DB Platinum Fonds

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DB Platinum Fonds

Beitragvon schneller euro » 10.11.2006 15:12

DB PLATINUM DYNAMIC AKTIEN PLUS R1C (A0ET1P)

"Der DB Platinum Dynamic Aktien Plus Fonds ist ein in Luxemburg eingetragener offener Investmentfonds. Der Fonds zielt darauf ab, die Wertentwicklung des Dynamic Aktien Plus Index abzubilden. Dieser errechnet sich aus dem gewichteten Durchschnitt zweier Indizes: des Deutsche Bank Euro Value Index (nach Kosten) und des Deutsche Bank Liquid Commodity Index – Mean Reversion (DBLCI-MR) Hedged Euro Index. Der DBLCI-MR Index spiegelt die Preise der sechs weltweit liquidesten Rohstoffe wider, und der Deutsche Bank Euro Value Index misst die Wertentwicklung von 20 europäischen Substanzwerten. Die Gewichtung des Dynamic Aktien Plus Index ist dynamisch und regelbasiert, wobei der Anteil des Aktienindex in Abhängigkeit von der relativen Wertentwicklung der beiden Anlageklassen zwischen 50% und 90% liegt.
Der Fonds investiert in Wertpapiere, die von erstklassigen Finanzinstituten oder Unternehmen und/oder staatlichen Emittenten, bei denen es sich um OECD-Mitgliedstaaten handelt, begeben werden, und schließt für den Fonds in Bezug auf die Indexerträge Swaps ab."

quelle: DB X-Markets

DB Website

FLYER

Chart: abgesehen von den letzten Wochen starke Parallelen zum Eurostoxx50, wenig Korrelation mit dem DJAIG


Fazit: aufgrund der Entwicklung der letzten Wochen interessant, vorher wenig auffällig.
Zuletzt geändert von schneller euro am 18.01.2008 14:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon oegeat » 10.11.2006 15:53

wow ! das finde ich bemerkenswert man mußte nun sich ansehen wie viel volumen die da drinn haben und die entwicklung des volumen

also Volumen exklusive wertsteigerung
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon schneller euro » 10.11.2006 15:58

oegeat hat geschrieben:wow ! das finde ich bemerkenswert man mußte nun sich ansehen wie viel volumen die da drinn haben und die entwicklung des volumen

also Volumen exklusive wertsteigerung




:arrow: aktuell 16 Mio. Euro laut DB und Onvista, vorher leider keine Informationen!
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Beitragvon oegeat » 10.11.2006 16:07

zweier Indizes: des Deutsche Bank Euro Value Index (nach Kosten) und des Deutsche Bank Liquid Commodity Index – Mean Reversion (DBLCI-MR) Hedged Euro Index.


hast die auch gefunden dann kan man sich ansehen wie man mit der gewichtung spielt :roll:
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon schneller euro » 10.11.2006 16:08

Ich vermute mal, dass der starke Kursanstieg der letzten Wochen durch eine recht hohe Gewichtung von Agrar-Rohstoffen bedingt ist.

In einem anderen Thread habe ich nämlich den
DB Platinum Commodity Euro (A0D97Z)
gefunden, der in den letzten Wochen förmlich explodierte (ca. plus 35% in 6 Wochen).

-> siehe Chart und Erläuterungen in:
http://www.trader-inside.de/viewtopic.p ... d97z#24786
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Beitragvon schneller euro » 18.01.2008 14:22

T.I.-Thread mit Hintergrundinformationen zur Gesellschaft DB Platinum

Laut X-Markets gibt es inzwischen 24 Mischfonds unter diesen Label. Wahrscheinlich wenig beachtet, weil schwer vergleichbar.

Der DB PLATINUM IV DYNAMIC BOND PLUS R1D (121413) wird von Onvista porträtiert: "... Dieses Produkt zeichnet sich durch einen hohen Diversifizierungsgrad aus, da die meisten der verschiedenen Anlageklassen nur eine geringe Korrelation zueinander aufweisen und es sich bei den einzelnen Anlagekategorien um breit gefasste Iboox- Indizes handelt. Auf Grund der großen Bandbreite der Indizes (wie Rohstoffe, Währungen, High Yield-Anleihen, nachrangige Schuldtitel und "Gefallene Engel") sowie der vierteljährlichen Strategieüberprüfung kann der Fonds flexibel auf solche Veränderungen reagieren."
und der

Und der DB PLATINUM IV SOVEREIGN PLUS R1C (814194):
"Die Sovereign Plus Strategie strebt ein mit Anleihen vergleichbares Risiko an und nutzt systematisch Commodities (= Rohstoffe und Waren) als Beimischung zu Anleihen, um eine stabilere Wertentwicklung im Vergleich zu einem reinen Anleihenportfolio bei gleichzeitiger Erhaltung guter Renditechancen zu bieten. Basis ist eine Gewichtung von mindestens 70% in Euro-Staats-Anleihen höchster Qualität. Dies geschieht über den Euro Sovereign Elite Index der Deutschen Bank. Der verbleibende Teil kann in Commodities gewichtet werden"


Chart 1 Jahr o.g. DB Platinum Fonds plus DB Platinum Comm.

Bliebe die Frage, ob der Erwerb eines dieser Mischfonds sinnvoll wäre, oder ob man nicht ein ähnliches oder besseres Ergebnis erreichen kann, wenn man den DB Platinum Commodity mit anderen Aktien- und/oder Rentenfonds kombiniert.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 08.02.2008 11:37

Der DB Plati. Altern. wird von fondsxpress emfolen und wurde auch ins Musterdep. übernommen.
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Beitragvon Fondsfan » 07.05.2008 20:47

Mir fällt auf, daß die DB Platinum in Foren recht wenig
diskutiert werden, trotz guter Entwicklung.

Dabei sind die Fonds m.W. bei ebase ohne
AA zu haben.
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Beitragvon Uno Credito Italiano » 08.05.2008 13:09

db platinum sehr unubersichtlich wegen der unterschiedlichen gewichtung der assetklassen. kaum vergleichbar mit ahnlichne fonds.
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Beitragvon Taler » 08.05.2008 16:08

Fondsfan hat geschrieben:Mir fällt auf, daß die DB Platinum in Foren recht wenig
diskutiert werden, trotz guter Entwicklung.

Dabei sind die Fonds m.W. bei ebase ohne
AA zu haben.


Ich beobachte diese Fonds auch schon einige Zeit und bin vom Konzept überzeugt. Der DB PLATINUM DYNAMIC AKTIEN PLUS R1C ist interessanter als der DB PLATINUM COMMODITY EUR. Schließlich ist man mit dem erstgenannten Mischfonds nach dem 01.01.2009 besser und flexibler aufgestellt als mit dem reinen Rohstofffonds und nicht an den zur Zeit hohen Rohstoffanteil für einen längeren Zeitraum gebunden. Läuft der Rohstoffmarkt schlecht, ist der Fonds nur noch zu 10 % in Rohstoffe investiert und nicht wie aktuell zu 50 %. Das quantitative Konzept dieses Fonds spricht mich auch mehr an als aktive Fonds. Im Flyer des DB Platinum Dyn Aktien Plus R1C wird die langfristige durchschnittliche Rendite des Fonds in der Rückrechnung für den Zeitraum 1994 bis 2005 mit 17,8 % p.a. angegeben. Und diese gute Performance hat er mit 18,61 % p.a. auch in den drei Jahren seit seiner Auflegung 2005 gehalten.

Interessant sind auch der DB Platinum IV Dynamic Bond Stabilität Plus R1C (LU0206065848) und der DB PLATINUM IV SOVEREIGN PLUS R1C. Läuft der Rohstoffmarkt schlecht, sind diese Fonds überhaupt nicht mehr (0 %) in Rohstoffen investiert und nicht wie aktuell zu 23,7 % bzw. 30 %, dann investieren diese Fonds nur noch in erstklassige Anleihen. Ich halte die Kombination mehrerer dieser Mischfonds auch für die beste Lösung, um den Rohstoffanteil nach 2008 abzudecken.Ich werde den reinen Rohstoff-Fonds DB Platinum Commodity Euro (A0D97Z) noch 2008 verkaufen.
Zuletzt geändert von Taler am 08.05.2008 17:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Taler » 08.05.2008 16:59

schneller euro hat geschrieben:Bliebe die Frage, ob der Erwerb eines dieser Mischfonds sinnvoll wäre, oder ob man nicht ein ähnliches oder besseres Ergebnis erreichen kann, wenn man den DB Platinum Commodity mit anderen Aktien- und/oder Rentenfonds kombiniert.


1.) Keine Rohstoffhausse dauert ewig und Du kannst bei einem Ende der Rohstoffhausse den DB Platinum Commodity nicht umschichten, ohne den Bestandsschutz (Abgeltungssteuer) zu verlieren.

2.) Wird im Mischfonds - je nachdem welche Assetklasse gerade besser ist - nach dem quantitativen Konzept (abgeltungssteuerfrei) umgeschichtet. Du wirst als Privatinvestor das zeitlich richtige Umschichten nicht so gut bewerkstelligen können wie die Mischfonds. Du müsstest den richtigen Algorithmus kennen, in Deinem PC das entsprechende Programm haben und regelmäßig die Assetklassen kontrollieren.
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Beitragvon Fondsfan » 09.05.2008 07:50

@ Taler

Danke für die Hinweise - werde Deinen Anregungen mal nachgehen.
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Beitragvon schneller euro » 09.05.2008 12:44

Taler hat geschrieben:1.) Keine Rohstoffhausse dauert ewig und Du kannst bei einem Ende der Rohstoffhausse den DB Platinum Commodity nicht umschichten, ohne den Bestandsschutz (Abgeltungssteuer) zu verlieren.

2.) Wird im Mischfonds - je nachdem welche Assetklasse gerade besser ist - nach dem quantitativen Konzept (abgeltungssteuerfrei) umgeschichtet. Du wirst als Privatinvestor das zeitlich richtige Umschichten nicht so gut bewerkstelligen können wie die Mischfonds. Du müsstest den richtigen Algorithmus kennen, in Deinem PC das entsprechende Programm haben und regelmäßig die Assetklassen kontrollieren.



@ Taler:

zu 1): Sehe ich ähnlich. Die aktuelle Rohstoffhausse kann schon in absehbarer Zeit beendet sein. Deswegen werde ich meinen jeweiligen Stoppkurs beim DB Plat. Comm. auch konsequent einhalten.
In punkto Abgeltungssteuer gehöre ich eher zu den Leuten, welche dies NICHT als Deadline für ein aktives Depotmanagement ansehen. Verschiedene Argumente wurden ja bereits im Thread ETF-Diskussionen genannt. Ein Aspekt, der m.W. noch nicht erwähnt wurde, ist der steuerrechtlich doch recht große Gestaltungsspielraum für Freiberufler, Selbständige und ähnliche Personengruppen. Wenn jemand aus diesem Bereich seine Gewinne in ein Steuerjahr verlagert und die Verluste bzw. geringe Einkünfte in einem anderen Jahr bilanziert, dann kann er dadurch seinen persönlichen Steuersatz (bis auf 0%) reduzieren und in diesem Jahr dann auch die gezahlte Abgeltungssteuer im Rahmen der Est-Erklärung zurück erlangen. (Lasse mich gerne belehren, wenn dies so nicht korrekt sein sollte, bzw. ergänzt werden müsste).

zu 2): Grundsätzlich bin ich auch ein Fan von Misch- und Dachfonds.
Die Alternative zu dem von dir genannten DB Plat. Dyn. Aktien Plus (Mindest-Rohstoffquote = 10%) wäre aber z.B. folgende Möglichkeit:
Den vorgesehenen Anlagebetrag langfristig zu 10% in den DB Plat. Comm. investieren, je 45% in 2 bewährte globale Aktienfonds stecken, z.B. den Carmignac Inv. und den Starcap Priamos (2 verschiedene Anlagestile).
Wenn man sich den nachfolgenden 3 Jahres Chart betrachtet, wäre man mit dieser Methode etwas erfolgreicher (ca. +78 zu +70%) gewesen als mit dem Mischfonds.
Das Ganze ist natürlich mit Vorsicht zu betrachten, weil ich vor 3 Jahren vermutlich nicht diese beiden Aktienfonds, sondern womöglich 2 weniger Erfolgreiche ausgewählt hätte. Auf der anderen Seite ist aber bei dem Mischfonds der Aktienanteil die große Unbekannte. Bei X-Markets findet man nur den Hinweis auf den "Deutsche Bank Euro Value Index (nach Kosten)" welcher "die Wertentwicklung von 20 europäischen Substanzwerten" wiederspiegelt. Wie erfolgreich dieser Index, z.B. im Vergleich zu einer Benchmark, war, habe ich nicht gefunden. Seltsam ist auch, dass im Jahres- und Halbjahresbericht zu dem Fonds jeweils nur der Anleihen-Anteil aufgeschlüsselt wird?!?
Im 1- oder 3-Jahresvergleich mit anderen guten Misch- und Dachfonds weist der DB Plat. Dyn Aktien die bessere Wertentwicklung auf (z.B. auch mit in Relation zu sehr guten Fonds wie dem TriStyle oder dem BGF Gl. Allocation, welche nicht in Rohst. investieren dürfen, oder aber auch im Vergleich mit dem M&W Privat).
Zusammengefaßt bin ich in Bezug auf die langfristigen Perspektiven des DB Plat. Dyn. Aktien Plus Mischfonds skeptisch, weil:
- die Mindestquote des Rohstoffanteils 10% beträgt und NICHT auf 0 reduziert werden kann
- die Aktienkomponente auf Europa beschränkt ist und unklar ist, wie erfolgreich langfristig der "Deutsche Bank Euro Value Index" sein wird.

Beim DB Platinum IV Dynamic Bond Stabilität Plus R1C (LU0206065848) und dem DB PLATINUM IV SOVEREIGN PLUS R1C ist mir nicht bekannt, wie erfolgreich bisher die Anleihen- bzw. Währungskomponente war. Wenn der "Sovereign" von dem gleichen Team gemanagt wird wie DWS Hedge L/S Currency und DWS Forex, bzw. den darauf basierenden DWS-GO-Zertifikaten (siehe T.I.Thread: Devisenfonds- und Zertifikate) bin ich eher skeptisch.
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Beitragvon Taler » 09.05.2008 14:50

schneller euro hat geschrieben:
@ Taler:

zu 1): Sehe ich ähnlich. Die aktuelle Rohstoffhausse kann schon in absehbarer Zeit beendet sein. Deswegen werde ich meinen jeweiligen Stoppkurs beim DB Plat. Comm. auch konsequent einhalten.
In punkto Abgeltungssteuer gehöre ich eher zu den Leuten, welche dies NICHT als Deadline für ein aktives Depotmanagement ansehen. Verschiedene Argumente wurden ja bereits im Thread ETF-Diskussionen genannt. Ein Aspekt, der m.W. noch nicht erwähnt wurde, ist der steuerrechtlich doch recht große Gestaltungsspielraum für Freiberufler, Selbständige und ähnliche Personengruppen. Wenn jemand aus diesem Bereich seine Gewinne in ein Steuerjahr verlagert und die Verluste bzw. geringe Einkünfte in einem anderen Jahr bilanziert, dann kann er dadurch seinen persönlichen Steuersatz (bis auf 0%) reduzieren und in diesem Jahr dann auch die gezahlte Abgeltungssteuer im Rahmen der Est-Erklärung zurück erlangen. (Lasse mich gerne belehren, wenn dies so nicht korrekt sein sollte, bzw. ergänzt werden müsste).


Diese Strategie der Herunter-Rechnung des Gewinnes auf Null mag im Einzelfall funktionieren. Dennoch würde ich keinem Freiberufler und Selbständigen raten, auf dieser Basis die Abgeltungssteuer zu vernachlässigen. Denn zum einen ist es nicht möglich in die Zukunft zu schauen, ob und in wie viel Jahren man seinen Gewinn auf Null reduzieren kann um so die gezahlte Abgeltungssteuer zurückerstattet zu bekommen.

Zum anderen sind in der Vergangenheit auch viele der Versuche, seine Steuerlast durch die Zuweisung von Verlusten zu senken, gescheitert. Man denke nur an die vielen Investoren ostdeutscher Immobilien, geschlossener Fonds u.s.w., bei denen die Wertverluste und Nachschüsse die Steuerersparnis übertreffen. Mittlerweile gibt es auch ähnliche Fälle bei westdeutschen Immobilien/Immobilienfonds. Ich kenne da sogar Beispiele aus meinem Bekannten- und Verwandtenkreis, wo selbst ein Steuerberater !!! mit dieser Strategie keinen Erfolg hatte. Die Wertverluste der Immobilie in über mehr als 10 Jahre, zurückgehende oder ausfallende Mieteinnahmen sowie die gleichzeitigen steigenden Kreditbelastungen wegen Zahlungs-Ausfalls anderer Beteiligter an dem Projekt haben das ganze zu einem Albtraum gemacht. Die psychischen Belastungen zudem lassen sich gar nicht quantifizieren.


schneller euro hat geschrieben:zu 2): Grundsätzlich bin ich auch ein Fan von Misch- und Dachfonds.


Ich bin eigentlich kein Fan dieser Fonds und würde ohne die Abgeltungssteuer kaum in diese Fonds investieren. Mischfonds werden meistens aktiv gemanagt und sind - nach mehreren Vergleichsstudien - im Durchschnitt nicht erfolgreicher als eine Mischung aus einem Aktien-und Rentenindex. Bei Dachfonds gibt es eine doppelte Kostenbelastung und sie investieren wiederum in meistens aktiv gemanagte Fonds, von denen lt. Swensen doch nur eine Minderheit es schafft ihre Benchmark zu schlagen.

Die hier besprochenen Platinum-Mischfonds, auf jeden Fall der Aktien-Mischfonds, wird passiv gemanagt, also unabhängig von "Bauchentscheidungen" eines Fondsmanagers, was für mich sehr wichtig ist. Auch die Entscheidung wann und wie viel in Rohstoffe umgeschichtet wird, wird nicht aktiv von einem Fondsmanager entschieden, sondern von einem bisher erfolgreichen Algorithmus. Das passive Management ist für mich der entscheidende Vorteil gegenüber aktiv gemanagten Mischfonds, bei denen man nach 2008 auf lange Sicht zudem immer mit einem Wechsel der (aktiven) Fondsmanager rechnen muss.


schneller euro hat geschrieben:Die Alternative zu dem von dir genannten DB Plat. Dyn. Aktien Plus (Mindest-Rohstoffquote = 10%) wäre aber z.B. folgende Möglichkeit:
Den vorgesehenen Anlagebetrag langfristig zu 10% in den DB Plat. Comm. investieren, je 45% in 2 bewährte globale Aktienfonds stecken, z.B. den Carmignac Inv. und den Starcap Priamos (2 verschiedene Anlagestile).
Wenn man sich den nachfolgenden 3 Jahres Chart betrachtet, wäre man mit dieser Methode etwas erfolgreicher (ca. +78 zu +70%) gewesen als mit dem Mischfonds.
Das Ganze ist natürlich mit Vorsicht zu betrachten, weil ich vor 3 Jahren vermutlich nicht diese beiden Aktienfonds, sondern womöglich 2 weniger Erfolgreiche ausgewählt hätte.


Den entscheidenden Einwand nennst Du hiermit selber. Ich war früher selbst ein Fan von aktiv gemanagten Fonds, bin aber , je mehr ich mich mit der Materie beschäftige, zu einem Fan von passiven Investments geworden.


schneller euro hat geschrieben:Auf der anderen Seite ist aber bei dem Mischfonds der Aktienanteil die große Unbekannte. Bei X-Markets findet man nur den Hinweis auf den "Deutsche Bank Euro Value Index (nach Kosten)" welcher "die Wertentwicklung von 20 europäischen Substanzwerten" wiederspiegelt. Wie erfolgreich dieser Index, z.B. im Vergleich zu einer Benchmark, war, habe ich nicht gefunden.


Es sind 20 Substanzwerte der Eurozone, nicht Europa. Bei ebase z.B. kannst Du Dir die aktuell 10 größte Positionen des reinen Aktienfonds (LU0153684542) anschauen, denn den kannst Du dort auch als einzelnen Aktienfonds kaufen. Dort kannst Du die Wertentwicklung im Chart mit der passenden Benchmark (Euro-Stoxx 50) vergleichen und die überzeugt. Natürlich basiert dies auf dem Erfolg der Value-Strategie in den letzten Jahren. In einer Growth-Phase sieht dies natürlich wieder anders aus. Das ist für mich aber kein Problem, da ich ohnehin in meinem Gesamtdepot Value favorisiere.

schneller euro hat geschrieben:Seltsam ist auch, dass im Jahres- und Halbjahresbericht zu dem Fonds jeweils nur der Anleihen-Anteil aufgeschlüsselt wird?!?


Du hast dir wohl den Jahres- und Halbjahresbericht vom Mischfonds angeschaut und nicht vom reinen Aktienfonds, den Du Dir auf ebase runterladen kannst. Dort kannst Du alle Aktienpositionen erkennen. Der Mischfonds ist wohl ein SWAP-basierter Fonds, d.h. die Werte in die der Fonds investiert sind in diesem Fall überwiegend Anleihen. Denn der Anleihenanteil ist mit 73,14 % höher als der Mindestaktienanteil von 50 %. Die Wertentwicklung der beiden Indizes ("Deutsche Bank Euro Value Index" und "DB Platinum Commodity Euro R1C") und der Dividenden wird bei einem solchen Swap-Fonds über Swaps generiert, die max. 10 % vom Fondsvermögen ausmachen dürfen, in der Regel aber nur 3-5 % betragen. Das ist auch das Verlustrisiko des Fonds bei einem Ausfall des Swap-Kontrahenten. Ich weiß nicht inwieweit du Dich mit Swaps auskennst, aber das wäre das Thema eines eigenen Threads (Vorteile/Nachteile).

Der DB PLATINUM COMMODITY EURO enthält im Halbjahresbericht 2007 übrigens auch zu 70 % Anleihen, ist also wohl auch ein Swap-basierter Fonds.

schneller euro hat geschrieben:Im 1- oder 3-Jahresvergleich mit anderen guten Misch- und Dachfonds weist der DB Plat. Dyn Aktien die bessere Wertentwicklung auf (z.B. auch mit in Relation zu sehr guten Fonds wie dem TriStyle oder dem BGF Gl. Allocation, welche nicht in Rohst. investieren dürfen, oder aber auch im Vergleich mit dem M&W Privat).
Zusammengefaßt bin ich in Bezug auf die langfristigen Perspektiven des DB Plat. Dyn. Aktien Plus Mischfonds skeptisch, weil:
- die Mindestquote des Rohstoffanteils 10% beträgt und NICHT auf 0 reduziert werden kann


Ja, das könnte man als Kritikpunkt an diesem Fonds ansehen. Warum das nicht wie bei den beiden Anleihemischfonds gehandhabt wird (Rohstoff-Mindestquote 0 %), weiß ich auch nicht. Allerdings soll man ja im Gesamtdepot aus Diversifizierungsgründen immer auch einen Rohstoffanteil von 5-10 % haben, auch wenn die Rohstoffmärkte schlecht laufen. Man kann beispielsweise den DB Plat. Dyn. Aktien Plus aktuell mit 20 % am Gesamtdepot gewichten, d.h der Rohstoffanteil am Gesamtdepot beträgt aktuell 10% und wird auch in Zukunft nicht viel mehr betragen. Laufen die Rohstoffmärkte irgendwann sehr schlecht, beträgt der Rohstoffanteil am Gesamtdepot nur noch 2 %. Der zweiprozentige Depotanteil liegt dann sowieso unter der allgemeinen Empfehlung von 5 bis 10 % Rohstoffanteil am Gesamtdepot. Falls es sich bei der Rohstoffhausse tatsächlich um eine lang andauernde Superhausse handelt, die noch 10 Jahre (lt.Jim Rogers) andauert, ist man noch viele Jahre dabei, ohne viel zu riskieren.

Man kann auch diesen Fonds mit den beiden Anleihen-Mischfonds kombinieren, was ich für eventuell deflationäre Zeiten ohnehin für sinnvoller erachte.


schneller euro hat geschrieben:- die Aktienkomponente auf Europa beschränkt ist und unklar ist, wie erfolgreich langfristig der "Deutsche Bank Euro Value Index" sein wird.


Die Beschränkung der Aktienkomponente auf die Eurozone sehe ich nicht so gravierend, denn man kann den Eurozonen-Aktienanteil in seinem Gesamtdepot damit abdecken, d.h. man gewichtet die reinen Aktienfonds, die nicht die Eurozone abdecken, im Gesamtdepot entsprechend höher. Den Vergleich mit dem Euro-Stoxx 50 seit 2002 habe ich bereits erwähnt.


schneller euro hat geschrieben:Beim DB Platinum IV Dynamic Bond Stabilität Plus R1C (LU0206065848) und dem DB PLATINUM IV SOVEREIGN PLUS R1C ist mir nicht bekannt, wie erfolgreich bisher die Anleihen- bzw. Währungskomponente war. Wenn der "Sovereign" von dem gleichen Team gemanagt wird wie DWS Hedge L/S Currency und DWS Forex, bzw. den darauf basierenden DWS-GO-Zertifikaten (siehe T.I.Thread: Devisenfonds- und Zertifikate) bin ich eher skeptisch.


Mit diesen beiden Anleihenmischfonds habe ich mich noch nicht näher beschäftigt, insbesondere nicht, nach welchem Schema welche Anleihen ausgewählt werden. Ich weiß nur, dass der DB Platinum IV Dynamic Bond Stabilität Plus R1C inflationsgeschützte Anleihen weltweit wählt und der DB PLATINUM IV SOVEREIGN PLUS R1C normale Anleihen aus dem Euro-Raum. Im Chartvergleich mit dem Rex waren diese beiden Mischfonds mal etwas besser, mal etwas schlechter. Aktuell wegen der Rohstoffhausse allerdings erheblich besser.
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Beitragvon schneller euro » 10.05.2008 09:15

"Die hier besprochenen Platinum-Mischfonds, auf jeden Fall der Aktien-Mischfonds, wird passiv gemanagt, also unabhängig von "Bauchentscheidungen" eines Fondsmanagers, was für mich sehr wichtig ist."

-> Sehe ich etwas differenzierter, z.B. werden ja die Eick- oder HWB-Fonds und viele andere auch in erster Linie aufgrund von Signalen verschiedener Computermodelle, welche ständig weiter entwickelt werden, gemanagt.



"Ich war früher selbst ein Fan von aktiv gemanagten Fonds, bin aber, je mehr ich mich mit der Materie beschäftige, zu einem Fan von passiven Investments geworden."

-> Die Ansichten dazu sind geteilt. Mich persönlich beeindruckt die deutliche Outperformance, welche verschiedene globale Fonds über viele Jahre hinweg gegenüber Indizes, bzw. passiven Anlageinstrumenten erzielt haben.



"Es sind 20 Substanzwerte der Eurozone, nicht Europa. Bei ebase z.B. kannst Du Dir die aktuell 10 größte Positionen des reinen Aktienfonds (LU0153684542) anschauen, denn den kannst Du dort auch als einzelnen Aktienfonds kaufen."

Bei X-Markets ist im H.J.-Bericht zum 31.7.2007 vermerkt:
Deutschland
Deutsche Telekom 6.591 EUR 79.532 83.310 4,81
Rwe Ag Essen -a- 1.125 EUR 90.567 87.897 5,08
261.018 254.651 14,71
Fortum Corporation 3.971 EUR 78.871 94.470 5,45
Finnland
Sampo Plc A 4.097 EUR 90.414 90.544 5,23
Upm-kymmene Corp 4.795 EUR 82.805 78.542 4,54
252.090 263.556 15,22
Accor 1.365 EUR 90.689 86.405 4,99
Frankreich
Credit Agricole Sa Paris 3.013 EUR 90.655 85.419 4,93
France Telecom 4.214 EUR 76.527 83.690 4,83
Vivendi Universal 2.890 EUR 89.059 90.514 5,22
346.930 346.028 19,97
Bank Of Ireland 5.729 EUR 91.864 79.920 4,62
Irland
91.864 79.920 4,62
Italien
Enel 11.165 EUR 80.582 84.687 4,89
Eni Spa Roma 3.439 EUR 81.428 88.657 5,12
Telecom Italia Spa 43.446 EUR 95.441 85.676 4,95
339.031 349.680 20,19
Ing Groep 2.787 EUR 86.462 87.289 5,04
Niederlande
Koninklijke Kpn Nv 7.315 EUR 69.883 83.610 4,83
Unilever Nv 4.094 EUR 84.868 91.706 5,30
241.213 262.605 15,17
Portugal Telecom 8.751 EUR 84.285 89.960 5,20
Portugal
84.285 89.960 5,20
Spanien
Endesa S.a. 2.305 EUR 72.512 91.071 5,26



"Dort kannst Du die Wertentwicklung im Chart mit der passenden Benchmark (Euro-Stoxx 50) vergleichen und die überzeugt. Natürlich basiert dies auf dem Erfolg der Value-Strategie in den letzten Jahren. In einer Growth-Phase sieht dies natürlich wieder anders aus. Das ist für mich aber kein Problem, da ich ohnehin in meinem Gesamtdepot Value favorisiere."

Chartvergleich 3 Jahre mit den besten Fonds aus dem Europa-Thread

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Beitragvon Taler » 10.05.2008 10:53

Zur Ergänzung noch die aktuell (31.03.2008) zehn größten Werte aus dem Euro Value Index :

BNP Paribas 5,47%
Crédit Agricole S.A. 5,42%
ING Groep 5,42%
Dexia 5,33%
UPM-Kymmene Oy 5,23%
Banco Bilbao Vizcaya 5,14%
Allied Irish Banks Plc (AIB) 5,09%
Bank of Ireland 5,09%
Aegon 5,08%
Accor 5,08%

Wie man sieht, sind von den zehn Werten acht aus dem Finanzsektor. Eine Übergewichtung im Finanzsektor gibt es zur Zeit auch bei den anderen Dividenden-Indizes, wie dem DJ Euro-Stoxx Sel. Div. 30, dem DJ Stoxx Sel. Div 30 und dem DJ Stoxx Global Sel. Div. 100. Man kann dies als großes Risiko auffassen, da die Subprime-Krise noch nicht beendet ist. Man kann es aber auch als antizyklische Chance begreifen. Das muss jeder selbst entscheiden.

Der einzige Vorteil, den ich bei dem Euro Value Index gegenüber den anderen drei gerade genannten Dividenden-Indizes sehe, ist das Fehlen eines Market-Impact-Risikos, das es bei den DJ Stoxx-Dividenden-Indizes gibt. Denn die 20 Aktien, aus denen der Index besteht, werden aus dem DJ EURO STOXX Large Index ausgewählt. Der Nachteil ist die mit zwanzig Werten relativ geringe Diversifizierung.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 12.05.2008 09:57

@ Taler: Daraus schließe ich, du willst ab 01.01.09 jegliches aktives handeln mit Fonds einstellen und dein Depot auf Jahre hinaus unverändert lassen?
Mischfonds und Etf´s: wie wird deine Asset Allo. ungefähr aussehen?
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Beitragvon Taler » 12.05.2008 15:53

The Ghost of Elvis hat geschrieben:@ Taler: Daraus schließe ich, du willst ab 01.01.09 jegliches aktives handeln mit Fonds einstellen und dein Depot auf Jahre hinaus unverändert lassen?
Mischfonds und Etf´s: wie wird deine Asset Allo. ungefähr aussehen?


Ja, das Depot vom 31.12.2008 werde ich wohl lange unverändert lassen. Manche behaupten, die Abgeltungssteuer werde überschätzt, aber den Zinseszinseffekt bei einer abgeltungssteuerfreien Anlage sollte man nicht vernachlässigen. Man sollte aber für Neuanlagen ab 2009 zur Reallokation ein anderes Depot verwenden, da bei Teilverkäufen im alten Depot die FIFO-Methode des Finanzamts zuschlägt.

Außer den DB-Platinum-Fonds als Beimischung (vielleicht 10 % bis 15 %) werde ich wohl keine anderen Mischfonds nehmen, sei denn, es finden sich noch bessere passiv gemanagte Mischfonds (vielleicht haben hier noch einige andere User Vorschläge). Ansonsten nehme ich nur ETFs auf Standardindizes, da sie sehr geringe Kosten haben und aktives Management in der Regel langfristig im Durchschnitt keinen Mehrwert schafft. Es gibt auch in anderen Boards zu dem Thema aktiv versus passiv sehr kontroverse Diskussionen, aber ich verlasse mich bei diesem Thema lieber auf die Empfehlungen für Privatinvestoren von D. Swensen, G. Kommer, W. Buffett und diversen Langzeitstudien.

Ich selber sehe mich auch nicht in der Lage, aktiv gemanagte Fonds zu wählen, bei denen ich mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass sie ihre geeignete Benchmark (Performance /Total-Return-Indizes und nicht die Kurs-Indizes) auch über 20 Jahre schlagen können. Wenn man für den Vergleich aktiv gemanagte Fonds mit dem Schwerpunkt "weltweit" wählt, die zu 25 % Emerging-Markets-Aktien enthalten, dann muss man auch entsprechend die zu vergleichende Benchmark mischen!

Oder wählt man beispielsweise einen aktiv gemanagten weltweiten Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Value, dann muss man beispielsweise den DJ STOXX Global Select Dividend 100 als Benchmark wählen. In einem anderen Board hat ein User für so einen 10-Jahres-Vergleich folgende Grafik gepostet: (rechts: DJ STOXX Global Select Dividend 100)

http://img382.imageshack.us/my.php?image=lingohrvsstoxxmt3.jpg

In der Baisse bis 2003 lief der Gl. Select Dividend 100 besser, seit dem läuft der Lingohr besser.

Ich halte mich an die Faustregel 100 - Lebensalter = prozentuale Aktienquote am Depot. Als Standardindizes für den Aktienanteil sind wohl der MSCI World, MSCI Emerging Markets (ca. 20 %) und der DJ Euro Stoxx zu nennen. Obwohl viele ihr Depot bei der Ländergewichtung am BIP oder der Marktkapitalisierung gewichten, hat für mich persönlich der MSCI World mit fast 50 % einen zu hohen USA-Anteil. Ich möchte keine Länderwette auf die USA, weshalb ich den MSCI World mit dem MSCI Emerging Markets und anderen ETFs ergänze. Als Value Fan mische ich hier einige passive Value- und Dividendenfonds hinzu: DB X-TRACK.DJ STOXX Global.Select Dividend 100 und/oder ISHARES DOW JONES ASIA PACIFIC SELECT DIV, ISHARES DJ EURO STOXX VALUE.

Aber die Value-Fonds würde ich nicht jedem empfehlen, da dies eine spezielle Value-Strategie-Wette ist. Die genaue Länder-Gewichtung habe ich noch nicht endgültig festgelegt.

Den defensiven Teil decke ich momentan mit offenen Immobilienfonds, Rentenfonds, und (aktiven)Wandelanleihenfonds ab. Aber hier ist Frage der Abgeltungssteuerfreiheit nicht ganz so wichtig, da in der Regel geringere Kursgewinne anfallen.

Wie sieht Deine Strategie aus ?
Zuletzt geändert von Taler am 12.05.2008 16:46, insgesamt 2-mal geändert.
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DB PLATINUM IV Dynamic Alternative Portfolio Fonds

Beitragvon Fondsfan » 12.05.2008 16:33

Mal eine Frage zu diesem Fonds, der nach meinem Verständnis
in etwa als Hedgefonds einzustufen ist:


Lt. Morningstar war die Performance bis 2005 grottenschlecht,
seit 2006 ist der Fonds absolute Spitze.

Kennt jemand dafür eine Erklärung?
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Re: DB PLATINUM IV Dynamic Alternative Portfolio Fonds

Beitragvon Taler » 12.05.2008 16:41

Fondsfan hat geschrieben:Mal eine Frage zu diesem Fonds, der nach meinem Verständnis
in etwa als Hedgefonds einzustufen ist:


Lt. Morningstar war die Performance bis 2005 grottenschlecht,
seit 2006 ist der Fonds absolute Spitze.

Kennt jemand dafür eine Erklärung?


Ich kenne mich mit dem Fonds auch nicht aus. Er mischt wohl Hedge-Fonds-Strategien mit Rohstoffen und Renten, ich weiß aber nicht nach welchem Schema. Die gute Performance zur Zeit liegt vielleicht an den Rohstoffen. Die Zeitung Euro-am Sonntag hat ihn in ihr defensives Musterdepot aufgenommen.
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Beitragvon Fondsfan » 12.05.2008 16:50

@ Taler

Die tolle Entwicklung seit 2006 kann nach meinem Gefühl
nicht nur mit Rohstoffen zusammenhängen, obwohl die
in letzter Zeit sicher eine Rolle gespielt haben.
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Beitragvon thallo » 12.05.2008 19:09

Laut Platinum Flyer wendet man derivative Techniken an, um die Wertentwicklung des Deutsche Bank Dynamic Alternative Portfolio Index nachzubilden. Anleger tragen das Bonitätsrisiko des Emittenten bzw. des Swap-Kontrahenten. Für den Investor sind die Gegenpartei-Risiken meiner Meinung nach kaum zu ermessen, vor allem wenn man langfristig anlegt.

Im Grunde stecken vier Komponenten dahinter: Rohstoffe (max. 30%), Währungen (max 30%), ausgewählte Hedgefonds (max. 60%), Staatsanleihen (bis max. 100% in Krisensituationen).

Ich meine, man sollte nur in das investieren, was man wirklich nachvollziehen kann. Das Konzept mag ja einige Jahre gut gehen, aber wenn es mal auf dem Derivate-Markt knallt, dann erwischt es auch die Performance dieser synthetischen Produkte.

Der Magen einer Sau (eines Bankmanagers), das Herz einer Frau (der Marketing-Experten), der Inhalt einer Leberwurst (der Produktentwickler), die bleiben immer unerforscht.
http://www.de.x-markets.db.com/pdf/DE/flyer/flyerLU0189063414.pdf
Mfg thallo
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Beitragvon Taler » 13.05.2008 04:52

thallo hat geschrieben:Laut Platinum Flyer wendet man derivative Techniken an, um die Wertentwicklung des Deutsche Bank Dynamic Alternative Portfolio Index nachzubilden. Anleger tragen das Bonitätsrisiko des Emittenten bzw. des Swap-Kontrahenten. Für den Investor sind die Gegenpartei-Risiken meiner Meinung nach kaum zu ermessen, vor allem wenn man langfristig anlegt.


Ja, wie bereits vor ein paar Tagen erwähnt, gibt es bei einem Ausfall, einer Insolvenz des Emittenten oder Swap-Kontrahenten ein Verlustrisiko von max. 10 % vom Fondsvermögen. Bei den db-xtracker-Fonds ist die Deutsche Bank Swap-Kontrahent, wer bei den DB-Platinum Fonds Swap-Kontrahent ist, geht aus dem Flyer nicht hervor.
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Beitragvon Fondsfan » 13.05.2008 07:34

@ thallo

Aber ein Unterschied besteht hier bei allen sonstigen
Risiken:

Die Produkte DB Platinum sind Fonds, es gibt also zunächst
mal kein Emittentenrisiko, und die Kontrakt-Risiken müssen
lt. Investmentgesetz diversifiziert werden.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 14.05.2008 09:03

Man sollte aber für Neuanlagen ab 2009 zur Reallokation ein anderes Depot verwenden, da bei Teilverkäufen im alten Depot die FIFO-Methode des Finanzamts zuschlägt.

guter tipp!

Obwohl viele ihr Depot bei der Ländergewichtung am BIP oder der Marktkapitalisierung gewichten

Für mich ergibt das keinen Sinn. Warum soll die Performance bei einem hohen BIP oder Marktk. höher sein als bei niedrigem?

hat für mich persönlich der MSCI World mit fast 50 % einen zu hohen USA-Anteil. Ich möchte keine Länderwette auf die USA, weshalb ich den MSCI World mit dem MSCI Emerging Markets und anderen ETFs ergänze. Als Value Fan mische ich hier einige passive Value- und Dividendenfonds hinzu: DB X-TRACK.DJ STOXX Global.Select Dividend 100 und/oder ISHARES DOW JONES ASIA PACIFIC SELECT DIV, ISHARES DJ EURO STOXX VALUE.
Die genaue Länder-Gewichtung habe ich noch nicht endgültig festgelegt.


Msci World : ungünstige Allocation, schwache Ergebnisse - will ich mir nicht in das Depot legen. Die andren: für mich total unklar, welche ich da nehmen sollte. Ländergewichtung auf Sciht von 5, 10 oder 20 Jahren festlegen: reines Glücksspiel meine ich. Daher überlass ich diesen Auswahl lieber einem Fondsmanager (Dachfonds, Mischfonds, weltw. invest. Fonds), bleibe bei aktiv geman. Fonds.
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Beitragvon schneller euro » 14.06.2008 13:24

DB PLATINUM DYNAMIC AKTIEN PLUS R1C (A0ET1P)
"Die Gewichtung des Dynamic Aktien Plus Index ist dynamisch und regelbasiert, wobei der Anteil des Aktienindex in Abhängigkeit von der relativen Wertentwicklung der beiden Anlageklassen zwischen 50% und 90% liegt."

-> kann man die aktuelle Gewichtung irgendwo einsehen?
Auf Anhieb habe ich bei x-markets nichts gefunden.
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Beitragvon Taler » 15.06.2008 17:47

schneller euro hat geschrieben:DB PLATINUM DYNAMIC AKTIEN PLUS R1C (A0ET1P)
"Die Gewichtung des Dynamic Aktien Plus Index ist dynamisch und regelbasiert, wobei der Anteil des Aktienindex in Abhängigkeit von der relativen Wertentwicklung der beiden Anlageklassen zwischen 50% und 90% liegt."

-> kann man die aktuelle Gewichtung irgendwo einsehen?
Auf Anhieb habe ich bei x-markets nichts gefunden.


-> wegen Funktionen besser Internet Explorer, nicht Mozilla Firefox nehmen

-> https://index.db.com/servlet/home

dann -> Traded Index Products
dann -> Dynamic
dann -> Aktien Plus

-> Tabelle "Constituents Breakdowns" oder die rechts oben stehende Grafik

Du kannst in dieser Tabelle im Klappmenü verschiedene Funktionen aufrufen, z.B. die Performance der beiden Teilindizes. Was mir nicht ganz klar ist, was das "bps" bei Euro Value Index with 10bps, bzw. DBCLI MR with 80bps bedeutet ?
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Beitragvon schneller euro » 23.06.2008 12:32

@Taler: danke für die Info. Die aktuell ca. 45%-ige Gewichtung von Aluminium bei der Rohstoff-Komponente erscheint etwas bedenklich.
Interessant ist auch der folgende Chart:
Bild
Warum im Sept. 06 und Juni 07 die Aktienkomponente so hoch gewichtet wurde und nun seit fast 10 Monate keine Veränderung mehr statt fand, ist mir auf Anhieb auch nicht so ganz klar.
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Beitragvon Taler » 24.06.2008 10:00

schneller euro hat geschrieben:@Taler: danke für die Info. Die aktuell ca. 45%-ige Gewichtung von Aluminium bei der Rohstoff-Komponente erscheint etwas bedenklich.


Heizöl und Rohöl waren vor einigen Monaten noch - wenn ich mich richtig erinnere - mit zusammen über 60 % gewichtet. Die im zurückliegenden Zeitraum am stärksten gestiegenen Komponenten werden untergewichtet, die am wenigsten gestiegenen Rohstoffe werden übergewichtet. Hierzu die FTD gestern:

(...)Einen anderen Ansatz verfolgt die Deutsche Bank mit dem Platinum-Commodity-Fonds, der nur in die sechs liquidesten Rohstoffe investiert: Roh- und Heizöl, Aluminium, Gold, Weizen und Mais. Fondsmanager Jürgen Faltl sieht die Preise im ständigen Auf und Ab: "Wir gehen davon aus, dass ein Rohstoffpreis, der gestiegen ist, auch irgendwann wieder fallen wird. Deswegen investieren wir in Rohstoffe, die unter ihrem langjährigen Durchschnittspreis notieren, und verkaufen, wenn sie deutlich gestiegen sind." Öl sei aktuell keine Kaufposition. "In der letzten Abwärtsbewegung haben wir Öl zugekauft. Seit der Preis über 115 $ liegt, verkaufen wie nach und nach", sagt Faltl. Das Prinzip konnte in der Vergangenheit überzeugen.

Beim neuen Fonds für landwirtschaftliche Rohstoffe, der auf sieben Sorten setzt, wird die Strategie nicht angewandt. Denn eine Wette darauf, dass die Preise langfristig zum Mittelwert zurückkehren, ist bei Agrargütern riskant. Kurzfristige Schwankungen wegen wetterbedingter Ernteausfällen gefährden die Strategie. Dafür orientiert sich der Fonds am Handelsvolumen der Rohstoffe und stellt die Ausgangsgewichtung regelmäßig wieder her.
(...)

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/investmentfonds/:Strategien%20Fondsanleger%20Direkt%20Rohstoffboom/376435.html


schneller euro hat geschrieben:Warum im Sept. 06 und Juni 07 die Aktienkomponente so hoch gewichtet wurde und nun seit fast 10 Monate keine Veränderung mehr statt fand, ist mir auf Anhieb auch nicht so ganz klar.


Der enthaltene Rohstoffindex ist seit 10 Monaten in den beobachteten 14-Tagesintervallen stärker gestiegen als der Aktienindex.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 02.07.2008 16:15

schneller euro hat geschrieben: Die aktuell ca. 45%-ige Gewichtung von Aluminium bei der Rohstoff-Komponente erscheint etwas bedenklich.
.......




hier denkt jemand über Aluminium nach:
Fondscheck/Rohstoff-Report
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Beitragvon Fondsfan » 26.11.2008 20:10

Die Fonds der Platinum-Reihe haben in letzter
Zeit durchweg einen verheerenden Absturz
erlebt.

Das Konzept scheint doch seine Schwächen zu
haben.
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