Zitat aus dem Newsletter 6/26 von Geostrategy:
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Portfolio: Rüstungswerte ins Portfolio – ja oder nein?
Die Entspannungstendenzen in den beiden Konflikten führten zu deutlichen Kursrückgängen bei Rüstungsaktien. Der Geostrategy Fund hat seine Rüstungsbeteiligungen schon im letzten Jahr vollständig abgebaut. Mit Blick auf den Kursverfall vieler Rüstungswerte stellt sich jetzt allerdings wieder die Frage, wo sinnvoll es sein könnte, wieder Engagements im Rüstungssektor aufzubauen, zumal die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die europäischen Unternehmen nach wie vor exzellent sind. Die meisten Unternehmen haben mittlerweile sehr hohe Auftragsbestände, die die Auslastung auf Jahre hin, in manchen Fällen sogar auf Jahrzehnte, sichern. Trotzdem sind wir in der aktuellen Situation noch zurückhaltend beim Aufbau neuer Investments im Rüstungssektor. Das Kernproblem dabei ist insbesondere ein anhaltend auf Entspannung hindeutender Newsflow aus den Krisenregionen. Am besten lässt sich das am Fall der Rheinmetall AG illustrieren. Für Rheinmetall ist die Herstellung von Munition mit Abstand das profitabelste Geschäft; würde der Ukrainekrieg alsbald enden und die Munitionslieferungen an die Ukraine wegfallen, würden auch die potentiellen Kunden auf die inzwischen stark erhöhten Kapazitäten schauen und von Rheinmetall Preisnachlässe verlangen. Das bedeutet, trotz des hohen Auftragsbestandes würden zukünftige Lieferungen wahrscheinlich weniger profitabel. Rheinmetall bleibt damit ein Verlierer einer Friedenslösung in der Ukraine und ein Investment macht im Moment noch keinen Sinn. Anders sieht die Situation allerdings bei Unternehmen aus, die bisher kaum von Ukraineaufträgen profitiert haben. Dazu zählen unter anderen Werften wie Fincantieri in Italien oder TKMS in Deutschland oder Triebwerkshersteller wie Safran und MTU. Zwar ist auch hier davon auszugehen, dass deren Kurse von einer Friedensankündigung belastet werden könnten, aber die Auswirkungen auf das Geschäft sind eher gering. Noch erscheinen uns Engagements verfrüht, aber wir behalten die Rüstungswerte auf jeden Fall im Blick.
Ausblick: Sind die Märkte in einer Blase?
Nachdem im letzten Monat das berühmte Thema „sell in may“ an den Aktienmärkten nicht zum Tragen kam, stellt sich unwillkürlich die Frage, muss oder sollte man jetzt auf den Verkaufsknopf drücken oder grundsätzlich defensiver agieren?
Feststellbar ist auf jeden Fall eine gewisse Sorglosigkeit in den Märkten, die Risiken werden weitestgehend ausgeblendet. Die Aktiendynamik ist größer als 1999/2000. Der US-Halbleitersektor SOX ist in 2026 um über 80% gestiegen. Der südkoreanische Index Kospi konnte in 5 Monaten um über 100% zulegen. Ist das jetzt schon eine Blase?
Wir wissen es nicht! Aber wir sehen, dass gewisse Themen, wie der globale Konjunkturrückgang, eine mögliche geldpolitische Umkehr der Zentralbanken mit eventuellen Leitzinsanhebungen oder auch die Fiskalpolitik mit den weltweit steigenden Verschuldungen und damit einhergehenden Belastungen für die Bondmärkte momentan nicht im Blickfeld der Investoren sind, aber jederzeit für Ungemach an den Aktienmärkten sorgen könnten. Nicht vergessen darf man auch, dass die geopolitischen Verwerfungen noch lange nicht gelöst sind und der Faktor Ölpreis, in dem wir auf jeden Fall keine Blase sehen, jederzeit wieder für Unruhe sorgen können.
Momentan sehen wir noch nicht, dass die vorherrschende KI- und Chipphantasie abflaut. Aber man sollte nie vergessen, dass dies sehr zyklische Branchen sind. Kurzfristig betrachtet könnten die angekündigten Börsengänge von OpenAI und SpaceX durchaus weiter für Phantasie in den Märkten sorgen, aber auch hier sind ambitionierte Bewertungen zu erwarten.
Wir bleiben vor dem Hintergrund zurückhaltend und fühlen uns mit unserer ausgewogenen Depotstruktur und einem hohen Liquiditätsanteil sehr wohl. ..."
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Zita aus dem
Factsheet 5/26 bei Hansainvest:
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FRANK ROTHAUGE, CFA:
■ War 25 Jahre ein hochdekorierter Aktienanalyst in den Bereichen
TK + Technologie. Er begleitete in Leitungsfunktion mehr als 30
Kapitalmarkt-Transaktionen. Er verfügt über eine langjährige Erfahrung im Portfoliomanagement. Zudem gründete im Jahr 2012 die
Aristoteles GmbH und ist Mitgründer der AHP Capital Management
GmbH.
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D-Anteil ca. 44%
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Gesamtfondsvermögen 6,44 Mio. Eur
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(i. S. Fondsvoluen siehe auch den o. g. Blog-Artikel im Eingangsposting)
Chartvergleich 5 Jahre
mit anderen offensiv ausgerichteten Mischfonds, u. a. den kürzlich hier erwähnten Global Portfolio One und Oberbanscheidt Flexibel UI
Wobei der Geostrategy mal als off. Mischfonds, mal als Aktienfonds eingestuft wird.
Aktuell könnte D-lastiger All-Cap-Euro-Aktienfonds wahrscheinlich am ehesten zutreffen ...