Soros: Die schlimmst Krise seit 60 Jahren

Alles was "Off-Topic" ist oder die Märkte ganz allgemein betrifft. Hier findet Ihr Gelegenheit, euch in Form von Grundsatzdiskussionen, Glückwünschen, Streitereien oder Flirts auszutauschen.

Moderator: oegeat

Beitragvon thallo » 06.12.2008 20:27

Auch staatliche Investitionen könnten weiteres Geld vernichten.
Nur wenn die amerikanische Wirtschaft damit global in bestehenden und neuen Branchen wieder konkurrenzfähig und profitable wird, werden sich diese Investitionen rechnen.
Der Staat als Unternehmer hat bisher oft versagt. Autobahnen, Flughäfen, Schulen, Krankenhäuser in den USA helfen nur begrenzt und mit großer Zeitverzögerung im globalen Wettbewerb. Entscheidend sind die nützlichen unternehmerischen Dienstleistungen und Produkte, die global bestehen und nachgefragt werden.
Staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wie in den Dreißiger Jahren in Deutschland (Infrastruktur- und Aufrüstungsprogramme) hat die deutsche Staatsverschuldung hochkatapultiert, die Währung ruiniert, und die privaten Ersparnisse ausradiert. Auch Amerika hat Jahrzehnte gebraucht, um die Depression der 30er Jahre zu überwinden. Langjährige Fehlallokation von Resourcen lassen sich nicht von heute auf morgen beheben.
Mfg thallo
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Beitragvon tibesti » 09.12.2008 15:37

Was prognostizieren die Menschen, die die Finanzkrise vorhergesagt haben, heute? http://www.godmode-trader.de/)

Es gibt nur eine Handvoll Menschen, die zu dem erlauchten Kreis jener gehören, die die Finanzkrise in ihrer vollen Stärke in der Öffenlichkeit vorhergesagt haben.

Was sagen diese Personen jetzt?

Peter Schiff und Ron Paul

Schiff, der Manager des 1 Milliarde US-Dollar schweren Fonds seines Unternehmens Euro Pacific Capital (http://www.europac.net/), sieht die USA in eine lange Periode konjunkturellen Abschwungs eintreten, die schlimmer werden könnte, als die Große Depression.

Schiff ist ebenfalls der Meinung, dass innerhalb dieser Periode das Kriegsrecht ausgerufen werden könnte.

Er denkt, dass sich Asien und Europa nach einer konjunkturellen Schwächephase von den USA “abkoppeln” und zu neuem Wohlstand finden werden, lange bevor dies auch in den USA geschehen wird.

Schiff gibt zu, dass er die Rallye im US-Dollar nicht erwartet hat, und seine Investoren, für die er auf steigende europäische und asiatische Aktien gesetzt hat, haben deutliche Verluste erlitten.

Ron Paul war republikanischer Bewerber für die Präsidentschaftswahl 2008. Schiff war Ron Pauls leitender Wirtschaftsberater während seiner Präsidentschaftskampagne. Paul hat die Finanzkrise bereits seit Jahren erwartet, und davor gewarnt, dass Amerikaner weit mehr ausgeben, als sie sparen. Paul hat wiederholt vor sozialen Unruhen gewarnt, dessen Folge der Ausruf des Kriegsrechts in den USA sein würde.

Nouriel Roubini

Roubini, der Nationalökonom und Professor an der Stern School of Business in New York City und ehemaliger Berater des U.S. Treasury Departments, rechnet damit, dass sich die US-Wirtschaft in eine Phase der – nach seinen Worten - „Stag-Deflation“ eintreten werde, also eine Phase stagnierenden Wachstums und Deflation. Er rechnt damit, dass die USA eine schwere wirtschaftliche Depression durchleben werden. Auch er warnt davor, dass es in den USA soziale Ausschreitungen geben wird, die sich um die Sicherung von Nahrung drehen werden.

Marc Faber

Faber, der Schweizer Börsenexperte, Fondsmanager und Buchautor, der den Crash von 1987 wie auch die aktuelle Krise exakt vorhersagte, rechnet mit einer Bärenmarktrallye in den “nächsten paar Monaten” und anschließend mit einem erneuten Crash.

Er ist davon überzeugt, dass die USA “früher oder später” bankrott gehen werden.

Faber sieht auch die Möglichkeit gegeben, dass die aktuelle Krise das ende der jetzigen Regierungsform in den USA einläuten könnte, die vom Kriegsrecht oder einer anderen Regierungsforum ersetzt werden könnte.

Nassim Nicholas Taleb

Der Volkswirt und viel beachtete Investmentberater Taleb sieht den “Kapitalismus Stufe 1"als beendet an, und sieht die Übergangsphase zum “Kapitalismus Stufe 2” als sehr schmerzhaft an. In der neuen Phase werden Banken eher wie Versorger agieren, nicht mehr als profitorientierte „Piraten“.

Taleb warnt davor, dass Supermärkte in den USA geschlossen werden könnten. Taleb ist der Meinung, dass die Situation schlimmer werden wird, als sie Roubini vorhersagt.

Antal E. Fekete und Darryl Schoon

Der emeritierte Professor der Mathematik Antal E. Fekete und Buchautor Darryl Schoon sehen die gesamte moderne Gesellschaft vor dem Zusammenbruch. Auch Gold wird davor nicht schützen, es sei eine Fehlannahme der Gold Bugs zu glauben, dass alle Anlageklassen an Wert verlieren werden, außer Gold.
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Beitragvon oegeat » 09.12.2008 17:09

tibesti hat geschrieben:Es gibt nur eine Handvoll Menschen, die zu dem erlauchten Kreis jener gehören, die die Finanzkrise in ihrer vollen Stärke in der Öffenlichkeit vorhergesagt haben.



tja wer hier im Bord mitliest hat

den Chart ein paar 100 mal gesehen



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quelle hier

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quelle hier im board der DJ Thread bzw hier dann gings an eingemachet

Fazit man war hier im Bord vielen weit vorraus ......... und sah es kommen vor allen anderen.
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Rezession von US-Wirtschaft dürfte schlimmer als erwartet

Beitragvon oegeat » 13.01.2009 09:07

ausfallen !

New York (BoerseGo.de) - Die US-Wirtschaft wird im laufenden Jahr die ursprünglichen Erwartungen voraussichtlich nicht erfüllen. Darauf weist eine von Bloomberg erhobene monatliche Expertenumfrage hin. Demnach soll die größte Volkswirtschaft in 2009 um 1,5 Prozent schrumpfen. Die vorangegangene Umfrage sah eine Schrumpfung um lediglich 1 Prozent vor. Es sei zudem davon auszugehen, dass die Federal Reserve bis 2010 keine Veranlassung für Zinsanhebungen erblickt. Das in Aussicht gestellte 775 Milliarden Dollar schwere Konjunkturpaket der neuen Regierung wird den weiteren Prognosen zufolge die längste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg zum Halten bringen.

Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im abgelaufenen Quartal um 5 Prozent gesunken sein. Für das laufende Quartal ist mit einer Schrumpfung von 3 Prozent zu rechnen. Das zweite Quartal soll mit einer Schrumpfung von 3 Prozent einhergehen.

Es gebe eine Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent, dass die seit Dezember 2007 anhaltende Rezession innerhalb der kommenden 12 Monate eine Beendigung erfährt.

Das von Barack Obama in Aussicht gestellte Investitions-und Steuersenkungspaket dürfte bis Ende 2010 das Wirtschaftswachstum um 3,7 Prozent ankurbeln. Der auf zwei Jahre anberaumte Plan dürfte ebenso mit der Schaffung von bis zu 4 Millionen Jobs verbunden sein.
Die Konsumausgaben dürften sich nach einem voraussichtlichen Minus von 2,7 Prozent im vierten Quartal im laufenden Quartal um 1,6 Prozent rückläufig entwickeln. Zusammen mit der negativen Tendenz vom dritten Quartal 2008 würde der Konsum erstmals nach Beendigung des zweiten Weltkriegs eine neunmonatige durchgehende negative Tendenz aufweisen.

Die Preise sind weiter in Verlangsamung begriffen. Die Konsuminflation werde in 2009 um 1,2 Prozent zulegen. Dies entspreche dem geringsten Anstieg seit 1962. Die langfristigen Schätzungen zu den Inflationssteigerungsraten liegen bei 1,3-1,7 Prozent.

Die Anstrengungen der Fed und Regierung die Wirtschaft anzukurbeln dürfte weiters das Haushaltsdefizit in den USA auf 1,325 Billionen Dollar nach oben schießen lassen. Damit würde das Defizit ein Allzeithoch in Höhe von 8,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen.

Der Chef-Volkswirt von JPMorgan, Bruce Kasman, sieht in der Herbeiführung eines Kurswechsels in der ersten Jahreshälfte eine große Schwierigkeit. “Wir befinden uns inmitten eines sehr tiefen Abschwungs”.

http://www.boerse-go.de/artikel/zeigen/ ... Id/1103681
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Beitragvon Turon » 13.01.2009 13:31

Das in Aussicht gestellte 775 Milliarden Dollar schwere Konjunkturpaket der neuen Regierung wird den weiteren Prognosen zufolge die längste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg zum Halten bringen.


Mir ist nicht ganz klar, wie die von der in der Zukunft erwirtschafteten Gelder - die bereits jetzt geliehen worden sind, tatsächlich die Rezession aufhalten können.

Ich stelle mir das mal so vor: ich habe einen Haufen Schulden. Konsumieren geht nicht, denn ich muß die Altschulden abstottern, und für viel mehr reichts nicht.

Nun finde ich einen Dummen, der großzügig über meine insolvente Situation hinwegschaut und mir das Geld leiht.

Die Feststellung - mit geliehenen Geld wird es mir besser gehen - ist nur Illusion.

Zumindest ist das meine Meinung zum Thema, jetzt.

Schönen Gruß!
Turon
 

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Beitragvon oegeat » 13.01.2009 14:43

meine meinung ist die ..man hat schulden der nachbar hat auch schulden und dergrubertoni hat auch schulden der staat hat schulden und die mizitante hat auch schulden sowie der nachbarstaat hat auch schulden dann treffen wir uns alle im wirzhaus und beschließen das wir uns alle 50% der schulden gegenseitig erlassen trinken noch nen uhudler und mit 1,8promill gehen wir nach hause ....... und machen nachdem wir den rausch ausgeschlafen haben neue schulden :wink:
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Beitragvon Turon » 13.01.2009 15:14

Normalerweise würde das ja so funktionieren. Nur: wo hat China denn Schulden? Das ist der Dreh und Angelpunkt worum es sich in meiner Überlegung immer dreht.

60% der Länder sind Backholder Amerikas. Es gibt sehr wohl eine Verschuldungsschieflage zum Vorteil der Asiaten denn meiner Meinung nach dürfte Japan die Nummer 2 der Backholder Amerikas sein.

Wenn das so wäre wie Du schreibst würden die sich in Umlauf befindlichen
Geldmengen einfach gegeneinander aufheben. Und das war's.

Schönen Gruß
Turon
 

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Die Schulden der USA

Beitragvon oegeat » 01.02.2009 20:05

Sonntag, 1. Februar 2009
Die Ankündigung Chinas, bei US-Anleihen in Zukunft auf das "Risiko" zu achten, birgt Sprengstoff. Für über 3 Billionen Dollar haben die USA bisher Anleihen ans Ausland verkauft. Und es werden praktisch täglich mehr. Hier eine Liste aller Gläubigerstaaten.

US-Bonds bei ausländischen Staaten per November 2008 - sollten US-Anleihen irgendwann kollabieren, dann dürften diese Zahlen für Sprengstoff sorgen. Es stellt sich auch die Frage, ob die USA in Zukunft weiterhinn problemlos ihre Bonds absetzen können.

Spitzenreiter unter den US-Bond Besitzern ist China mit 681 Milliarden Dollar. Gefolgt von Japan und Großbritannien. Deutschland verfügt immerhin noch über US-Bonds im Wert von über 43 Milliarden Dollar. Beachtlich auch die Öl-exportierenden Staaten mit einem US-Anleihenvolumen von fast 200 Milliarden Dollar.

China, Mainland 681.9
Japan 577.1
United Kingdom 2/ 360.0
Carib Bnkng Ctrs 4/ 220.8
Oil Exporters 3/ 198.0
Brazil 129.6
Russia 78.1
Luxembourg 75.0
Hong Kong 66.0
Switzerland 63.0
Norway 59.1
Taiwan 43.3
Germany 43.3
Singapore 37.4
Ireland 35.2
Thailand 35.1
Mexico 34.6
Turkey 28.7
Korea 28.6
Canada 17.2
India 16.2
Egypt 15.1
Italy 14.7
Chile 14.6
Netherlands 12.9
Poland 12.6
Belgium 12.2
Sweden 11.0
All Other 164.3
Grand Total 3085.9
Quelle: US-Finanzministerium. Hier auch eine schöne Übersicht, wie der Schuldenberg der USA gegenüber den ausländischen Gläubigern gestiegen ist. --->
www.treas.gov/tic/mfh.txt
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Beitragvon silentshout » 20.02.2009 11:33

hat jemand das buch von soros gelesen, bzw lohnt es sich das buch zu studieren ?
silentshout
 

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Beitragvon k9 » 20.02.2009 11:59

silentshout hat geschrieben:hat jemand das buch von soros gelesen, bzw lohnt es sich das buch zu studieren ?


Ich hab’s mal überflogen.
Im wesentlichen setzt Soros sich mit der Finanzkrise und deren Ursachen auseinander. Hier findet man wirklich nichts neues.
Der Hauptschluß, den er zieht, läuft auf die Aussage hinaus, dass Märkte nicht selbstregulierend sind und schon far nicht perfekt. Ergo bedürfen sie dringend der Regulierung durch die Politik. Auch das weder neu noch revolutuionär.

Wenn ich mich nicht täusche, läuft auch dieses Buch – ähnlich wie seine Vorgänger (die kenne ich allerdings nur aus Kritiken) - auf eine arge Selbstarstellung Richtung „Vom Saulus zum Paulus“ hinaus. Anders ausgedrückt: Soros ist der Meinung, fundierte Kenntnisse der Materie zu haben und leitet daraus den Anspruch ab, zu wissen, wo’s lang geht.
Seine Meinung teile ich, die Schlussfolgerung nicht.

Teilweise ist das Buch schwer lesbar, weil Soros recht krampfhaft versucht, dem ganzen einen
philosophischen, manchmal allzu sehr bemüht wissenschaftlichen Touch zu geben. Leider merkt man, dass er weder Philosoph noch Wissenschaftler und schon gar kein begnadeter Schriftsteller ist, eher ein geläuterter Spekulant auf der Suche nach einem neuen „gesellschaftlich anerkannten“ Betätigungsfeld.

Meine Empfehlung:
Wenn du viel Zeit hast, lies es – ansonsten kannst’ dir’s sparen.

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Die umfassende weltweiten Krise : Warnung ! Sommer 2009 - In

Beitragvon oegeat » 20.02.2009 22:50

Insolvenz der US-Regierung !

Im Rahmen seiner Arbeiten über die umfassende weltweite Krise löst LEAP/E2020 mit dieser 28. Ausgabe des GEAB erneut Alarm aus: Nach unserer Auffassung werden die USA im Sommer 2009 Staatsbankrott erklären; Gläubiger von US-Schulden werden ihre Forderungen gegen den US-Staat (Staatsanleihen, Obligationen von Fannie Mae und Freddie Mac...) abschreiben müssen ; alle Investoren in Anlagen in US-Dollar werden massiv Vermögen einbüßen. In den folgenden Monate muss eine Währungsreform vorbereitet werden, um einen « Rentendollar (1) » einzuführen. Nur so können die Folgen des Staatsbankrotts und der massiven Kapitalflucht aus dem Dollar auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der US-Staatsbankrott ist die zwingende Folge der folgenden fünf Faktoren, die wir im einzelnen in dieser Ausgabe des GEAB analysieren:

1. Das Wiedererstarken des Dollars in den letzten Monaten ist eine unmittelbare Folge des weltweiten massiven Rückgangs der Aktienkurse und wird nicht von Dauer sein.

2. Die politische Rückendeckung für den Euro durch den Eurogipfel vom 12. Oktober schafft rechtzeitig eine Alternative zum US-Dollar für Anleger, die ihr Geld in eine sichere Währung anlegen wollen.

3. Die Schulden der öffentlichen US-Haushalte wachsen nunmehr unkontrolliert und exponentiell.

4. Der akute Zusammenbruch der US-Realwirtschaft verhindert jede Alternative zum Staatsbankrott.

5. Für 2009 bleibt in den USA nur noch eine Frage offen: « Hohe Inflation; oder Hyperinflation?»

...........hier gehts weiter
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Beitragvon ist gegangen worden » 25.02.2009 15:54

Die USA haben über ihre Verhältnisse gelebt - jetzt müssen sie alle Kräfte sammeln, um gestärkt aus der Krise zu kommen: Das war Barack Obamas Botschaft bei seiner ersten großen Rede im Kongress. Der Präsident fordert eine neue Kultur der Verantwortung von seinen Bürgern.

Es gibt einen sicheren Weg, die Popularität eines US-Präsidenten zu messen. Man muss nur zuschauen, wenn er vor der Rede zur Lage der Nation quer durch die Reihen beider Parteien in den Kongress einmarschiert.

In der Schlussphase von George W. Bushs Amtszeit schien es manchem Abgeordneten fast peinlich, in vertrauter Pose mit ihm gesehen zu werden. Doch als Barack Obama an diesem Dienstag um kurz nach 21 Uhr Ortszeit erstmals als Präsident durch diese Reihen geht, kommt er kaum voran.


OBAMA: PREMIERE VOR DEM KONGRESS
Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (8 Bilder)

Zu viele Hände und Gesichter strecken sich ihm von beiden Seiten begeistert entgegen. Einige der Parlamentarier haben seit 8 Uhr morgens die begehrten Eckplätze besetzt gehalten. Nun herzen sie den Präsidenten ausgelassen, sie strahlen, wenn sie seine Hand ergattern, eine Umarmung, ein rasches Wort. Dann spähen sie Richtung Kameras, ob die den großen Moment auch ja festgehalten haben.

Kein Wunder, dass Obama schließlich voll Vertrauen an das Rednerpult tritt. Er müsste eigentlich noch gar keine "State of the Union"-Rede halten, die Rede zur Lage der Nation - eine Tradition seit mehr als zwei Jahrhunderten. Er ist ja gerade mal einen Monat im Amt.




Foto: DPA

Video: Reuters
Doch er gönnt sich das komplette Brimborium. Den feierlichen Einmarsch der Obersten Richter und des Kabinetts, Vize Joe Biden und Parlamentssprecherin Nancy Pelosi auf erhöhten Stühlen hinter ihm, prominente Bürger auf der Empore neben First Lady Michelle - unter ihnen Pilot Chesley B. Sullenberger, der die spektakuläre Flugzeug-Notlandung auf dem Hudson River geschafft hat. So eine Polit-Messe ist schließlich ein perfektes PR-Instrument zu bester Sendezeit. Millionen Amerikaner schauen zu.

"Die USA werden stärker sein als zuvor"

Für Obama ist diese erste große Rede im Kongress ein Balanceakt. Er darf die Lage im Krisenland nicht zu düster erscheinen lassen - aber auch nicht die ernsten Probleme übertünchen. "Sie brauchen nicht noch eine Statistik, um zu wissen, dass unsere Wirtschaft in der Krise steckt", ruft er dann den Bürgern zu. "Die Rezession ist überall zu spüren. Aber: Wir werden uns erholen - und die Vereinigten Staaten von Amerika werden stärker sein als zuvor."

Da springen erstmals alle im Parlament auf, selbst die Republikaner. Solche Ansprachen eines Präsidenten im Kongress dienen den USA auch als eine Art Selbstvergewisserung, dass die Nation zusammensteht, allen Streitigkeiten zum Trotz.
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Beitragvon k9 » 25.02.2009 16:13

Nun denn, Aufbruchstimmung par excellence.
Gut so !
Obama ist unverbraucht, hat Charisma - kommt an bei den Menschen.
Auch gut !
Obama schwimmt auf eine Welle von Sympathie und ist vielleicht eine
Art neuer "König der Herzen".
Noch besser !

..... und einen psychologisch besseren Einstiegszeitpunkt als nach 8 Jahren Bush kann es nicht geben.

Leider ist er weder Wunderheiler noch allmächtig.

Und leider werden das die Leute merken - schneller als uns lieb ist.


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Beitragvon martinsgarten » 25.02.2009 16:20

Obama - na ja

Popstar ?

Er sagt was alle hören wollen.

Ein Super Game.

Nur zwei Dinge - er will fast alles bezahlen - gleichzeitig das Defizit während seiner Amtszeit halbieren.

Muß man das glauben ?
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Beitragvon k9 » 25.02.2009 16:31

martinsgarten hat geschrieben:Nur zwei Dinge - er will fast alles bezahlen - gleichzeitig das Defizit während seiner Amtszeit halbieren.


Er wird das schaffen !
Warum ?
Er hat einen Freund, der heißt Ben.

Und der Freund hat im Keller eine Druckerpresse
uns auf dem Dach einen Hubschrauber.

Hast du das denn nicht gewußt ?


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Beitragvon martinsgarten » 25.02.2009 16:34

Ach ja - ich Dummerchen.

Muß mal eben meinen Farbkopierer etwas putzen und Farbe nachfüllen.

Nur mit den 80 €- Scheinen hat ich gestern Ärger - es kam leichtes Mißtrauen auf, ob die echt sind :D
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Beitragvon k9 » 25.02.2009 16:43

martinsgarten hat geschrieben:Nur mit den 80 €- Scheinen hat ich gestern Ärger - es kam leichtes Mißtrauen


auch daran kann man sich mit etwas gutem Willen gewöhnen.

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Beitragvon martinsgarten » 25.02.2009 18:40

das mit den popstar obama sehen wohl einihe ähnlich:

25.02.2009 , 17:06 Uhr
Worte, Taten und das Schicksal
Die Grenzen von Obamas Rhetorik
von Edward Hadas (breakingviews.com)

Die Vereinigten Staaten sind nichts Geringeres als "die größte Macht des Fortschritts und Wohlstands in der Menschheitsgeschichte". So lauteten die Worte von Präsident Barrack Obama in seiner Antrittsrede vor dem Kongress. Wie könnte eine solche Nation über längere Zeit am Boden liegen? Wenn nur eine Mischung aus wohlgesetzten Worten und schlichten Anekdoten das Land aus der Rezession befreien könnte, wäre die Erholung schon längst im Gange. Und zwar richtig.

Konkrete Vorschläge enthielt Obamas Rede kaum........

http://www.handelsblatt.com/finanzen/br ... ik;2173259
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Beitragvon k9 » 25.02.2009 19:12

martinsgarten hat geschrieben:das mit den popstar obama sehen wohl einihe ähnlich:


Ja, das ist viel Psychologie mit im Spiel. Amerikaner sind emotional bis zum Abwinken.
Denk an die zahllosen Wahlkampfveranstaltungen:
wehende Fahnen, literweise Tränen der Rührung, pathetische Reden ……….

Und ? Laß ihn machen. Soll er den Laden in Schwung bringen, egal wie. Hauptsache es klappt. Wir profitieren alle davon.
Den Amis soll und muß es besser gehen !
Ich will, dass sie wieder Porsche kaufen und Daimler und BMW und Audi.
Wenn er weiß, wie’s geht, laß ihn !

Was habe ich Reagan gehasst ! Dieser Mann war mir in seiner ganzen scheinbar national-beschränkten
Borniertheit ein abgrundtiefes Greuel. Der ganze Habitus, das Cowboy-Getue, ich hab’ Pickel gekriegt vor Widerwillen.

„Graue B-Film-Helden regieren bald die Welt“ hieß es damals.

Und dann ? Ich habe mich geirrt, er hat was erreicht. Hut ab.
Ich habe lange nicht verstanden, wie Amerika funktioniert.

Laß sie, laß sie einfach machen – Obama vorne weg.

Ja, sie sind schlimm, die Amis – aber es gibt schlimmere.

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Beitragvon ist gegangen worden » 26.02.2009 18:58

martinsgarten hat geschrieben:Nur zwei Dinge - er will fast alles bezahlen - gleichzeitig das Defizit während seiner Amtszeit halbieren.

Muß man das glauben ?


Das ist möglich über die reine Fiskalpolitik.Er hat ja schon Steuererhöhungen für besser verdiehnende angekündigt.Allerdings steht noch eine Sozialreform an,die in seine Amtszeit fallen wird.Da wird man Ihm zugestehen müsen das er Bush,s Schuldenexzesse zu verwalten hat.Gleichwohl der Sozialbetrug auf Kappe von Alan Greenspan geht,als Notenbankchef besitzt er imunität und ist nicht an das Präsidentschaftswort gebunden,er hätte selber entscheiden können aber aus Machtgier....
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Beitragvon k9 » 26.02.2009 19:39

Harmonicdrive hat geschrieben:
martinsgarten hat geschrieben:Nur zwei Dinge - er will fast alles bezahlen - gleichzeitig das Defizit während seiner Amtszeit halbieren.

Muß man das glauben ?


Das ist möglich über die reine Fiskalpolitik.Er hat ja schon Steuererhöhungen für besser verdiehnende angekündigt.
..............


Theoretisch mag das hinkommen, dann muß er aber sehr genau aufpassen, wie er "besser verdienende" definiert.

Das Spiel könnte aufgehen, wenn er sich die diesbezüglichen Gepflogenheiten aneignet,
die sich in den letzten Jahren in Deutschland zum allgemeinen Amusement durchgesetzt haben,

nämlich alle für "besser verdienend" zu erklären, die ab dem 20. eines Monats ihr Konto nicht überziehen müssen.

Bei einer etwas engeren Auslegung dieses netten Wortspiels aus Sicht des Bürgers dürfte Obama damit so seine
Probleme bekommen.


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Beitragvon ist gegangen worden » 26.02.2009 19:53

Was ich mit fiskalpolitik meine ist eine Agenda.
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Beitragvon ist gegangen worden » 26.02.2009 22:21

In ihrem Haushaltsentwurf geht die US-Regierung davon aus, dass die Wirtschaftsleistung der USA in diesem Jahr um 1,2 Prozent sinkt. Im kommenden Jahr soll die Konjunktur wieder anziehen: Die Regierung erwartet ein Wachstum von 3,2 Prozent. Die Prognose ist mit großen Risiken behaftet. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Mittwoch gesagt, dass die Abwärtsrisiken wahrscheinlich größer als die Aufwärtschancen sind. Nur wenn die gigantischen Hilfspakete der Regierung für die Wirtschaft und das Finanzsystem griffen, sei ein Ende der Rezession möglich.


Ausgehend von 3,8% Minus im Q-4 ist das ein ambitioniertes Ziel.
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Beitragvon k9 » 26.02.2009 22:35

Harmonicdrive hat geschrieben:In ihrem Haushaltsentwurf geht die US-Regierung davon aus, dass die Wirtschaftsleistung der USA in diesem Jahr um 1,2 Prozent sinkt. Im kommenden Jahr soll die Konjunktur wieder anziehen: Die Regierung erwartet ein Wachstum von 3,2 Prozent.

...............

Ausgehend von 3,8% Minus im Q-4 ist das ein ambitioniertes Ziel.


Solche Planspiele gehen meistens nach hinten los - zumal wenn sich die
wirtschaftlichen Rahmendaten so rasant ändern wie zur Zeit.

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Beitragvon ist gegangen worden » 27.02.2009 19:16

Hi Kill

So ist es.Das Deutsche IFO Institut oder die Wirtschaftsweisen liegen immer falsch.Sie passen steht,s Ihre gemachten Schätzungen an wenn sie schon jedem bekannt sind.Wofür solche Leute solche Titel haben und trotzdem nur schlechte Prognosen erstellen die in keinster Weise zutreffen weiss ich nicht.
Wahrscheinlich verdiehnen sie mit Beratertätigkeiten mehr als mit Ihrem eigentlichen Job beim Institut.

So,die obige Schätzung von 3,8% war die erste Schätzung.Die zweite lautet nun 6,2% minus.Am 26 März gibt es die letzte Schätzung.
Das ist aber normal weil das Q-4 bezgl. der Unternehmensergebnisse und per Fiskaljahr ja noch bis in den Februar hineinreicht.Also liegt bei der ersten Schätzung erst 1 Monat vor.


Hier der Artikel:


UPDATE: US-Wirtschaft verzeichnet schwächstes Quartal seit 1982
(NEU: Hintergrund, Kommentare von Bankvolkswirten)
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaft in den USA ist in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres wesentlich stärker geschrumpft als bisher angenommen. Wie das US-Handelsministerium am Freitag im Rahmen einer ersten Datenrevision mitteilte, verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um annualisiert 6,2% gegenüber dem Vorquartal. Das war der deutlichste BIP-Rückgang für ein Quartal seit dem ersten Jahresviertel 1982, als das BIP um 6,4% einbrach.

Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen revidierten BIP-Rückgang um 5,4% erwartet, nachdem das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ein überraschend moderates Minus von 3,8% gemeldet hatte. Im dritten Quartal war die US-Wirtschaft um 0,5% geschrumpft. Im zweiten Quartal war dagegen noch ein Zuwachs um 2,8% und im ersten Quartal eine Expansion von 0,9% verzeichnet worden.

Bankvolkswirte zeigten sich schockiert von der kräftigen Abwärtsrevision. Dies verschlechtere vor allem die Ausgangsbasis für das erste Quartal 2009, hieß es. "Anders als erwartet dürfte sich die Wirtschaftskontraktion weiter beschleunigen", kommentierten Sheryl King und David Rosenberg von Bank of America/Merrill Lynch.

Hinter der deutlichen Abwärtsrevision des BIP stand dem Ministerium zufolge vor allem eine scharfe Korrektur der Daten zur Lagerentwicklung. Demnach bauten die US-Unternehmen zwischen Oktober und Dezember ihre Vorräte um 19,9 Mrd USD ab, während beim ersten BIP-Ausweis eine Zunahme um 6,2 Mrd USD unterstellt worden war.

Da im dritten Quartal ein Lagerabbau über 29,6 Mrd USD verzeichnet worden war, bremste die Entwicklung der Vorräte im vierten Quartal den BIP-Einbruch immer noch um 0,16 Prozentpunkte. Beim ersten Ausweis war dieser Bremseffekt allerdings auf 1,32 Punkte beziffert worden.

Ferner ergab sich die Notwendigkeit zur BIP-Abwärtsrevision wegen einer schwächer als bisher angenommenen Entwicklung der Exporte. Die Ausfuhren fielen demnach im vierten Quartal um annualisiert 23,6%, nachdem zunächst ein Minus von 19,7% unterstellt worden war. Zugleich sanken die Importe um 16,0% anstelle der zunächst gemeldeten minus 15,7%. Insgesamt belastete der Außenhandel die BIP-Entwicklung damit um 0,46 Prozentpunkte, während beim ersten Ausweis noch ein Wachstumsbeitrag von 0,1 Punkten gemeldet wurde.

Schlechter fielen bei der Revision auch die Zahlen zum privaten Konsum aus: Die Ausgaben der US-Verbraucher schrumpften um annualisiert 4,3% gegenüber minus 3,5% beim ersten Ausweis. Im dritten Quartal war der Konsum um 3,8% gefallen. Die Beschleunigung der Abwärtsdynamik belastete das US-BIP im vierten Quartal um weitere 3,01 (vorläufig: minus 2,47) Prozentpunkte. Der Konsum in den USA macht knapp 70% am verwendungsseitigen BIP aus. Schwächer als beim ersten Ausweis waren auch die Daten zu den Investitionen der Unternehmen, während die Entwicklung der privaten Wohnbauinvestitionen etwas nach oben korrigiert wurde.

Bankvolkswirte sagten, die Zahlen seien extrem schlecht, zudem gebe es keine Aussichten auf eine Besserung. "Die Entwicklung unterstreicht die sehr schwache Verfassung der US-Wirtschaft zum Ende des vergangenen Jahres, und auch die historische Dimension der gegenwärtigen Rezession wird immer deutlicher", sagte Harm Bandholz von UniCredit. Er verwies darauf, dass der gemeldete BIP-Ausweis der viertschwächste in der bis 1947 zurückliegenden Zeitreihe gewesen sei. Für das erste Quartal 2009 ist Bandholz zufolge ein noch stärkerer BIP-Absturz zu erwarten.

Rob Carnell von ING Bank sagte, angesichts der vorliegenden Indikatoren für das erste Quartal sei eine weiterer "Horror"-Ausweis für das BIP zu befürchten. "Das Verbrauchervertrauen ist auf Rekordtiefs, die Beschäftigung sinkt immer stärker und die Investitionen dürften weiter drastisch einbrechen", begründete er seinen Pessimismus. Die Konsensprognose für einen durchschnittlichen Rückgang des US-BIP in diesem Jahr um 2% seien inzwischen arg revisionsbedürftig, meinte Carnell.

-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297
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Beitragvon ist gegangen worden » 27.02.2009 19:21

Düstere Prognosen für Wirtschaft
Neue Milliardenlöcher bei HRE, Opel, Schaeffler. Gigantische Rettungsfonds, immer mehr Kurzarbeit. Die Deutsche Bank hält mittlerweile einen Wirtschaftseinbruch von bis zu fünf Prozent für möglich. Und wenn es wieder bergauf gehen sollte, droht eine Inflation. Die sieht auch das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut, ist aber insgesamt etwas optimistischer.


Norbert Walter von der Deutschen Bank korrigiert das Minuswachstum auf nunmehr fünf Prozent.Die Deutsche Bank hat ihre Wirtschaftsprognose nochmals gesenkt. Chefvolkswirt Norbert Walter hält ein Minus von über fünf Prozent für möglich. Diese Marke sei nur zu halten, wenn es ab dem Sommer wieder einen deutlichen Aufschwung gebe. "Alle bisherigen Konjunkturprognosen werden bis Ostern überholt sein", sagte Walter der "Bild"-Zeitung. Er sprach sich für ein global abgestimmtes Konjunkturprogramm unter Führung von US-Präsident Obama aus. Bisher war die Deutsche Bank von einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes um vier Prozent ausgegangen.

Etwas optimistischer schätzt das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) die Lage ein. Direktor Thomas Straubhaar sagte bei MDR INFO ein Minus von gut drei Prozent voraus. Es gebe aber auch Anzeichen für eine Trendwende ab der zweiten Jahreshälfte. Allerdings wachse im kommenden Jahr die Inflationsgefahr, weil die staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft einige Staaten in den Ruin treiben könnten.


DAX fällt unter 4.000-Marke
Konjunkturpakete und Bankenrettungspläne sorgen kaum für eine bessere Stimmung in der Wirtschaft. Der deutsche Aktienindex fiel zu Wochenbeginn. In Frankfurt/Main sackte der DAX erstmals seit fast viereinhalb Jahren wieder unter die Marke von 4.000 Punkten. Am Nachmittag notierte das Börsenbarometer zeitweise um 1,4 Prozent schlechter und kam auf 3.956 Punkte.


"Bank der Wirtschaft" für deutsche Unternehmen?
Das Bundeswirtschaftsministerium erwägt angeblich die Gründung einer eigenen Kreditbank für deutsche Unternehmen. Nach Informationen des "Handelsblatts" könnte diese "Bank der Wirtschaft" nach dem Genossenschaftsprinzip organisiert werden. Die Einlagen sollten von liquiden Firmen kommen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie soll die Gründung der Bank koordinieren, heißt es unter Berufung auf Regierungskreise. Ziel der Bankgründung sei es, die Kreditvergabe an Unternehmen zu beschleunigen.


Ruf nach einem Euro-Fonds
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank für den Euro-Raum, Thomas Mayer, hat sich für einen Europäischen Währungsfonds der Euro-Länder ausgesprochen. Dieser "EWF" solle im Fall der drohenden Zahlungsunfähigkeit eines Mitgliedslandes finanziellen Beistand gewähren, sagte Mayer der "Frankfurter Rundschau". Zugleich müsse es für diese Länder strenge Auflagen geben, kontrolliert von einem politisch unabhängigen Gremium. Einige Länder der Eurozone - Irland, Griechenland, Italien - müssen derzeit deutlich höhere Zinssätze für Staatsanleihen zahlen als andere, was die Kreditaufnahmen schwieriger macht.


Nach Einschätzung von Analysten belasten die Schwierigkeiten einiger Volkswirtschaften in Osteuropa auch Österreich immer stärker. Dem Land drohe der Verlust der Top-Bonitätsnote



Heute gab es die Revision der geschätzten Daten zum GDP-Q-4

Das Minus liegt bei sage und schreibe 6,2%... übrigens war Noubriel Roubini heute auf NT/V hat aber diesen Artikel nicht so bestätigt ,eher herumgesülzt.

Ja,was meine berechnung angeht,sie basiert auf ofiziell herausgegebene daten.Die Berechnungsmethode eines Jahresdurchschnitts müssen wir ja nicht diskutieren,der ist korrekt.

Ürigens,ich wollte nicht den Eindruck erwecken als ob Du für diesen Artikel verantwortlicht bist.Wollte halt nur darauf aufmerksam machen das es Unfug ist was dort geschrieben steht.

Hier der aktuelle Artikel:

UPDATE: US-Wirtschaft verzeichnet schwächstes Quartal seit 1982
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Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen revidierten BIP-Rückgang um 5,4% erwartet, nachdem das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ein überraschend moderates Minus von 3,8% gemeldet hatte. Im dritten Quartal war die US-Wirtschaft um 0,5% geschrumpft. Im zweiten Quartal war dagegen noch ein Zuwachs um 2,8% und im ersten Quartal eine Expansion von 0,9% verzeichnet worden.

Bankvolkswirte zeigten sich schockiert von der kräftigen Abwärtsrevision. Dies verschlechtere vor allem die Ausgangsbasis für das erste Quartal 2009, hieß es. "Anders als erwartet dürfte sich die Wirtschaftskontraktion weiter beschleunigen", kommentierten Sheryl King und David Rosenberg von Bank of America/Merrill Lynch.

Hinter der deutlichen Abwärtsrevision des BIP stand dem Ministerium zufolge vor allem eine scharfe Korrektur der Daten zur Lagerentwicklung. Demnach bauten die US-Unternehmen zwischen Oktober und Dezember ihre Vorräte um 19,9 Mrd USD ab, während beim ersten BIP-Ausweis eine Zunahme um 6,2 Mrd USD unterstellt worden war.

Da im dritten Quartal ein Lagerabbau über 29,6 Mrd USD verzeichnet worden war, bremste die Entwicklung der Vorräte im vierten Quartal den BIP-Einbruch immer noch um 0,16 Prozentpunkte. Beim ersten Ausweis war dieser Bremseffekt allerdings auf 1,32 Punkte beziffert worden.

Ferner ergab sich die Notwendigkeit zur BIP-Abwärtsrevision wegen einer schwächer als bisher angenommenen Entwicklung der Exporte. Die Ausfuhren fielen demnach im vierten Quartal um annualisiert 23,6%, nachdem zunächst ein Minus von 19,7% unterstellt worden war. Zugleich sanken die Importe um 16,0% anstelle der zunächst gemeldeten minus 15,7%. Insgesamt belastete der Außenhandel die BIP-Entwicklung damit um 0,46 Prozentpunkte, während beim ersten Ausweis noch ein Wachstumsbeitrag von 0,1 Punkten gemeldet wurde.

Schlechter fielen bei der Revision auch die Zahlen zum privaten Konsum aus: Die Ausgaben der US-Verbraucher schrumpften um annualisiert 4,3% gegenüber minus 3,5% beim ersten Ausweis. Im dritten Quartal war der Konsum um 3,8% gefallen. Die Beschleunigung der Abwärtsdynamik belastete das US-BIP im vierten Quartal um weitere 3,01 (vorläufig: minus 2,47) Prozentpunkte. Der Konsum in den USA macht knapp 70% am verwendungsseitigen BIP aus. Schwächer als beim ersten Ausweis waren auch die Daten zu den Investitionen der Unternehmen, während die Entwicklung der privaten Wohnbauinvestitionen etwas nach oben korrigiert wurde.

Bankvolkswirte sagten, die Zahlen seien extrem schlecht, zudem gebe es keine Aussichten auf eine Besserung. "Die Entwicklung unterstreicht die sehr schwache Verfassung der US-Wirtschaft zum Ende des vergangenen Jahres, und auch die historische Dimension der gegenwärtigen Rezession wird immer deutlicher", sagte Harm Bandholz von UniCredit. Er verwies darauf, dass der gemeldete BIP-Ausweis der viertschwächste in der bis 1947 zurückliegenden Zeitreihe gewesen sei. Für das erste Quartal 2009 ist Bandholz zufolge ein noch stärkerer BIP-Absturz zu erwarten.

Rob Carnell von ING Bank sagte, angesichts der vorliegenden Indikatoren für das erste Quartal sei eine weiterer "Horror"-Ausweis für das BIP zu befürchten. "Das Verbrauchervertrauen ist auf Rekordtiefs, die Beschäftigung sinkt immer stärker und die Investitionen dürften weiter drastisch einbrechen", begründete er seinen Pessimismus. Die Konsensprognose für einen durchschnittlichen Rückgang des US-BIP in diesem Jahr um 2% seien inzwischen arg revisionsbedürftig, meinte Carnell.

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Beitragvon ist gegangen worden » 27.02.2009 19:32

Ich wähle nun diesen Thread für künftigen Austausch über Wirtschaftsentwicklung/Infos und Diskussionen dazu.
Analysen oder fundamentale Aussichten poste ich dann in den entsprechenden fundamentalthreads im Devisenforum(Gold/Euro).

Das erste Quartal des laufenden Jahres,so prognostiziere ich es pers. wird noch schlimmer als das Q-4 ausfallen.

Es gab im Q-4 noch Effekte durch das Weihnachtsgeschäft und traditionell gesehen ist das Q-4 das beste des Jahres.

Ich arbeite seit 15 Jahren in der Verpackungsmittelindustrie.Diese ist ein super Indikator für wirtschaftl. Entwicklungen.

Ich sage dazu nur soviel,in 2008 war meine monatl. Arbeitzeit 180 Std.
Meine pers. Arbeitszeit lag bei 205 Std. aber ich schreibe vom Durschnitt aller Mitarbeiter...
Nun sind es 72 Std.


Was relativ neu ist,normalerweise werden in Kriesen die Läger voll gefahren.Dieses mal ist es nicht so weil wir nicht wissen wann oder ob ein Auftrag überhaupt noch abgerufen wird.Wir bekommen keine Kredite mehr um Rohstoffe im voraus zu kaufen,zu verarbeiten und auf Lager zu halten.
Wir leben von der Hand in den Mund,so sieht das aus.In 2008 hatten wir noch Vorlaufzeiten von 3 Monaten,aktuell sind es 3 Tage.
Es sei dazu gesagt,das wir einen Werkbau in Mexiko stemmen dessen Betrieb nun anläuft.
Wie ich aber aus der Revision des GDP-Q-4 au den USA sehe gibt es dort die gleiche Tendenz,nämlich Lagerabbau.
Offensichtl. hat man dort ähnliche Probleme.
Das Q-1,was ja noch folgt wird noch wesentl. schlechter als das Q-4 2008.
Eine Besserung ist weit und breit nicht zu sehen.
Da Unternehmen nach Umsatz,Gewinn,Dividende,Cash-Flow usw. bewertet werden sehe ich keinen Anlass dafür warum Indices nun steigen sollten.
Ganz im Gegenteil,ich schrieb ja schon das ich von DJI 5000 und DAX 2500 Punkte ausgehe.

Was bitte schön soll die Kurse der Unternehmen anziehen lassen???
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Beitragvon k9 » 27.02.2009 19:53

Harmonicdrive hat geschrieben:Hi Kill

So ist es.Das Deutsche IFO Institut oder die Wirtschaftsweisen liegen immer falsch.Sie passen steht,s Ihre gemachten Schätzungen an wenn sie schon jedem bekannt sind.


Ja, leider ist das so.
Ich sehe die beiden "Indstitutionen" allerdings doch etwas unterschiedlich.

Die Wirtschaftweisen kannst du sicherlich getrost vergessen. Ich denke mal, daß die von diesen Leuten veröffentlichten Zahlen gewollt so gehalten sind, daß mehr oder weniger in eine Richtung geschönt wird, die möglichst wenig Aufruhr erzeugen und für den Fortbestand einer "Alles-nicht-so-schlimm"-Stimmung sorgen soll. Ich glaube, dass man versucht, bereits
vorliegende Zahlen freier Institute oder Institutionen, die eine besorgniserregende Tendenz haben, zu entkräften. Man wird dabei zu allen möglichen statistischen bzw. demoskopischen Mitteln greifen, die irgendwie noch im legalen Bereich liegen, um das zu erreichen.

Ich gebe zu, das Gesagte ist eine bloße Vermutung von mir, beweisen kann ich das nicht.

Das ifo-Institut nehme ich da schon ernster und von Sinn halte ich eine ganze Menge – vorausgesetzt seine Emotionen gehen nicht gerade mal wieder mit ihm durch.
Den Grund für die Unzulänglichkeit der ifo-Zahlen sehe ich in der Art der Ermittlung. Ich denke, dass hier relativ strenge methodische Bedingungen eingehalten werden, was schlicht und einfach Zeit kostet, z.B. weil gewisse Zahlenreihen, auf denen die ifo-Zahlen basieren, erst relativ spät vorliegen.

Auch das eine Vermutung von mir. Vielleicht nicht ganz so aus der Luft gegriffen wie das zu den Wirtschaftsweisen gesagte. Irgendwo habe ich mal was gelesen zu „strengen Maßstäben“, die ifo bei der Ermittlung der Zahlen anlegt.

Insofern messe ich den ifo-Zahlen eine etwas größere Bedeutung in Bezug auf eine spätere
Verifizierung zu als denen der Wirtschaftsweisen.

Gruß k-9
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Beitragvon k9 » 27.02.2009 20:05

Harmonicdrive hat geschrieben:Was bitte schön soll die Kurse der Unternehmen anziehen lassen???


Tja, ich weiß es auch nicht.

Du sprichst weiter oben die berüchtigte 5%-Minus-Wachstum- Prognose von Norbert Walther / DB an.
Was ist der Mann angegriffen – ja fast schon lächerlich gemacht worden – als er diese Zahl zum ersten Mal nannte.

Nun sind wir fast so weit, dass wir uns damit gut bedient fühlen – und über Walther macht sich niemand mehr lustig.

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Beitragvon ist gegangen worden » 27.02.2009 20:21

5% Minus für Deutschland..... dann wird das Q-1 noch heftiger einschlagen als ich dachte und das wird ja erst noch vermeldet werden.
Das trifft jedoch meine Meinung etwas das ich ja auch zwingend davon ausgehe das die Gewinn und Umsatzeinbrüche im Q-1 nicht eingepreist sind.Diese drücken dann auch möglw. auf cash-Flow/Eigenkapital/Reserven usw.
Also das Spiel was ich schon im Google-dr folgende Maga short Thread geschrieben habe.
Dort schrieb ich im Juni 2007 folgendes:



Das ist was ich schon Peter geantwortet hatte.
Halt das gleiche als im Jahr 2000 woraus man doch gelernt hat.
Werden Erwartungen in der Bilanz verfehlt heißt es abwärts.
Das hohe KGV (Gewinnerwartung 2008) erhöht sich automatisch bei einer Verfehlung.
Dürfte bei google jetzt über 47 stehen.

Ich warte darauf ob es ein Gap Close gibt oder ob ich schon vorher short gehe!

Der Sommerhit

Die US Wirtschaft schwächelt bei weltweit steigenden Zinsen.
Dazu ein zu hoch bewerteter Euro und Europa leidet etwas darunter.
Ein hoher Ölpreis usw. treibt die Preise in USD als auch In Euro.
Gold als Inflationsmesser schwächelt wegen der schwächeren Wirtschafts und vor allem den schlechten Unternehmensdaten aus den USA woraus man ausf demnächst sinkende Inflationsdaten erwarten darf.
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Beitragvon k9 » 27.02.2009 23:13

Harmonicdrive hat geschrieben:Werden Erwartungen in der Bilanz verfehlt heißt es abwärts.
Das hohe KGV (Gewinnerwartung 2008) erhöht sich automatisch bei einer Verfehlung.
Dürfte bei google jetzt über 47 stehen.
I


Ja, von KGVn hört man z.Zt. gar nichts mehr. Monatelang hat man sich gestritten, ob denn die Auswirkungen der Krise bei den Gewinnerwartungen
bereits eingpreist seien. Die meisten meinten, nein, daher würden die scheinbar günstigen KGV täuschen.
Vermutlich hört man nichts mehr, weil immer weniger Unternehmen Prognosen wagen bzw. keine Gewinne mehr prognostizieren.
Übrigens: Google über 40, das war mal.

Gruß k-9
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Beitragvon martinsgarten » 05.03.2009 11:38

das ist auch eine moralische Krise - das System gehört an die Wand gefahren.

Ohne Neuanfang bleibt alles beim alten.

warum ?

Eine Antwort ist diese:
Blackstone verzeichnet im Dezemberquartal 2008 einen Verlust in Höhe von 827 Mio USD.
CEO Schwarzman erhielt im Vorjahr incl. Sonderprämien für den Börsengang ein Gehalt von 864 Mio USD.
Sein Privatvermögen wird auf 6,4 Mrd. USD geschätzt.

Da sollte man sich mal grundsätzlich überlegen, wo man noch Geld anlegt.
Die Methode, das sich Firmenlenker wie Heuschrecken benehmen und Unternehmen aussaugen und dann zum nächsten ziehen scheint Methode zu haben und ist weitverbreitet.

Aktionäre als notwendige Idioten zum Zwecke der eigenen Bereicherung.

Nach dem Moto - Nach mir die Sinflut - wie im Alten Rom.
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Beitragvon martinsgarten » 09.03.2009 16:12

eine Mögliche Steigerung: Dumm - Saudumm - Bankaktionär

Ich bleibe dabei - das System gehört an die Wand gefahren !

Millionen-Bonus für Postbank-Chefs nach Deutsche-Bank-Einstieg BONN (dpa-AFX) - Wegen des Einstiegs der Deutschen Bank hat der Postbank-Vorstand einen Bonus von 11,5 Millionen Euro erhalten. Diese Summe ist im Geschäftsbericht 2008 der Postbank genannt, den das Geldinstitut am Montag in Bonn veröffentlichte. Die einmalige Sonderzahlung für die Vorstände der Post-Tochter übersteigt deren Jahres-Grundgehalt bei weitem. Eine normale Bonus-Zahlung für den Postbank-Vorstand für 2008 entfällt. Postbank-Vorstandschef Wolfgang Klein enthält neben seinem Grundgehalt von 875.000 Euro eine Sonderzahlung von 2,4 Millionen Euro./ba/DP/he
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Beitragvon martinsgarten » 09.03.2009 21:00

das folgende muß man natürlich nicht glauben - Achtung - Verschwörung ! :wink:

Quelle:
http://hartgeld.com/infos-DE.htm

[20:30] Insiderbericht - die Zustände bei Conti:

jetzt gehts richtig los! Heute haben wir Conti-Mitarbeiter per mail von der Personalabteilung erfahren, daß das Gehalt um 10 % gekürzt wird und daß wir in Kurzarbeit gehen bis Mitte Juli. Ich kann mich nicht erinnern, daß eine der staatlich gestützten Banken ihren Mitarbeitern das Gehalt gekürzt hat. Bei den Banken werden die Gehälter als ob nichts gewesen wäre gezahlt, Abfindungen und Auflösungsverträge mit Konditionen, daß die Schwarte kracht (BayernLB) !!! Dementsprechend war heute die Stimmung im Betrieb. Vom Baseballschläger bis zum Seil wurden alle möglichen Themen am Mittagstisch diskutiert, wie das verheerende Management von Wennemer und Co. diese Firma in den Ruin treibt. Alles wurde noch komplizierter, das Controlling noch aufwendiger, die Projekte noch schwieriger zu managen. Schon damals war es für jeden von uns das allerletzte, sich bei den Unprofessionellen von Conti zu bewerben. Nach dem Kauf des bereits maroden SiemensVDO von Siemens wurde es schlicht versäumt, hart durchzugreifen. Jahrelang wurden wichtige Kunden bis zum Erbrechen verarscht und unerträglich arrogante Abteilungsleiter wollten das letzte aus den Kunden herausholen. Jetzt will z. B. ein BMW nichts mehr mit den Leuten von Conti zu tun haben, weil ihnen der Zulieferer zu sehr auf der Nase herumgetanzt ist. Hoch im Kurs stehende Werte wie Vertrauen, Zuverlässigkeit, Termintreue und höchstes fachliches Können wurden absichtlich in den Schmutz gefahren. Die fachliche Kompetenz bei den Abteilungsleitern aufwärts war nicht mehr gefragt, reine Beziehungskarrieren standen im Vordergrund. Da bin ich ja schon gespannt, wie es weitergeht. Ich bin schuldenfrei und habe ein finanziell sorgenfreies Leben. Was aber machen die Kollegen Häuslebauer nun. In 3 Monaten wissen wir mehr - dann kommen die Kündigungen!
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Beitragvon k9 » 09.03.2009 21:32

zu Conti:

Das ist traurig und ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn ein
Unternehmen erst zum Gegenstand von Machtspielen wird und wenn
sich anschließend Dummköpfe darin versuchen "Synergien zu heben".

Gruß k-9
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Beitragvon salamitaktik » 09.03.2009 22:41

Hi Kill

da sind wir uns einig! :wink:

Mir klappt das Messer in der Tasche auf wenn ich die Schäffler-Tussi in ihrem Pelzmäntelchen um Staatsgelder betteln sehe :evil:

Wenn Sie sich verzockt hat, dann soll Sie eben mal die Hälfte ihres 6 Mrd. Vermögens reinstecken,
DAS wäre auch ein Zeichen für potentielle Investoren!
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Beitragvon k9 » 10.03.2009 07:22

Hi Salami,

solche dilettantischen Vorgehensweisen schaden der deutschen
Wirtschaft vermutlich mehr als alle "Kreditklemmen" der Welt.

Wenn schon, dann richtig (Porsche).

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Beitragvon oegeat » 10.03.2009 08:44

Wenn Sie sich verzockt hat, dann soll Sie eben mal die Hälfte ihres 6 Mrd. Vermögens reinstecken,
DAS wäre auch ein Zeichen für potentielle Investoren


ich vermute das die kein geld hat so wie Merk !

all die Miliardäre haben Papiermilliarden - Aktien von ihrem Unternehmen und zig beteiligungen -die man jetzt nicht zu Geld machen kann :? ohne Buchverluste zu realisieren - daher "Papiermilliardere" diverse Russen flogen jetzt aus der Fobisliste weil ihre Aktien beteiligungen plus Kredit hebelungen zerbröselten .......

Fazit mein lieber du zeigst uns wiedermal das du hier keine Ahnung hast.
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon salamitaktik » 10.03.2009 13:04

Deine Behauptung du wüßtest genau wo Madame Schäffler ihr Geld hat
zeigt das du noch weniger als Null Ahnung hast!
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Beitragvon martinsgarten » 12.03.2009 12:53

Der folgende Beitrag ist für mich GENIAL, in der Art und Weise wie er den Beginn und den zukünftigen Ausgang der Krise beschreibt:

Fazit: der Ami hat das Pokerspiel gestartet, die gesamte Welt hat mitgespielt und hat offenbar auch die schlechteren Karten.
Aber anstatt endlich zu rufen - Karten Zeigen - bieten sie immer weiter und immer höhere Beträge.

Wen man nicht pokern kann, soll man es lassen und endlich aussteigen.

Wenn man merkt, dass es vorbei ist muß man die Reisleine ziehen und nicht dem schlechten Geld gutes Geld hinterherwerfen.

http://www.goldseiten.de/content/divers ... oryid=9998

Der Beitrag zur AIG noch dazu - dann weiß man wo es lang geht.
http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/ ... en-389755/

THE GAME IS OVER

Hier wird nur noch auf Zeit gespielt.
Ist auch verständlich, wer verliert schon gern.
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