von Staatspapieren etwa aus Griechenland vorbereitet seien.
Die EBA hatte dies nicht bestätigt.

Die RBS hat viel Geld in Staatspapiere von Euro-Schuldenländern angelegt.
Bereits im ersten Halbjahr korrigierte sie den Wert ihrer griechischen Staatsanleihen von 1,2 Milliarden Euro nach unten.
In Italien hat sie noch 4 Milliarden Euro im Feuer.
Die RBS hatte in den Jahren 2008 bis 2010 einen Verlust von rund 29 Milliarden Pfund angehäuft und musste verstaatlicht werden.
Die Kosten für die Rettung der Bank belaufen sich laut Zeitung bislang auf 45 Milliarden Pfund (52 Milliarden Euro).

Ein RBS-Sprecher sagte, es gebe keinen Anlass zur Sorge.
Es sei "pure Spekulation", in welchem Ausmaß Banken von einem Ausfall von Staatspapieren getroffen werden könnten.
RBS habe eine Eigenkapitalquote von 11,1 Prozent aufzuweisen und sei damit eine der stärksten Banken in Europa.
In den Bankenstresstests der EBA vom Juli sei bereits errechnet worden, wie gut die Banken auf mögliche Ausfälle vorbereitet seien. Dabei habe die RBS gut abgeschnitten.

Osborne macht auf Optimismus
Am Vortag hatte die Bank of England (BoE) neues Geld in die britische Volkswirtschaft gepumpt, um die lahmende Konjunktur in Fahrt zu bringen. Um zusätzliches Kapital für Investitionen bereitzustellen, sollen für 75 Milliarden Pfund Unternehmensanleihen gekauft werden.
Bereits 2009 hatte die britische Notenbank so 200 Milliarden Pfund in die Wirtschaft gepumpt.
BoE-Chef Mervyn King hatte die derzeitige Schulden- und Bankenkrise als möglicherweise schlimmer als die Depression der 1930er Jahre bezeichnet.

George Osborne spart derzeit massiv.
Großbritanniens Schatzkanzler George Osborne versuchte, Zuversicht zu verbreiten.
Der Plan der Regierung, die Schulden zu bewältigen, sei "zuverlässig", sagte der konservative Politiker in einem BBC-Interview.
"Der Kurs harter geldpolitischer Maßnahmen und verantwortlicher Finanzpolitik ist der richtige Weg, und diesem folgen wir."

es darf gelacht werden :lol:
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Beitragvon oegeat » 07.10.2011 14:05

Danke Martin, für den Artikel....... alle Banken (fast) weltweit sind platt ! :?

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Beitragvon martinsgarten » 10.11.2011 09:56

In Italien steigen die Zinsen.
Im Vergleich zu GB haben die aber noch was zu bieten - SONNE für Urlauber und immerhin noch Realwirtschaft.


Blasenökonomie UK “glänzt”
von Querschuss am 9. November 2011 in Allgemein

Fast schon faszinierende Daten von einer hoffnungslosen Blasenökonomie liefern die heutigen Außenhandelsdaten aus Großbritannien.
Gemäß den Daten des Office for National Statistics (ONS) weitete sich im September 2011 das Handelsbilanzdefizit Großbritanniens bei Waren und Gütern auf ein neues monatliches Allzeithoch aus,
mit unglaublichen -9,814 Mrd. GBP, nach -8,617 Mrd. GBP im Vormonat.

Beim Vergleich der Zinsen zwischen Italien und GB sieht man, welchen Vorteil eine eigene Notenpresse bietet :lol: :lol: :lol:

Die Briten waren schlau - was wäre HEUTE da los, wären die im Euro ?
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Beitragvon martinsgarten » 18.11.2011 11:26

So sieht es aus, wenn man glaubt durch Gelddrucken kommt man aus der Krise.

D ist gut beraten diesen "Experten" die kalte Schulter zu zeigen, die da glauben, dass Einschalten der EZB und ein permanenter Aufkauf sämtlicher Schulden, wäre DIE Lösung.
Das bringt mit Sicherheit die Inflation wie in GB und machte die Lebenshaltung der unteren Einkommensbezieher unbezahlbar, da gleichzeitig die Löhne stagnieren.
Dieser Weg führt glasklar in Richtung Unruhe und Krawall.
Der Weg, die "Finanzindustrie" überzugewichten hat eindeutig ins NICHTS geführt.
Was für eine Industrie ?
Was produzieren die, wer braucht sie ?


Regelrecht vernichtend waren die Antworten der befragten Konsumenten zur aktuellen wirtschaftlichen Situation.
Satte 76% meinten sie sei schlecht, nur 19% befanden sie sei normal und nur 3% meinten sie sei gut. Die künftigen Erwartungen an die wirtschaftliche Situation stellten sich im Vergleich etwas besser dar. 13% der Befragten erwarten in 6 Monaten eine bessere Situation, 47% eine unveränderte und 38% eine schlechtere Situation der wirtschaftlichen Lage. Auch eindeutig waren die Antworten auf die Situation am Arbeitsmarkt, 65% der Befragten gaben an, dass es zu wenig Jobs gäbe.

Erst gestern veröffentlichte das Office for National Statistics (ONS), die Daten zum UK-Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote nach ILO-Definition stieg in Q3 2011 auf 8,3% an. Dies war ein Anstieg von +129’000 Arbeitslosen zum Vorquartal auf 2,62 Millionen Arbeitslose und diese Zahl markiert ein 17-Jahreshoch. Beschämend der Anteil der Jugendarbeitslosigkeit von 1,02 Millionen Jugendlichen ohne Job, ein 19-Jahreshoch, dies entsprach einer Jugendarbeitslosenquote von 21,9%! Die gesamten Claimant Counts, dies sind diejenigen, die einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung haben, stiegen um +5’300 auf 1,6 Millionen


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