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Moderator: Antagon

Turon
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Beitrag von Turon »

Hi Antagon (und Gruß von Ex Gründer von TI)

Ich beobachte das Hartgeld.com eher aus reiner Sensationssucht, weil mehr als Bild Zeitung ist Walters Forum ja nicht. (Und um Gottes willen will ich nicht, dass hier eine Empörungswelle rüber schwappt).

Hey... ich kann ja auch schreiben, wenn ich hier paar Jahre dabei bin, daß mich
besorgniserregende Mails erreichen. Der Eichelburg mit seinem Hartgeld.com kann auch theoretisch nichts weiter sein, als Satiriker. Das hatten wir schon in unserer Laufbahn, zu Hauf.

Auf der anderer Seite kann man sich ja gut umhören, wie die Goldgemeinde tickt.
Ich lese gerne diese Kommentare auch, trotzdem denke ich dass Geld nicht mit Spekulation verdient wird in der Masse sondern mit Arbeit. OK?

Ja, ich bin fester Überzeugung dass der Goldmarkt manipuliert wird. Das ergibt sich aber nicht, aus der Tatsache, daß irgendjemand das behauptet, sondern aus der Tatsache, dass man mit Papierkäufer jedes beliebige Spiel treiben kann, wenn man die Masse dazu hat. Ob das nun mal die Leute sind die Euch gesagt haben, daß sie es so vorhergesagt haben, oder ob das Leute sind, die jetzt urplötzlich erklären Goldmarkt ist tot.... da kann man darüber wirklich schmunzeln.

WAS WICHTIG IST:

Gold ist kein Spekulationsobjekt. Das hat man. Wenn die Gacke am Dampfen ist, da wird sich die Spekulation darauf von alleine ergeben und dann denke ich sollte man es haben.

Wenn man es dann nicht hat (in Zeitalter, wo die EU Kunden der Banken, Sparer, Investoren usw. (angeblich erst ab 100.000 Euro zur Mithaftung verpflichten will)...
dann weiß ich auch nicht mehr wozu man es sonst haben sollte?

In einem hat Eichelburg und zahlreiche andere auch Recht. Die Leute unterliegen sehr oft der Täuschung, dass Papiergold und Gold in etwa das Selbe ist. Jedenfalls wenn es wirklich hart auf hart kommt.

Das sollte man stets im Auge behalten, was ich aber dann definitiv nicht sagen kann, ob es dann bei 400 Dollar oder einer Milliarde steht, wenn dieser Fall kommt.



;)
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oegeat
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Beitrag von oegeat »

Die welt .........

ich finde das lustig kann man was nicht erklären oder hat wovon kein Ahnung wird Verschwörung gerufen.....
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martinsgarten
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Beitrag von martinsgarten »

Das bringt etwas Licht ins Dunkel.
Ob der ETF = Gold ist ?
Jeder wie er mag.


Gold: Anlagegurus verlieren Millionen auf einen Schlag

Dienstag, den 16. April 2013 um 13:49 Uhr

Die beiden Milliardäre John Paulson und David Einhorn sind stark in Gold investiert. Über eine halbe Milliarde Dollar hat der Kurssturz innert zwei Tagen vernichtet.

Mit ihren Hedge-Funds haben sich John Paulson und David Einhorn zu Milliardären hochgearbeitet und geniessen in der Branche ein hohes Ansehen. Gerne etwas weniger Beachtung hätten die beiden Fund-Manager in Bezug auf ihre Gold-Investments gehabt.

Der Einbruch des Goldpreises vom Freitag und Montag hat in den Kassen von Paulson und Einhorn ein tiefes Loch hinterlassen. Zusammen haben die zwei Fund-Manager in den beiden Tagen rund 640 Millionen Dollar verloren, rechnet das Wirtschaftsmagazin «Forbes» vor.

Paulson hat mit seinem SPDR Gold ETF massive Verluste eingefahren, während Einhorn mehr Geld durch seine Position auf ETFs von Goldminen-Unternehmen verloren hat, schreibt «Forbes», und beruft sich auf die Daten der Securities and Exchange Commission, dem US-Börsenregulator.
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein, 1879–1955)
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Beitrag von Turon »

@ Gerhard; was ich oben nicht geschrieben habe.... Ja, ich rechnete von vornherein mit Kursabstürzen, das ist Börse. Ich mag nur eben keine Papierwetten auf diese Investments und zwar aus dem einfachen Grund, weil der Preis für Silber und Gold nun mal gemanagt wird.

Ja, man kann mir die üblichen Verschwörungstheorien in diesem Sektor vorwerfen, aber wenn Transaktionen über OTC Markt unter Ausschuss der Öffentlichkeit erfolgen (und das ist so) dann ist dieser Markt vollkommen intransparent.

Die meisten Leute wissen nicht, dass LMBA (also die Silbermarktbörse) unmittelbar nach Ausbruch der II Weltkrieges für die Öffentlichkeit geschlossen wurde. Sie kam vollständig unter Kontrolle der englischer Krone. Nach dem Krieg wurde sie wieder "teilweise" geöffnet.

Es ist ein kontrollierter Markt, und ein Trader (insbesondere Trader die Derivate mögen) sollten diesen Zirkus meiden. Denn es ist nichts weiter als ein Zirkus. Dass erklärt auch, warum man den Markt nach oben und unten manipulieren kann.

Die Leute verdienen ihr Geld nicht mit dem physischen Umschlag, sondern nur mit Derivaten. Und Stillhalter sind generell 90% im Vorteil.... Ein kommunistischer Silber- und Goldmarkt also.
------------------------------------------

@martinshagen:

Ich kann ja nicht beurteilen, ob die Jungs "...Die beiden Milliardäre John Paulson und David Einhorn sind stark in Gold investiert. Über eine halbe Milliarde Dollar hat der Kurssturz innert zwei Tagen vernichtet. ....".

Tue mir bitte den Gefallen, und zitiere diese idiotische Presse nicht. Das ist wieder Bildzeitungsniveau (nicht von Dir, ich weiß). Nur mal so am Rande.... wenn ein größerer Kursrutsch an den Börsen passiert heißt bei "Brigitte", "Welt", "Spiegel"
und "Praline", aber auch dem "TV-Today".... diese Leute haben halbe Milliarde verloren. ;)

Es stimmt auch nur als Buchwert. OK? Das selbe würde passieren, wenn sie ihre Bestände aus freien Willen reduzieren würden, und zwar mit diesem Volumen auf einmal.

Was mich dann aber weitaus eher ärgert, dass diese gleichgeschaltete Presse, nichts darüber berichtet was Rio Tinto’s Kennecott angeht, oder Pascua-Lama Mine.
Zum selben Zeitpunkt kommt der Kursrutsch, die Anleger verkaufen, die ganze Presse ist voll von Meldungen ala Gold ist tot dabei ist der Hauptangriff wohl auf Silber gegangen.


Charttechnik mag eine Menge Infos liefern, aber sie bleibt stets beschränkt auf bestimmte Korridore. Daher Vorsicht... Gold/Silber Markt muss man anders anfassen...... gerade in Hinblick auf diese Pro-Argumentationen (ala Silber ist knapp und wird explodieren) oder auf die Argumentation der Goldgegner (totes Investment, bringt keine Zinsen)...


Nun mal was zu lachen. Oegeat dürfte ja noch Herr Maydorn kennen. Lange Zeit war der Verwalter vom Internetaktien, Urheber eines Börsenbriefes nicht dabei.
Urplötzlich lese ich auch von ihm das Kommentar, er wisse nicht was an Goldinvestment so toll sei, es bringt keine Zinsen....

Na wenn ich in diesen Kriterien denken würde, müsst ich gänzlich Aktien ausschließen. Aktien bringen zwar Dividende (also Verzinsung des Kapitals),
aber sie sind auch riskant. Ich nenne das Beispiel Telekom. Endlich ist auch mein Kursziel vor Zehn Jahren erreicht worden. 8 Euro. Das heisst wenn die Dividende 1 Euro je Aktie beträgt, muss der Käufer der Aktie 92 Jahre lang warten
bis er seinen Kaufpreis hat ;)
Zuletzt geändert von Turon am 16.04.2013 23:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von oegeat »

Turon hat geschrieben:@ Gerhard; was ich oben nicht geschrieben habe...............insbesondere Trader die Derivate mögen) sollten diesen Zirkus meiden. Denn es ist nichts weiter als ein Zirkus. Dass erklärt auch, warum man den Markt nach oben und unten manipulieren kann.
Die Leute verdienen ihr Geld nicht mit dem physischen Umschlag, sondern nur mit Derivaten. ............
wirklich erzählst mir nix neues und ich liebe den markt den für mich ist er anhand der Charts und dem ganzen rund herum berechenbar .. und ich verdiene gutes Geld damit !
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Beitrag von Turon »

ist doch ok...
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martinsgarten
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Beitrag von martinsgarten »

wie ich finde - das folgende ist eine gute Analyse:

Quelle

Diese vor allem in den letzten Tagen geäußerte These, nämlich dass die Edelmetallmärkte massiv manipuliert werden, greift dennoch zu kurz.
Ja, es gibt Anomalien und Unregelmäßigkeiten, und teilweise deutlich mehr als in anderen Märkten.
Und ebenso richtig ist es, dass zahlreiche Politiker und westliche Notenbanker Gold und Silber als Angriff auf ihr Papiergeldsystem und damit auf ihre Macht betrachten.
Wenn man sich jedoch die Geschehnisse der letzten Jahre vor Augen führt, wird klar wie verzweifelt und völlig überfordert die politische Klasse vor allem in Europa ist. Sie ist immer einen Schritt hinter den Märkten.
Immer getrieben und immer gezwungen panikartig irgendwelche (zumeist amateur- und fehlerhafte) Beschlüsse und Gesetze zu verabschieden, um irgendwie die Brandherde zu löschen.
Einen Masterplan gibt es außer dem krampfhaften Festhalten am Euroexperiment nicht
.
Vielmehr erscheint mir, dass sich durch die völlig ungeregelten Derivate-Märkte ein moderner Raubritterkapitalismus breit gemacht hat, in dem rücksichtslos jeder gegen jeden kämpft.
Dabei werden kurzfristig auch opportunistische Allianzen geschlossen. Banken und vor allem Hedgefonds jagen mittels computergesteuerten Handelsprogrammen (z.B. Hochfrequenzhandel) in Sekundenbruchteilen Milliardensummen um den Planeten.

Die Gründungsväter in den USA wussten ganz genau, warum sie nur Gold und Silber als gesetzliches Zahlungsmittel in der Verfassung vorschrieben.
Denn die Edelmetalle dienen als Anker und Stabilisator
.
Vor allem aber disziplinieren sie die Menschen im Umgang mit Geld und Kredit. Heute leben wir in einer Zeit, in der sich der Mensch immer mehr von der Natur gelöst hat.
Der Glaube an Technik und Fortschritt überwiegt alles.
Unser gesamtes Wirtschaftssystem ist nur noch mittels Kredit und Schulden funktions- und überlebensfähig.
In einem digitalen Geldsystem machen sich nun die Charakterschwächen der Menschheit zunehmend negativ bemerkbar.
Gier und Egoismus regieren die Welt. Dass es dabei zu Extremen kommen muss, ist die logische Konsequenz.
Einzelne Interessengruppen mit teilweise unbegrenzter Liquidität manipulieren alle Märkte nach Belieben und versuchen auf Teufel komm raus noch mehr Profit für sich zu erwirtschaften.

Wer sich daher auf Spekulation und vor allem auf Handel mit Kredit und/oder Hebel einlässt, muss sich dessen bewusst sein.
Wer hingegen konservativ, langfristig und antizyklisch handelt, muss zwar manche Geduldsprobe bestehen, dennoch besitzt dieser Anleger die genau gleiche Anzahl physischer Unzen wie vor einer Woche.
Panik ist immer ein schlechter Ratgeber.
Eine eigene Meinung, Ruhe und Abstand sowie konträres und konsequentes Handeln zeichnen erfolgreiche Anleger aus.
Wer sich auf Spekulation am Papiergoldmarkt einlässt, muss mit System und vor allem konsequentem Money Management (Positionsgröße, StoppLoss etc.) handeln.

Ich hatte in den letzten Wochen mehrmals drei Szenarien aufgezeigt. Dabei gab es auch eines für den „worst case“ (siehe Goldedition vom 06.03.13):
Szenario 3 „Gold steckt übergeordnet seit dem September 2011 in einem mittelfristigen Bärenmarkt und wird noch deutlich weiter zurücksetzen.
Die nächsten Kursziele wäre in diesem Fall 1.250,00US$ und 1.050,00US$“.
Dieses ist nun bestätigt.
Es scheint als wiederhole sich die Geschichte (siehe 1974-1976) und wir befinden uns aktuell in der letzten großen Korrektur, bevor die Edelmetalle zu ihrem ultimativen Höhenflug ansetzen werden

Damals von 35 auf ca. 200 dann runter auf 100 - dann in Richtung 800
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Beitrag von ist gegangen worden »

Ja,eine gute Darstellung.Sogar mich wundert es nun eigentlich,das Gold,gerade im aktuellen Umfeld,so abtaucht.Nun ja,einerseits bleibt die erwartete Hyperinflation aus,sogar inflationäre Tendenzen bleiben aus.Zudem,bläht sich die Geldmenge nicht auf.Und so,wie ich es beobachtet habe,reagierte Gold,das erste Mal kritisch,als aus den USA die ersten Stimmen zu hören waren,die Gerüchte um ein baldiges Ende des billigen Geldes in die Welt sendeten.
Ein Ende des Euros sehe ich da auch nirgendwo.
Erstens,was ist gegen einen Schuldenschnitt schon zu sagen,würde er kommen?
Wenn ich in ein Unternehmen investiere,das pleite geht,bleibt für mich am Ende nun mal auch nichts übrig.
Ein Staat geht also pleite,somit gehen deren Gläubiger leer aus.
So,nun kann das ganze Spiel von vorne beginnen.
Staat X leiht sich Geld von der Zentralbank ,das bei der Zentralbank auf der aktiv Seite auftaucht.
So Staat X vergibt damit neue Kredite,baut sein marodes Land auf,schafft somit Wachstum und kann seine Zinsen daraus an die Zentralbank zahlen.Allen geht es wieder gut,nur,dass das Geld und mögl. Reichtum somit auch neu verteilt wird.Zentralbank wird somit regelmäßig auf der passiv Seite bedient und schon sind aktiva/passiva gleich null!
Noch etwas zum Menschen und und der Aussage,das er sich immer mehr von der Natur entfernt hat.
Das ist ein glücklicher Umstand denn gibt es etwas schrecklicheres als die Natur?Wir leben auf einer Magma Kugel und inmitten des Universums,ist es wahrscheinlich zu 99,9% einer der einzigen Orte,wo derzeitig für ein paar Hunderttausend Jahre mal ein Leben möglich ist.
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oegeat
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Beitrag von oegeat »

martinsgarten hat geschrieben: Wer sich auf Spekulation am Papiergoldmarkt einlässt, muss mit System und vor allem konsequentem Money Management (Positionsgröße, StoppLoss etc.) handeln. ..........Es scheint als wiederhole sich die Geschichte (siehe 1974-1976) und wir befinden uns aktuell in der letzten großen Korrektur, bevor die Edelmetalle zu ihrem ultimativen Höhenflug ansetzen werden. .........Damals von 35 auf ca. 200 dann runter auf 100 - dann in Richtung 800
Ja, die Überlegung gefallt mir ... mit System muss man was angehen und wenn man es nicht selber kann oder noch nicht weiß holt man sich Rat von berufener Stelle. Zur Kursentwicklung dem kann ich was abgewinnen, Aber das Charttechnische Signal ist nicht da und daher weiter short .... und daher:

Der Anhänger der Technischen Analyse geht davon aus, dass slch alle relevanten Fundamentalinformationen (zu denen Tausende von Einzeldaten gehören, die kein Sterblicher zu verarbeiten imstande ist) im Kurs beziehungsweise in der Kursbewegung niederschlagen.
quelle: hier
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Beitrag von Turon »

Harmonicdrive und oegeat und martinsgarten. Hallo zusammen!

MICH WUNDERT DAS MITTLERWEILE NICHT. Ich werde versuchen in den nächsten zwei Wochen (kann sich verspäten) eine eigene Studie zum Silber und Gold Markt zu erstellen.

Sie wird aus meiner Sicht untermauern, was hier eigentlich vor sich geht, trotzdem wird das nachvollziehbar. Ein kleiner Vorgeschmack zum Nachdenken:

1) Wenn es stimmt dass Silberressourcen knapp sind, und Silber häufig als Nebenprodukt gewonnen wird, lohnt sich das Investment seitens der Betreiber in neue Minen wo Silber als Nebenprodukt gewonnen wird überhaupt nicht. Schaut man sich nämlich Preise für Kupfer und Zink usw., verdient man heute besser Geld mit einem Markt, wo Kupfer und Zink und andere Produkte gewinnbringend gefördert werden können.

2) Würde die Silberknappheit es notwendig machen - sei es durch gestiegenen Preis attraktiv machen neue Minen zu erschließen die ebenfalls Kupfer usw., produzieren, würde man sich den Markt komplett kaputt machen. Das heißt sie würden allesamt nicht profitabel.

3) Ein Preisschub für Silber würde das Metall definitiv in Augenfokus diverser Klein und Grossspekulanten rücken. Was konkret heißen würde, die industrielle Nachfrage würde zunehmend mit Geldanlageverhalten konkurieren müssen und diese kann bei eine Spekulationsblase unersättlich werden.

Sichtbar wird das erst wenn man sich Ereignisse um das Jahr 1980 vor Augen führt. Silber war damals in Reserven weitaus größer, der Herstellungspreis pro Unze lag bei einem Dollar, und Silber ging auf 50 Dollar hoch.

Mir wird es nicht in dieser Untersuchung gehen, irgendwelchen Verschwörungstheoretikern Munition in die Gewehre zu stecken. Es geht um wirtschaftliche Realitäten.

Das Problem ist aus meiner Sicht der. Durch Erhöhung der förderbaren Ressourcen und erhebliche Investitionen in neue Minen, macht man andere Marktpreise kaputt. Kupfer, Zink usw. Durch Erhöhung des Marktpreises, treibt man primiär das Anlageverhalten, es kommt dem industriellen Bedarf entgegen und ist schneller.

Dem zu Folge müsste man in reine Silberminen viel Geld versenken, es lohnt sich aber nicht weil weil ohne höhere Preise wäre das Fehlinvestment.


So gesehen wird auch ein Schuh draus warum sich Buffet aus dem Markt verabschiedet hat, und so gesehen ist es auch logisch, warum man Gold offensichtlich schlachtet, das Silber aber in den Medien so gut wie gar nicht erwähnt.


MfG. Turon
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martinsgarten
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Beitrag von martinsgarten »

das ging wohl im Trubel etwas unter ?
Bei so einer Nachricht kann der Preis nur fallen ?
Denn - sinkt das Angebot - fällt der Preis ?
Oder war es anders herum ?


Der deutschen Presse scheint es auch vollkommen entgangen zu sein, das Rio Tinto’s Kennecott Mine in Utah letzte Woche einen riesigen Erdrutsch erlitten hat und für Jahre hinaus nicht mehr fördern kann.
16% der U.S. Amerikanischen Silberproduktion haben sich damit, neben 500.000 Unzen Gold, auf unbestimmte Zeit in Luft ausgelöst

5 million ounces of annual silver supply and 500,000 ounces of annual gold supply have just been vaporized landslided.
Rio Tinto’s Kennecott mine in Utah- the US’ 2nd largest silver mine and world’s largest copper mine has just suffered a massive landslide which will likely shut down production at the mine for years as upwards of 1 billion tons of dirt and ore have collapsed into the basin.
..........
The total US mine output for silver in 2012 was 1,050 tons for 2012 or 30.6 million ounces, and US gold production was 230 tons, meaning Rio Tinto’s Kennecott accounted for upwards of 16% of total US silver supply, and 5% of US gold supply!!!

Quelle

PLUS das über Barrick gold am 10.04.13:
Baustopp auf Pascua-Lama-Mine
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Beitrag von Turon »

Als GEGENGEWICHT! Die mexikanischen Minen haben ihren Output um etwa 30% erhöht, und werden voraussichtlich die Verluste in Nettoproduktion im Jahre 2013
mehr als ausgleichen.

Nur so als Anmerkung: ich glaube nicht, daß der Kurssprung bei Silber/Gold über Fundamentals zu erwarten ist. Ich glaube der Kurssprung kommt dann, wenn die Leute sehen dass die Kurse steigen und tatsächlich auch noch woanders "gezippert" wird. Kann mir nicht vorstellen, dass Leute die mehr als 100.000 Euro auf dem Konto haben, ansonsten nichts mehr haben. (also Haus, Eigentumswohnung usw.). Für mich züchtet gerade die Bundesregierung, die EU-Regierung, aber auch USA eine Monsterhausse bei Edelmetallen.

Wenn es wirklich so ist, daß wir aktuell Silberknappheit aber auch Goldknappheit erleben.... dann sollte man sich an den Aktienmarkt 1998 erinnern.
Da haben Aktien auch nach 18-jähriger Hausse ausgedient. ;) Habe man damals so erzählt.
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Antagon
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Beitrag von Antagon »

(...)

Haase: Die typischen Argumente pro Gold überzeugen Sie nicht?
Cortés: Das Wissen der Goldbugs kann durchaus ein wertvolles Wissen sein, aber es nützt nichts bei der Interpretation von Chancen und Risiken der Goldpreisentwicklung. Meiner Meinung nach ist zu sehr darauf abgestellt worden, dass Gold eine Währung sei und dass die in Umlauf befindlichen, großen Währungen kollabieren könnten. Hingegen ist zu wenig verstanden worden, was sich im monetären Bereich institutionell verändert hat.

Haase: Beschreiben Sie bitte, was Sie genau meinen.
Cortés: Die wichtigste Veränderung liegt wohl darin, dass je nach Land zwischen 40 und 70 Prozent aller Finanzvermögen in den Händen institutioneller Anleger liegen, also Pensionskassen, Lebensversicherungen, Versicherungen überhaupt usw. Im Gegensatz zu Privaten können die Institutionellen nicht einfach hingehen, ihre Bankguthaben in Goldbarren tauschen und diese im heimischen Garten vergraben.

Haase: Aber sie können in Gold-ETFs investieren und haben das ja auch getan.
Cortés: Ja natürlich. Aber die ETFs sind ja auch ein Teil vom Finanzsystem.

Haase: Das Risiko eines Währungszusammenbruchs beim Dollar, Euro oder beispielsweise Yen sehen sie nicht?
Cortés: Es gibt das Risiko von Auf- und Abwertungen und auch das Risiko von Bankruns. Doch laufen letztere heute auf eine ganz andere Weise ab als früher. Ein Banksturm vollzieht sich heute z.B. durch den Transfer von Vermögenswerten in großen Mengen von spanischen zu deutschen Banken oder von Bank- in Staatsanleihen. Da gibt es enormen Stress im Finanzsystem, aber es kollabiert nicht. Das ist ein modernes Finanzsystem.

Haase: Also ein Vermögenstransfer von Süd- nach Nordeuropa verursacht also keinen Finanzkollaps, weil auf der Gegenseite die EZB steht und quasi automatisch via Target2 einspringt?
Cortés: So ist es. Und dann haben wir Gold. Angenommen, das System würde kollabieren, dann dürfen Sie ja nicht einmal mehr als 10.000 Euro in der Tasche haben. Was wollen Sie denn mit Gold tun? Da müssten Sie schon ein Schwarzmarkt-Charakter sein, um mit Gold besondere Vorteile herausschlagen zu können. Ich habe ja nichts dagegen, wenn jemand Goldmünzen haben möchte, insbesondere wenn der Goldpreis steigt, aber nicht um zu überleben in einem Supergau.

Haase: Wenn es wirklich wieder erwarten doch zum Kollaps käme, wäre vermutlich ein Gewehr hilfreicher als Gold?
Cortés: Völlig richtig. Denken Sie nur an die Warenbewegungen heutzutage. Wir bekommen ja viel Gemüse und Obst von weit her und dafür muss das Zahlungssystem funktionieren. Was nützt es, Gold zu haben, wenn das Währungssystem kollabieren würde und wir nicht einmal Lebensmittel hätten? Um das vielleicht nochmals zu präzisieren: Ich behaupte keineswegs, dass wir gar keine Inflation haben, doch die drei wichtigsten Voraussetzungen für eine Hyperinflation mit anschließendem Währungskollaps sind derzeit einfach nicht gegeben. Weder steigt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, noch wächst die Geldmenge M2 deutlich schneller als das Bruttoinlandsprodukt und auch die Auslastungsquote der Produktionskapazitäten liegt klar unter 85% - außer im Luxusbereich. Die Luxusgüterpreise steigen denn auch tatsächlich stark – aber eben nur die.


KommentarSein Argument der institutionellen Veränderung im monetären Bereich trifft m.E. zu - mit der Betonung auf derzeit. Ich gehe fest davon aus, dass die institutionellen Adressen die Edelmetalle noch "entdecken" werden - wie häufig aber zum falschen, weil zu späten Zeitpunkt, d.h. erst während des großen Finales. Wer glaubt, Edelmetalle via ETF zu besitzen, hat in meinen Augen ohnehin nichts verstanden.

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Beitrag von k9 »

Antagon hat geschrieben:...... Ich gehe fest davon aus, dass die institutionellen Adressen die Edelmetalle noch "entdecken" werden - wie häufig aber zum falschen, weil zu späten Zeitpunkt, ........
Ich denke, dass sie das nicht tun werden, weder jetzt noch später.

Sie müssen ihren Kunden Mindestverzinsungen garantieren, die sie
bedienen müssen - und das geht mit Edelmetallen nicht weil diese
ein rein spekulatives Investment sind.

Die Basis für Institutionelle werden immer Anleihen bleiben, mag die
Verzinsung auch noch so gering sein. Wichtiger ist die damit verbundene
Garantie des Emittenten, mag dieser auch noch so verschuldet sein.

Im Anleihebereich wird es möglicherweise Verschiebungen geben.
Hin zu Corporates, hin zu Schwellenländer-Anleihen - in geringem
Umfang. An staatlichen Garantien, also an Staatsanleihen, wird auch in
Zukunft kein Weg vorbeiführen.

Aufgepeppt wird das Ganze mit Dividendentiteln, in homöopathischen
Dosen.

Leidtragender wird der Versicherungsnehmer sein, der Rentenempfänger.
Das ist ja heute schon so. Der großen Masse wird das egal sein. Ihr ist
nicht wichtig, wieviel es gibt sondern dass es was gibt - und zwar garantiert.

Gruß k9
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
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Beitrag von oegeat »

k9 hat geschrieben:.........Leidtragender wird der Versicherungsnehmer sein, der Rentenempfänger.Das ist ja heute schon so. Der großen Masse wird das egal sein. Ihr ist nicht wichtig, wieviel es gibt sondern dass es was gibt - und zwar garantiert.
in meinem Verwandten bekannten Kunden kreis hat keiner eine klassische VS / Renten VS da habe ich seit nun rund 20 Jahren alle geimpft Fondsgebundene VS zu haben aus Steuerlichen Gründen, denn bei uns war das schon immer ein Thema das am ende dei Steuer kommt und vom Gewinn was will....... das fallt aber bei einer VS die 4% einmalig ist weg.

hier aus der Steinzeit ...muss 99/00 oder so gewesen sein als ich das noch auf einem "Gratisserver" stellte !
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Beitrag von Antagon »

k9 hat geschrieben:Ich denke, dass sie das nicht tun werden, weder jetzt noch später.
Hallo k9. Nun, hier unterscheiden sich unsere Ansichten. Deinen Aussagen aus der Vergangenheit entnehme ich, dass Du nicht an eine tektonische Verschiebung der Macht- bzw. Finanzverhältnisse in den nächsten Jahren glaubst. Genau diese erwarte ich - und darauf ist meine langfristige Anlagestrategie ausgerichtet. Ich erwarte u.a. drastische Verwerfungen im Anleihemarkt, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten allenfalls im Kleinen gesehen haben (jüngst z.B. bei Hellas). Bezogen auf die Institutionellen: Da freue ich mich schon diebisch darauf, wenn die Herren in Panik geraten, weil ihnen die Felle davonschimmen. Ob dann noch "rationale" Anlageentscheidungen getroffen werden? ;) Die meisten werden m.E. mit dem Anleihemarkt untergehen, weil sie ebenfalls zu den "Zentralbankgläubigen" gehören, eine der wohl kuriosesten Massenhysterien aller Zeiten (Claus Vogt).
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Beitrag von oegeat »

Ich geh davon aus das EZB, FED und BOJ sowei China und Co einfach die Staatsanleihen aufkaufft, dei Fed kaufft seit nun 5 Jahren alles auf was es gibt der USA Staat ist seit 5 Jahren Pleite keiner kaufft mehr in dem Umfang Anleihen wie die verkauffen müssten.

Fazit die Noten banken kauffen alles auf was geht und wenn alle Anleihen weg sind dann ist dei Infaltion auch dem entsprechend hoch so das man einfach ein Währungsschnitt sinn hat.
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Beitrag von k9 »

oegeat hat geschrieben:......
in meinem Verwandten bekannten Kunden kreis hat keiner eine klassische VS / Renten VS da habe ich seit nun rund 20 Jahren alle geimpft .....
Dann hast du da sehr erfolgreich eine sinnvolle
und für deine Verwandtschaft lohnende Arbeit
geleistet.

Du wirst aber zugeben, dass der Querschnitt
deiner Verwandtschaft nicht annähernd repräsentativ
für den Querschnitt der Bevölkerung ist - weder in Ö
noch in D.

Gruß k9
Zuletzt geändert von k9 am 09.06.2013 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Kato
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Beitrag von Kato »

der artikel von Claus vogt koennte auch von M&W sein, die schreien seit ca. 5 Jahren den großen Crash herbei, weltuntergang usw. und was ist passiert, das Gegenteil, ja irgendwann wird es wieder einen crash geben, wenn man 10 jahre lang schreit, es crasht, wird man irgendwann recht haben, hat aber einige 100 % nicht mitgenommen,

bringt mir nichts, dann lieber nicht volle pulle im markt, aber immer schön dabei, und wenn es knallt, fallschirm ziehen.

Gr kato
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Beitrag von k9 »

Antagon hat geschrieben:.....Deinen Aussagen aus der Vergangenheit entnehme ich, dass Du nicht an eine tektonische Verschiebung der Macht- bzw. Finanzverhältnisse in den nächsten Jahren glaubst. Genau diese erwarte ich.
......
Antagon, so ist es.

Auch mir sind deine Beitrage der Vergangenheit durchaus gegenwärtig
und ich habe alle Achtung vor den Ergebnissen deines Trading-Ansatzes
insbesondere bei Gold und Silber.
Ich glaube jedoch nicht, dass Edelmetalle jemals wieder eine relevante
Rolle im globalen Geld- bzw. Währungssystem einnehmen werden.
Den entscheidenden Faktor nennst du selber:

Macht. Wer die politische Macht besitzt, arbeitet in im globalen
Wirtschaftssystem zusammen mit denen, die die finanzielle Macht
in den Händen halten: Banken und Großkonzerne.

Man ist miteinander verzahnt, voneinander abhängig und steuert die
Gesetzgebung so, dass man gegenseitig davon profitiert. Und wenn es
sein muss, rettet man sich gegenseitig.


Dieses System hat sein Fundament in der Kreditschaffung aus dem Nichts,
Fiat Money. Und ich glaube nicht, dass es irgendetwas gibt, was dieses
System grundlegend verändern könnte. Ja, es wackelt und kriselt, manches
mal erheblich. Das ist es aber auch schon.

Wer die Macht in den Händen hält, wird niemals zulassen, dass die
systemische Grundlage dafür nachhaltig angegriffen wird.


Das habe ich hier in diesem Forum schon vor langer Zeit und wiederholt
gesagt.

Die Regierungsform in den tragenden westlichen Nationen ist eine Art
moderne Plutokratie die sich in den Mantel einer Demokratie hüllt und
deren Elemente (Wahlen, Parlamente) zu Hülsen verkommen läßt, die
sie wie Rituale benutzt um die eigenen Macht zu stärken. Substantiell
ist sie eine Diktatur, deren diktatorische Schaltzentralen in Brüssel
und in den großen westlichen Zentralbanken residieren.


Überlege mal, wie lange zahlreiche Stimmen in diesem und in anderen
Foren, in Blogs und in kritischen Medien dieses System schon am Abrund
sehen. Mal fliegt uns der Euro um die Ohren, mal versinkt Griechenland
im Schuldensumpf, mal sind Spanien, Portugal und Italien pleite. Zur
Zeit schiesst man sich auf Frankreich ein ....... und was passiert wirklich:

Nichts, die Märkte spielen das, beruhigen sich wieder
und spielen es erneut.


Und das wird immer wieder so passieren. Wie weit man das treiben kann,
siehst du an Japan. Der Nikkei seit 1990 ein Trauerspiel, die Verschuldung
ultra, die Demographie eine Katastrophe. Soweit die Statistik. Und die
Realität ? Die großen Konzerne dominieren nach wie vor die Welt und die
Bevölkerung freut sich über Staatsanleihen mit Null-Kupon. Das geht auch
hier und das wird auch so kommen.

Spiel dieses Spiel einfach mit. Dass du die Dinge traden kannst, hast du
bewiesen - also: so what ?


Im Übrigen: Wenn Gold zu stark wird, wird es verboten - so einfach ist das.

Gruß k9
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oegeat
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Beitrag von oegeat »

k9 hat geschrieben:Im Übrigen: Wenn Gold zu stark wird, wird es verboten - so einfach ist das.
genau so einfach ist das ! Gold ist Müll eine Aussage die ich vor Jahren schon sagte und einiges an Kritik zu hören bekam ! Klar mit Müll kann man auch gute Geschäfte machen sieh Mafia Italien - LOL
Also ein taktisches Investement und nichts langfristiges. :wink:
Denn die Mächte die keine zulegende Notirung haben wollen sind stärker.
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Antagon
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Beitrag von Antagon »

k9 hat geschrieben:Wer die Macht in den Händen hält, wird niemals zulassen, dass die systemische Grundlage dafür nachhaltig angegriffen wird. (...) Spiel dieses Spiel einfach mit.
Absolut nichts gegen Deine Argumentationskette einzuwenden, k9. Gewohnt schlüssig auf den Punkt gebracht. Dennoch unterschätzt Du m.E. die Dynamik der kommenden Ereignisse bzw. überschätzt die Kontrollfähigkeit derjenigen, die derzeit die Macht haben. Genau dort sehe ich die Bruchstelle. Am "Spiel" nehme ich nicht teil, weil es mich in meinem innersten Kern anwidert. Ich kann hier über die Gruppe, die ich meine, leider nicht so offen schreiben wie ich gern wollte.
Kato hat geschrieben:dann lieber nicht volle pulle im markt, aber immer schön dabei, und wenn es knallt, fallschirm ziehen.
Die entscheidende Frage ist eben, ob jemand "Aussteigen" ruft, kurz bevor das Kettenkarusell aus der Fassung springt. Wenn Du dann im noch im Sitz hängst, wird´s ungemütlich. Mir ist das Risiko im Karusell zu hoch, auch wenn´s die letzten Jahre wieder rund ging. Im Crash-Fall verliere ich 10% meines Depots - eben den Teil, mit dem ich arbeite. Ich will erst die Bereinigung sehen.
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Beitrag von k9 »

Antagon hat geschrieben:......
Dennoch unterschätzt Du m.E. die Dynamik der kommenden Ereignisse bzw. überschätzt die Kontrollfähigkeit derjenigen, die derzeit die Macht haben. Genau dort sehe ich die Bruchstelle. ......
Wir werden sehen wie es kommt und was passiert.
Spannend wird's allemal und Vorsicht bleibt die
Mutter der Porzellankiste.

Bis es soweit ist, sollte man die Dinge nutzen und sich
ein Polster verschaffen. Wie, muss jeder selber wissen,
es gibt verschiedene Wege und Möglichkeiten.

Das Polster sichern wird dann schon schwieriger .....

Gruß k9
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Beitrag von martinsgarten »

Folgendes von Antagon entnehme ich einmal 1:1

Hallo k9. Nun, hier unterscheiden sich unsere Ansichten. Deinen Aussagen aus der Vergangenheit entnehme ich, dass Du nicht an eine tektonische Verschiebung der Macht- bzw. Finanzverhältnisse in den nächsten Jahren glaubst. Genau diese erwarte ich - und darauf ist meine langfristige Anlagestrategie ausgerichtet. Ich erwarte u.a. drastische Verwerfungen im Anleihemarkt, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten allenfalls im Kleinen gesehen haben (jüngst z.B. bei Hellas).
Bezogen auf die Institutionellen: Da freue ich mich schon diebisch darauf, wenn die Herren in Panik geraten, weil ihnen die Felle davonschimmen.
Ob dann noch "rationale" Anlageentscheidungen getroffen werden? ;)
Die meisten werden m.E. mit dem Anleihemarkt untergehen, weil sie ebenfalls zu den "Zentralbankgläubigen" gehören

Nicht nur das - sie sind Teil des Systems und in ihm gefangen.
Es ist ein geschlossener Kreis
Staatsverschuldung - Anleihen - Lebensvericherung - Altersvorsorge in KLV`s

Interessant folgendes:


Russland schlägt den anderen BRICS-Staaten einen Plan zur Demontage des US-Dollars vor
Geschrieben von: Valentin Mândrăşescu - http://www.luftpost-kl.de

Russland will zusammen mit den anderen BRICS-Staaten eine schrittweise Ablösung des US-Dollars als Weltreservewährung durchsetzen

Der Status des US-Dollars als Weltreservewährung verschafft den USA eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Staaten. Die wichtigsten Waren der Welt werden in Dollars bewertet und in Dollars gehandelt, selbst wenn sie nicht in den USA produziert werden. Weil das Finanzsystem der Welt auf dem Dollar beruht, kann die Federal Reserve (das Zentralbank-System der USA, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_System ) die Inflation in andere Staaten exportieren, während sich die US-Regierung ungestraft ein riesiges Defizit leisten kann.
..........................................

Vielleicht kommt D besser aus der Nummer raus, wie der Rest.
Russland + D das passt - auch historisch - vor dem Schnauzbart !
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Beitrag von k9 »

@martinsgarten

Du kannst es drehen und wenden wie du willst.
Letzten Endes landest du bei der Frage: kommt die von Antagon prophezeite
"tektonische Verschiebung" oder kommt sie nicht.

Kommt sie nicht, wovon ich ausgehe, werden uns Anleihen für alle Zeiten
erhalten bleiben. Ohne sie geht es nicht. Sie bilden das Fundament von
Staats- und Unternehmensfinanzierung und sind elementarer Bestandteil des
Kreditsystems.

Der Anleihemarkt ist das größte Marktsegment überhaupt und Ja, es wird
massive Verwerfungen geben. Es kommt aber darauf an, wie du in diesem
Segment navigierst. Da gibt es genug Möglichkeiten zwischen Laufzeiten-
Management und geschicktem Springen zwischen den einzelnen Bonitäten,
Teilsegmenten und Regionen. Ich verlasse mich da auf Fondsmanager
mit entsprechender Erfahrung.

Für Privatanleger gilt übrigens nach wie vor: Halten bis zur Fälligkeit und
du kannst dir den kommenden Spuk seelenruhig anschauen. Dass der
Emittent nicht pleite geht, dafür steht die EZB schon gerade (mag man
als Anhänger der ehemaligen soliden Bundesbank-Politik davon halten
was man will).

Kurz: Bricht das System nicht zusammen, wird es auch die kommenden
Verwerfungen am Anleihemarkt überleben - und zwar locker.

Gruß k9
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martinsgarten
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Beitrag von martinsgarten »

@ Hallo k9,
ich las gerade im Fondbereich die Beiträge zu M&W.
Fazit: ich bin und bleibe so sturr wie dieser Fonds.
Und es kostet mich nicht einmal Gebühren.
Aus dieser Verschuldungsnummer kommt der Westen nicht mehr ohne Blesuren raus.
Das kann sich noch schleppen, ABER auch ganz schnell gehen.
Und da ich den Zeitpunkt nicht kenne lasse ich weder auf Aktien noch auf andere Bit+Bytes ein.
Den Zyperntest sollte man ihm Hinterkopf haben.
Nur 100.000 werden nicht erhalten bleiben.
Das schlägt viel früher zu und geht in Summe über alle Anlageformen
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Beitrag von k9 »

@martinsgarten

M&W ziehen ihr Ding durch, zumindest konsequent ohne Abstriche ist das.
Auch möglich, dass sie Recht behalten/bekommen. Ich glaube allerdings
nicht dran.

Ich bin auch weit davon entfernt, die Entwicklungen der letzten 3-5 Jahre
zu beschönigen - das macht mir genauso Angst wie dir. Nur, dass ist einfach
an die Selbstheilungskräfte des Systems glaube. Nicht als eine Art Wunder,
das aus aus irgendeiner Ecke unverhofft kommt sondern als Konsequenz
einer Logik, die es verbietet, den Ast abzuschneiden, auf dem man sitzt.

Ja, Zypern war mehr als ein Warnsignal. Aber auch dort gab es Gewinner.
Nämlich die, die ihre Kohle vorher in Sicherheit bringen konnten. Das waren
keineswegs nur Superreiche, es waren auch einfache Leute, die wach waren,
weil sie sich informiert und Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatten.

Ja, auch hier wird der Zeitpunkt kommen, wo die Masse geschoren wird.
Es passiert ja schon, jeder KLV-Policen-Besitzer ist betroffen, nur merkt
er es in den seltensten Fällen bevor es zu spät ist.

Und so ist das Mittel der Wahl für alle: wach bleiben, sich informieren
und rechtzeitig die richtigen Hebel betätigen. Genau diese Diskussion,
die wir hier führen, ist ein Teil davon und in sich schon wichtiges Element
einer Vorsorge. Du gehst den Weg anders als ich - gehen tun wir aber beide.
Was uns von der Masse unterscheidet.

Gruß k9
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Beitrag von martinsgarten »

Nur, dass ist einfach an die Selbstheilungskräfte des Systems glaube. Nicht als eine Art Wunder,
das aus aus irgendeiner Ecke unverhofft kommt sondern als Konsequenz
einer Logik, die es verbietet, den Ast abzuschneiden, auf dem man sitzt.

Das ist eine gute Grundlage für weitere Sätze.
An Selbstheilungskräfte des "Systems" glaube ich nicht.
Den wer ist den das System ?
Bin ich es, sind wir es beide ?
Oder sind wir nur mittendrin und den Dingen wahllos ausgeliefert.
Ich denke letzteres ist der Fall.
Das System sind für mich Leute, die an jeder Hand fünf Daumen haben, nichts praktisches mit sich anfangen können (Bsp. C.Roth + A.Nahles)
Solche Leute klammern sich daran.
Da ist er der oben angesprochene ast..
Ab einer bestimmten Einkommensklasse ist man sicher an einem "Weiter so" interessiert.
Es werden aber immer mehr Leute denen steht jetzt schon das Wasser bis zum Hals.
Ohne Anspielung auf das Hochwasser, es werden aber damit noch einmal tausende dazukommen, die vor dem NICHTS stehen werden.
Die Absicht des Systems über schleichende Geldentwertung Schulden real abzubauen verzögert zwar, löst aber nichts
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Beitrag von k9 »

Roth und Nahles sind belanglose Marionetten, die die Funktion haben,
größtmögliches Wählerpotential temporär zu binden. Dreht sich der Wind,
werden sie ausgewechselt gegen andere, die dem Zeitgeist der Zielgruppe
dann besser gerecht werden.

Die Mächtigen sind andere (s.o.) und wir beide stehen in der Tat dazwischen
und werden hin und her geworfen. Unsere Chance ist, dass wir für diese
uninteressant sind und dass man uns daher gerne ein paar Brosamen gönnt,
jedem auf seine Weise. Wir können gegen das System nicht anstänkern
und sind daher nicht von Bedeutung.

Du kannst das einfach mitspielen und dich mit deiner Rolle zufrieden geben.
Du kannst aber auch schmollen und dich irgendeiner protestierenden Gruppe
hinzugesellen. Es interessiert nicht wirklich.

Überschätze nicht sogenannte Sachzwänge, die nichts weiter als Statistik
sind.
Miss nicht irgendwelchen Bloggern, die dir aus der Seele schreiben, irgend-
eine hervorragende Bedeutung zu.
Halte nicht irgendwelche Eiferer aus der Goldecke für große Wahrheitsauf-
decker.
Sieh in journalistischer Brillanz, die sich progressiv-alternativ gibt und aus
dem "richtigen" Lager kommt nicht mehr als Unterhaltungslektüre für
Gleichgesinnte.
Glaub nicht, dass ein paar tausend Zwitscherer, die einen auf Sand
gebauten Staat aushebeln können, dies auch in der alten Welt schaffen.

Und unterschätze nicht die, die ihren Willen durchsetzen - einfach nur
deshalb weil sie das Instrumentarium dafür haben, völlig egal wie absurd
das Ganze auch sei.

Die Masse bleibt tumb und läßt sich willig scheeren - das bleibt auch so.

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Beitrag von martinsgarten »

@k9

was soll ich sagen - wir lagen wohl nie so auf einer Linie !
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Beitrag von k9 »

martinsgarten hat geschrieben:@k9

was soll ich sagen - wir lagen wohl nie so auf einer Linie !
Dann lass uns mal abwarten wohin sich der Karren bewegen
wird - mit Bedacht, damit wir nicht unter die Räder kommen.

Gruß k9
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Beitrag von martinsgarten »

quelle

Zu den inhaltlichen Aussagen:
- bei 50% der kleineren Minen dürfte ca. im Sept das Geld ausgehen.
- erst bei 1.600 im Gold lohnt sich das Spiel wieder.
- die Cashkosten beinhalten nicht die Exploration/Erschliessung einer Mine.

daraus leitet sich die Überlegung ab - warten die "Finanzierer (Banken)" darauf, dass bei den ersten guten Projekten das Licht aus geht - dann fischt man unten ab und jagd die Sau wieder nach oben ?
Fakt ist - die großen 4 Banken sind bereits netto long !
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Minen - wer ueberlebt.jpg
Minen - wer ueberlebt.jpg (91.22 KiB) 2804 mal betrachtet
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Beitrag von martinsgarten »

19.06.2013 Angebotsengpass bei Platin?

Wie CNBC gestern unter Berufung auf Aussagen der HSBC berichtet, drohe ein großer Angebotsengpass bei Platin. Als Gründe werden die Probleme in der südafrikanischen Minenindustrie, auch die zunehmende Unwirtschaftlichkeit von Minen aufgrund des gedrückten Preises, die starke Nachfrage der Autoindustrie und der Schmuckindustrie und ein neuer ETF genannt. Dieser ETF habe bis dato bereits 371.000 oz Platin erworben.

Nach Aussagen von James Steel, Chef-Metallanalyst von HSBC, werden die Preise in den kommenden beiden Jahren weiter steigen. Für 2013 wird ein Preis von 1.580 USD/oz prognostiziert und für 2014 1.725 USD. Die Spitze solle im Jahre 2015 bei 1.875 USD erreicht werden.

Seit dem Hoch im Februar sind die Preise um ca. 17% gesunken, auch als Auswirkung der Umschichtungen der Anleger von Rohstoffen in Aktien, so Steel.


© Redaktion GoldSeiten.de

Völlig klar - Umschichtungen beim Papier bewegt die Preise.
FIAT Geld ohne Ende hat den Markt getötet.
Da die Aktenmärkte gestiegen sind, gibt es zur Zeit VIRTUELLE Millionäre bis zum Abwinken.
Eine gute Basis für einen Währungsschnitt 10:1.
Bleiben immer noch 100.000.
Damit sollte man doch klarkommen ?


...Erstmals gibt es weltweit 12 Millionen Menschen, die über ein Anlagevermögen von jeweils mehr als einer Million US-Dollar verfügen, wie aus dem Wohlstandsbericht des Beratungsunternehmens Capgemini und der Royal Bank of Canada hervorgeht....
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Beitrag von ist gegangen worden »

Ich denke das ein Kursrückgang nun mind. bis hin zu den Produktionskosten laufen wird und der liegt nach meinen Infos zwischen 1100 und 1050 USD.
Hat jemand von euch denn Infos zu welchem Kurs Gold gehedget bzw. abgesichert wird oder welche Minengesellschafft ankündigt nun Gold und zu welchem Preis neu abzusichern?Newmont Mining hatte damals bei ,ich glaube 750 USD angekündigt Gold nicht mehr abzusichern.Ich hatte denen eine Mail zugeschickt und nachgefragt und man bestätigte mir das offiziell.Ich erinnere mich das ab dann Gold stetig gestiegen ist,
Auch interessant wäre,welcher Hedge Funds nun neue Positionen long,eröffnet.
Habt Ihr Infos?
Ich bin nicht mehr so nah dran wie früher aber die Überlegungen sind die gleichen.
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oegeat
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Beitrag von oegeat »

Der gesunkene Goldpreis bringt die Minengesellschaften an ihre Grenzen. Die Erlöse für neu gefördertes Gold decken kaum noch die Kosten. "Wir brauchen einen Goldpreis von mindestens 1500 Dollar", zitierte die Agentur Bloomberg den Chef der südafrikanischen Firma Gold Fields.

quelle-hier

klar alle Minien die jetzt jammern waren als Gold nun 20 Jahre unter 1000 war gar nicht am Markt, und wenn doch dann habens die Minen reaktiviert dei damals nicht merh profitabel waren !

Fazit wenn Gold bei 5.000 steht zahlt es sich aus aus jeden belibigen Sandstand auf der Welt Gold zu filtern !!!!!!!!!
Der Gewinn liegt im Einkauf und alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitrag von martinsgarten »

Fazit wenn Gold bei 5.000 steht zahlt es sich aus aus jeden belibigen Sandstand auf der Welt Gold zu filtern !!!!!!!!!

Das ist so sicher richtig !

NUR WIR SIND NICHT BEI 5.000

dieser hier hat folgende Betrachtungsweise:



Quelle

c) Es gibt zusätzlich ca. 10-20 Mal mehr Goldforderungen als Gold.

Daher geht es um das Marktvolumen. Bei hohem Marktvolumen lässt sich der zu tiefe derzeitige Preis nicht durchhalten, bei niedrigem Marktvolumen sehr wohl, auch noch runter bis 900$. Preise haben ja lt. Carl Menger mit Wert nichts zu tun (nirgendwo, objektive Werte gibt es nicht) also reden wir von Preis der letzten gedrehten zusätzlichen Einheit, die macht den Preis (Das hat nichts damit zu tun, ob jemand, der seit Jahren marktabsent ist, zu diesem Preis sein Gold verkaufen würde). Es ist ähnlich bei Aktien, wo ein 50+% Aktionär existiert, keiner gibt zum Börsenkurs die Kontrolle über die Firma her, der Controlling Stake ist VIEL TEURER).
Die Divergenz „Papiergold“ (gemeint wohl Goldforderungen) versus Gold (physisch) kann ich nicht nachvollziehen, es geht um den Preis der letzten zusätzlichen Einheit, die gedreht wurde (der wird gemessen) versus ein nicht gemessener Preis zu dem Horter verkaufen würden.
Das absolut richtige Argument, es ginge beim Gold nicht wirklich um die Förderkosten, weil das meiste Gold längst gefördert wurde, bleibt richtig, aber es erklärt den Preis nicht.
Minen verkaufen alles, was sie fördern, das ist ihr Beruf.
Das bedeutet, dass das kleinere Volumen des NEUEN Goldes GANZ gedreht wird und in den Marktpreis eingeht, während das große Volumen des alten Goldes unter Umständen jahrelang vom Markt fern bleibt und somit den Preis nicht mitbestimmt.
Der kleinere Rohstoffcharakter im Gold hat also eine konstante Marktpreispräsenz während der große, investive Charakter nicht immer am Markt ist (und manchmal bei Goldforderungen, wie jetzt, als Verkäufer).
Da seit dem Zypern Bail-In Goldforderungen uninteressant sind und ganz logischerweise abverkauft werden, muß dann, wenn diese 10-20 Mal so groß sind wie der handelbare kleine Teil der physischen Menge das Interesse an letzterem enorm sein, denn sonst wären wir nicht bei 1220$ sondern bei 900$?, weil das Abverkaufte ja 10 Mal mehr und zur Gänze börsenpreisbeeinflussend ist als das zuletzt gekaufte physische.
Silber und Platin, ebenfalls geschenkt zur Zeit, sind da mysteriöser, denn bei hoher Flow to Stock Ratio und „Recovery“ ist das Preisniveau zu tief. Bei Pt kenne ich den Grund, siehe oben.
Der CN- PPI sinkt übrigens seit September 2011 wirklich und die Pip- Patterns zeigten spätestens ab September 2012 einen ziemlich kaputten Markt bei Au, Ag, Pt mit „Sell the Spike“ statt „Buy the Dip“. Ob in einem viel höheren Preisbereich, ist dabei egal, kaputt ist kaputt, wenn ein Bergsteiger eine Magenkolik hat, muß er nicht abstürzen (das war künstlich- vor allem dank Draghi/ EZB/ Zyperngold…), aber krank ist er trotzdem schon gewesen. Beim Feiern aus guter Zeit zu viel falsches Publikum reingezogen, das muss ausbluten, weil es nervt oder aufhören zu zittern, weil QE Total verkündet wird oder Ähnliches.
Ich mag aber in keiner Höhe „Sell the Spike Märkte“ und bin da und nur da recht nah bei Martin Armstrong, der das sehr viel besser beschreibt als alle anderen Wellentheoretiker. (Wenngleich er Rohstoffe „förderkostenfrei“ betrachtet, also fundamentaldatenlos, was ich nicht tue)
Im Zweifel ist aber die wirtschaftspolitische Einschätzung wichtiger.
Das Finanzsystem hält echte positive Realverzinsung beim heutigen Verschuldungsgrad nicht durch und auch keine 12 Monate Deflation.
Dafür gibt es Gold, Inflationsschutz kann es nur auch, am besten ist es, wenn die Deflation echt wird.
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Beitrag von ist gegangen worden »

Zur Einlassung aus dem Technik Thread:

Buffet sagte auch,er investiert nur in Dinge,die er auch versteht.

Zur aktuellen Schwäche:

Die Teuerungsrate in den USA liegt aktuell bei lediglich 1,4%, verglichen mit knapp 4% im Sommer 2011. Die Kombination aus steigenden Nominalzinsen und rückläufiger Inflation hat zu einem kräftigen Anstieg der US-Realzinsen geführt. Waren diese bis Ende 2012 noch negativ, so liegen sie inzwischen bei mehr als 1% . Steigende Realzinsen sind negativ für den Goldpreis, da sie die Opportunitätskosten der Goldhaltung erhöhen, welches keine Zinsen abwirft. Das Niveau der Realzinsen ist aber nach wie vor sehr niedrig.

In der Vergangenheit mussten die Realzinsen schon über einen längeren Zeitraum auf mehr als 2% steigen, um den Goldpreis dauerhaft zu belasten.


Schön zu wissen,aus den Goldseiten:

Die bisherigen ETF-Abflüsse seit Jahresbeginn korrespondieren mit einem Preisniveau von ca. 1.210 USD je Feinunze. Fällt der Goldpreis unter dieses Niveau, nimmt der Verkaufsdruck zu. Beim Junitief von 1.180 USD je Feinunze würden weitere 120 Tonnen ETF-Gold "unter Wasser" geraten. Bei einem Preisrückgang auf 1.100 USD je Feinunze wären 220 Tonnen betroffen, bei einem Preisrückgang auf 1.000 USD je Feinunze 340 Tonnen. Höher dürften die noch zu erwartenden ETF-Abflüsse kaum mehr ausfallen. Der Großteil der noch verbliebenen ETFBestände von knapp 2.000 Tonnen dürfte aus anderen Motiven gehalten werden als zur kurzfristigen Gewinnmaximierung, nämlich vor allem zur langfristigen Absicherung gegen Finanzmarktrisiken und gegen Kaufkraftverlust durch Inflation und Währungsabwertung. Diese Motive haben angesichts der ungelösten Schuldenkrisen, der hohen Staatsverschuldung in den Industrieländern und der deshalb fortgesetzt ultralockeren Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken nach wie vor Bestand.


So,der Zeitpunkt Herbst,passt für mich wunderbar mit den Indikatoren,vor allem dem MACD zusammen.

Also machen wir nun etwas Kohle indem wir in Tiefs hinein Gold kaufen,ich per Zertifikate,stetig weiter aufbauen und zum Jahresende hin verkaufen!

So einfach kann Investment sein.Das Groß der Konsolidierung ist gelaufen.Davon gehe ich pers. jedenfalls aus.Als Kurszirel habe ich min. 1450 USD,mindestens.
Kato
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Beitrag von martinsgarten »

@ kato
Danke für den Beitrag
daraus:

Aktuell sind etwa 10% derjenigen, die Arbeit haben, auf Teilzeit, nur 47% der Amerikaner haben Vollzeit-Jobs. Teilzeit-Jobs ersetzen nach und nach Vollzeit-Jobs. Das führt dazu, dass eine steigende Anzahl von Leuten zwei Jobs haben. Das sind zwei Arbeitsplätze, aber nur ein Beschäftigter.
Die Zahl der Arbeitsplätze steigt, die der Beschäftigten nicht
.

Das kannte ich bisher so nicht.
Wenn es so ist.
Dann sind sämtliche Aussagen zu einen Ausstieg aus dem QE Makulatur.

und dann noch der Oelpreis.
Im Gegensatz zum Gold, dass nur die Inflation anzeigt, "produziert" Oel Inflation.

Das gerudere der FED wird noch richtig spannend
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Kato
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