Deep Value Fonds

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Deep Value Fonds

Beitragvon schneller euro » 08.08.2009 13:10

Aus einem Fundresearch-Artikelvom März 2008:
"...Mit Deep Value auf Erfolgskurs: Der Franklin Mutual European Fund (934224) ist einer der risikoärmsten europäischen Aktienfonds.
...
Es fühlt sich nie gut an, wenn die Aktienkurse fallen", sagt Philippe Brugère-Trelat. Und doch sieht der Franzose das Positive an der jetzigen Situation: "Auf diese Weise können wir gute Unternehmen wieder günstig kaufen", so der Portfoliomanager des Franklin Mutual European Fund. Der Europa-Fonds gehört zur Mutual-Reihe von Franklin Templeton, genau wie der Franklin Mutual Global Discovery und der US-Fonds Franklin Mutual Beacon.
Der Buchwert muss den Börsenwert übersteigen
"Wir machen Deep Value", sagt Brugère-Trelat über den Investmentstil des Hauses. Eine Aktie kaufen die Mutual-Manager nur dann, wenn sie an der Börse um bis zu 50 Prozent unter ihrem fairem Wert gehandelt wird. Anders formuliert: "Wir investieren in Unternehmen, wenn ihr Buchwert höher ist als der Börsenwert", so Brugère-Trelat. 80 bis 90 Prozent der Portfolios sind Value-Aktien diesen Typs. Der Rest steckt in Übernahme- und Krisenkandidaten. Oder wie es im englischen Fachjargon heißt: In Mergers & Acquisitions (M&A) und in Distressed Securities, wie etwa der krisengeschüttelte US-Autokonzern Chrysler.
Auf Verlierer setzen
Distressed Securities? Ein vermeintlich hohes Risiko, sollte man meinen. Das täuscht jedoch. Die Mutual-Manager sind extrem risikoscheu. Sie fassen einen Titel nur an, wenn das Verlustrisiko möglichst gering ist. "Wir mögen Aktien, die um 30 bis 40 Prozent steigen können, aber nicht mehr als zehn bis zwölf Prozent verlieren", erläutert Brugère-Trelat. "Mit Aktien, die vielleicht 60 Prozent gewinnen, aber 20 Prozent einbüßen können, fühlen wir uns nicht wohl." Warum dann Chrysler? "Die Aktie spiegelt derzeit den Wert des Finanzgeschäfts wider und das Autogeschäft bekommt man umsonst dazu", so der Franzose.
Die Mutual-Manager sind wählerisch
Auch das Beispiel Bank-Aktien zeigt, wie die Mutual-Manager arbeiten – sie sind sehr wählerisch. Zwar sind Banken derzeit ex­­trem günstig bewertet. Eine Citi­group ­fassen sie dennoch keinesfalls an. Weil außerhalb der Bilanz zu große Risi­ken schlummern würden, die sie nicht einschätzen können.
...
Nur wer wenig verliert, kann viel gewinnen
Im Prinzip sollten Deep-Value-Fonds glänzen, wenn die Kurse auf Tauchstation gehen. Gemäß dem Motto: Nur wer wenig verliert, kann viel gewinnen. Dies ist beim Franklin Mutual European Fund auch der Fall. Im Krisenjahr 2002 hat der Europa-Fonds zwar leicht eingebüßt, aber deutlich weniger als der MSCI Europe. Ähnlich das Bild in den vergangenen Monaten. Zudem hat der Fonds eine der niedrigsten Volatilitäten in seiner Anlageklasse. Dieser Mix brachte ihm die €uro-FondsNote 2 ein.
Fazit: Der Franklin Mutual European Fund ist keine Kursrakete. Dafür verliert er wenig in Abwärtsphasen und hat somit eine gute Start­basis, wenn die Kurse wieder steigen. ..."

Der aktuelle 1 Jahres Chart (Stand August 2009) zeigt ein anderes Bild: Der Kursverlauf des Franklin Mutual European weist große Parallelen nicht nur zu anderen Deep Value Fonds (Fidecum Contrarian, Priamos, Allianz D.V.), sondern auch zum Index und sogar zu einem Growth-Fonds (Mainfirst Avantgarde) auf.

Auch eine Stichprobe bei US-Fonds zeigt im 1 Jahres Chart keine großen Abweichungen im Kursverlauf zwischen einem Deep-Value-Fonds (Hotchkis&Whiley), einem Growth-Fonds (Janus AllCap) und dem Index.
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Beitragvon Fondsfan » 10.08.2009 16:30

Deine Ausführungen legen den Schluss nahce, daß auch
dies nur ein Modell für normale Kursverläufe war, nicht
eine extreme Krise wie im Jahr 2008.
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Beitragvon schneller euro » 26.10.2009 16:26

fondsprofessionell:
"Sparinvest: Beginnender Aufschwung ist beste Zeit für Value-Aktien
Die dänische Investmentgesellschaft Sparinvest hat die Entwicklung von Value-Werten noch eingehender analysiert, als in einer vorangegangenen Studie. ...bezieht sich auf den Zeitraum von Dezember 1926 bis August 2009. In diesem Zeitraum gab es 15 vollständige Konjunkturzyklen.
Das Ergebnis: In der Aufschwungphase profitieren Aktien mit einem niedrigen Kurs-Buchwert-Verhältnis in besonderem Maße. In dieser Zeit ist auch die Value-Prämie am höchsten, also der Mehrertrag von Value gegenüber Growth. Grundsätzlich sind Value-Titel ihren Growth-Kontrahenten in fast allen Konjunkturphasen überlegen. Nur in der Phase des fortgeschrittenen Abschwungs entwickelt sich Growth besser als Value. „Das langfristige Ergebnis ist eindeutig: Mit der Value-Strategie erzielen Anleger die höheren Erträge“, fasst Amilon zusammen. ...
Bild
..."

Der Chart 6 Monateaus dem Beitrag vom 8.8.09: Value vor Index und Growth (Stichprobe mit einigen, wenigen Fonds)
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Beitragvon Fondsfan » 26.10.2009 18:02

Wenn man dies Zahlen ernst nimmt,
darf man nie aus Value herausgehen,
denn da das Timing meist nicht genau
funktioniert, ist es besser, man nimmt
die einzige Periode mit einem Minus von
drei Prozent einfach mit, ist aber sicher,
zum richtigen Zeitpunkt richtig investiert
zu sein.
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Beitragvon schneller euro » 13.09.2010 12:47

Aktualisierter Chart 2 Jahreder global und europaweit investierenden Deep-Value-Fonds

Onvista 4-Fonds-Vergleich

-> in punkto Sharpe-Ratio liegen vorne:
FRANKLIN MUTUAL EUROPEAN FUND A ACC (982584 u.a. WKN) und
ALLIANZ RCM DEEP VALUE EUROPE (847954)
Dahinter der sehr volatile Fidecum Contrarian Value (A0Q4S6)
und der Starcap Priamos (805784)
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Beitragvon FinanzHai » 02.09.2011 10:13

ob diese "Deep-Value Fonds " je wieder auf die Beine kommen?
In den letzen Jahren waren sie in praktisch jeder Marktfase schlechter als der Durchschnitt :?
Wählt FDP, die Steuersenkungs-Partei
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Beitragvon k9 » 02.09.2011 10:22

Deep Value (oder auch "Value" im eigentlichen Sinne) funktioniert m.E. ohne
Timing nicht.
Dass stures Festhalten an Werten, von denen man "überzeugt" ist, nichts
bringt, sehe ich gerade an Leber's DATINI. Wie lange soll man denn warten,
bis der Markt "versteckte Werte" entdeckt und diese entsprechend honoriert ?

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Beitragvon lloyd bankfein » 02.09.2011 11:58

So was funktioniert in der 2. hälfte oder vielleicht dem letzten Drittel einer langen Aufschwungphase. Dann wenn die meisten Aktien schon gut perf. haben und die Suche (das Stickpicking) nach unterbewerteten Titeln beginnt. dann werden fonds wie fidecum und priamos zu Überfliegern (meine Theorie)
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Beitragvon k9 » 02.09.2011 15:08

lloyd bankfein hat geschrieben:So was funktioniert in der 2. hälfte oder vielleicht dem letzten Drittel einer langen Aufschwungphase. Dann wenn die meisten Aktien schon gut perf. haben und die Suche (das Stickpicking) nach unterbewerteten Titeln beginnt. dann werden fonds wie fidecum und priamos zu Überfliegern (meine Theorie)


So wird es sein, deckt sich mit meiner Erfahrung.
In anderen Phasen solche Titel beobachten, aber
Finger weg.

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Beitragvon schneller euro » 03.09.2011 21:40

lloyd bankfein hat geschrieben:So was funktioniert in der 2. hälfte oder vielleicht dem letzten Drittel einer langen Aufschwungphase. Dann wenn die meisten Aktien schon gut perf. haben und die Suche (das Stickpicking) nach unterbewerteten Titeln beginnt. dann werden fonds wie fidecum und priamos zu Überfliegern (meine Theorie)


Dann müsste man eigentlich gegen die eherne Regel vom "Gewinne laufen lassen..." und stattdessen Kursziele setzen (wie z.b. Börse-Online). Ein möglicher Orientierungspunkt wäre ein großer Abstand zur 200-Tage-Linie (Fonds-Kurs weit über de, GD200). Mit einem solchen System hätte man bei Produkten wie zB dem Priamos oder auch dem ZZ1 in den Vorjahren richtig dicke Gewinne mitgenommen und wäre rechtzeitig vor dem Kurseinbruch ausgestiegen. Ich glaube, Maximale hatte vor langer Zeit mal etwas zu diesem Thema (großer Abstand zum GD200 als Kriterium) geschrieben.
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Beitragvon k9 » 11.09.2011 21:04

schneller euro hat geschrieben:
lloyd bankfein hat geschrieben:So was funktioniert in der 2. hälfte oder vielleicht dem letzten Drittel einer langen Aufschwungphase. Dann wenn die meisten Aktien schon gut perf. haben und die Suche (das Stickpicking) nach unterbewerteten Titeln beginnt. dann werden fonds wie fidecum und priamos zu Überfliegern (meine Theorie)


Dann müsste man eigentlich gegen die eherne Regel vom "Gewinne laufen lassen..." und stattdessen Kursziele setzen (wie z.b. Börse-Online). Ein möglicher Orientierungspunkt wäre ein großer Abstand zur 200-Tage-Linie (Fonds-Kurs weit über de, GD200). Mit einem solchen System hätte man bei Produkten wie zB dem Priamos oder auch dem ZZ1 in den Vorjahren richtig dicke Gewinne mitgenommen und wäre rechtzeitig vor dem Kurseinbruch ausgestiegen. Ich glaube, Maximale hatte vor langer Zeit mal etwas zu diesem Thema (großer Abstand zum GD200 als Kriterium) geschrieben.


Ja, das Thema treibt mich seit langem um - wenn ich auch die 256-Tage-
Linie die oegeat empfiehlt, inzwischen bevorzuge.

Zentrales Kriterium scheint mir hier (bei beiden Varianten) in der Tat der
Abstand zu sein. Wählt man diesen zu geringfügig, verbrennt man durch
zu häufiges Rein und Raus eine Menge Kapital, verfolgt die Strategie zwar
theoretisch erfolgreich und erleidet dennoch erhebliche Verluste.

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Beitragvon lloyd bankfein » 31.12.2011 23:16

schneller euro hat geschrieben:Aktualisierter Chart 2 Jahreder global und europaweit investierenden Deep-Value-Fonds

Onvista 4-Fonds-Vergleich

-> in punkto Sharpe-Ratio liegen vorne:
FRANKLIN MUTUAL EUROPEAN FUND A ACC (982584 u.a. WKN) und
ALLIANZ RCM DEEP VALUE EUROPE (847954)
Dahinter der sehr volatile Fidecum Contrarian Value (A0Q4S6)
und der Starcap Priamos (805784)


Hierempfehlen viele Unternehmensanleihen und Emerging-M.-aktien/Fonds für 2012.
Mich würde es nicht wundern,wenn es den Turnaround bei europ. Aktien gibt und am Jahresende 2012 Fonds wie der o. g. Fidecum wie Phoenix aus der Asche steigen.
fidecum
Oder vielleicht der Franklin Mutual European: franklin
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Beitragvon schneller euro » 10.05.2012 14:44

Aktualisierter Chart 3 Jahreder Deep-Value-Fonds (zumeist mit Schwerpunkt auf Europa, Ausnahme = Franklin Mutual Gl. Discovery (A0KECM)) plus Indizes, plus ETF-LAB Stoxx Europa Strong Value (ETFL04) -> fondsxpress 20/12
-> aufgrund der jüngsten Statements von Peter Huber habe ich den Starpoint (940076) auch in den Chart integriert

Onvista 4-Fonds-Vergleich

institutional-money:"... Für Value-Investoren ist die Euro-Krise ein Traum ...
Der Markt stuft europäische Aktien derzeit als unattraktive Anlageklasse ein. Nach Ansicht der Fondsmanager des M&G European Strategic Value Fund
war der Unterschied zwischen dem, was der Markt einpreist, und dem, was die Unternehmen tatsächlich verdienen, noch nie so groß wie momentan...“
Zuletzt geändert von schneller euro am 25.10.2013 15:28, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon lloyd bankfein » 11.05.2012 11:47

Starpoint, Fidecum, Gaf von Keppler, Lingohr usw
Das wird allmählich zu einer Glaubens-Frage: wenn man davon überzeugt ist, dass die Eurozone glimpflich davon gekommen, sind diese Valuefonds mit Konz. auf Europa eine Riesen-Chance.
Wenn man es nicht glaubt,dann kann es sehr sehr teuer werden, in diesen Fonds zu bleiben.
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Beitragvon k9 » 11.05.2012 12:24

lloyd bankfein hat geschrieben:Wenn man es nicht glaubt,dann kann es sehr sehr teuer werden, in diesen Fonds zu bleiben.


Dieses Risiko einzugehen wird bezahlt oder ist tödlich - eine Situation, die sich
immer wieder stellt.

Es ist die ewige Frage nach dem Glas Wasser, ob es denn nun halb voll oder
halb leer ist.

Leider sind die Märkte so.

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Beitragvon slt63 » 11.05.2012 13:28

KILLminusNEUN hat geschrieben:Deep Value (oder auch "Value" im eigentlichen Sinne) funktioniert m.E. ohne
Timing nicht.
Dass stures Festhalten an Werten, von denen man "überzeugt" ist, nichts
bringt, sehe ich gerade an Leber's DATINI. Wie lange soll man denn warten,
bis der Markt "versteckte Werte" entdeckt und diese entsprechend honoriert ?

Gruß k-9



..wohl deswegen versucht Gane´ (a0x754) die Kombination aus "Value" und dem "Event" der dafür sorgt, daß die versteckten werte auch vom Markt "entdeckt werden.
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Beitragvon k9 » 11.05.2012 13:54

slt63 hat geschrieben:..wohl deswegen versucht Gane´ (a0x754) die Kombination aus "Value" und dem "Event" der dafür sorgt, daß die versteckten werte auch vom Markt "entdeckt werden.


...... bisher durchaus mit Erfolg, würde ich sagen.

Gruß k-9
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 19.06.2012 16:22

lloyd bankfein hat geschrieben:Starpoint, Fidecum, Gaf von Keppler, Lingohr usw
Das wird allmählich zu einer Glaubens-Frage: wenn man davon überzeugt ist, dass die Eurozone glimpflich davon gekommen, sind diese Valuefonds mit Konz. auf Europa eine Riesen-Chance.
Wenn man es nicht glaubt,dann kann es sehr sehr teuer werden, in diesen Fonds zu bleiben.


Von der Chance und den extrem tiefen Bewertungen ist auch die Rede im neuen Der Fonds-Analyst.
fidecum Contrarian mit 1/3 Banken+Versich. und der Fidelity Financal Serv., Wkn 941116 werden erwähnt
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Beitragvon Papstfan » 03.08.2012 12:37

Studie: bald koennte eine Staerkephase von Value-Aktien ins Haus stehen !
" .... Gemäß einer Studie von Sanford C. Bernstein & Co und Pzena entwickelt sich das Segment „deep value“ (Aktien mit dem günstigsten Kurs-Buchwert-Verhältnis) nach einem vorangegangenen Höchststand durchschnittlich fünf Jahre lang schlechter als der Gesamtmarkt, um anschließend umso stärker zu steigen.
Langfristig schaffte „deep value“ eine um fünf Prozent pro Jahr bessere Wertentwicklung. Interessanterweise haben wir jetzt diese relativ schwachen fünf Jahre nach dem Top im Sommer 2007 absolviert. Wenn sich die Vergangenheit ansatzweise wiederholt, stehen wir vor einer Stärkephase der Value-Aktien ....

In den vergangenen 15 Jahren, die bekanntlich den Aktienmärkten per Saldo keine Zuwächse brachten, gab es drei Phasen, in denen Nachzügler-Aktien besonders billig wurden:
1999: Als sich die Investoren nur auf die Sektoren Technologie/Medien/Telekommunikation stürzten.
2009: Am Höhepunkt der Finanzkrise von 2008/09.
2012: Wo sich gerade die Anleger auf allerbeste Qualität wie Aktien von Coca-Cola oder Nestle konzentrieren – ungeachtet der Preise, die gezahlt werden müssen.
In den sechs Monaten nach den Ausverkaufsphasen von 1999 und 2009 stiegen die Nachzügler deutlich stärker als der Weltindex, 2009 sogar um 35 Prozentpunkte ..... Heute befinden wir uns an einem vergleichbaren Wendepunkt, betont Value Asset Advisors. ....."

quellen-vermerk: fondsprof.
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Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 21.11.2012 15:09

The Ghost of Elvis hat geschrieben:
lloyd bankfein hat geschrieben:Starpoint, Fidecum, Gaf von Keppler, Lingohr usw
Das wird allmählich zu einer Glaubens-Frage: wenn man davon überzeugt ist, dass die Eurozone glimpflich davon gekommen, sind diese Valuefonds mit Konz. auf Europa eine Riesen-Chance.
Wenn man es nicht glaubt,dann kann es sehr sehr teuer werden, in diesen Fonds zu bleiben.


Von der Chance und den extrem tiefen Bewertungen ist auch die Rede im neuen Der Fonds-Analyst.
fidecum Contrarian mit 1/3 Banken+Versich. und der Fidelity Financal Serv., Wkn 941116 werden erwähnt


Fidecum_SICAV_Contrarian_Val_Eurld_A_Inc, A0Q4S6:
fondscheckzur Asset Allo. usw
CHART
Und Gott fragte die Steine : "Wollt Ihr PANZERGRENADIERE werden ?"
Aber die Steine antworteten : "Nein Herr, wir sind nicht hart genug !"
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Beitragvon slt63 » 31.01.2013 14:05

Papstfan hat geschrieben:Studie: bald koennte eine Staerkephase von Value-Aktien ins Haus stehen !
" .... Gemäß einer Studie von Sanford C. Bernstein & Co und Pzena entwickelt sich das Segment „deep value“ (Aktien mit dem günstigsten Kurs-Buchwert-Verhältnis) ....."

quellen-vermerk: fondsprof.



Ich hab den Eindruck, dass diesbezüglich was "im Busch ist" und möglicherweise ein "Favoritenwechsel" kommt bzw. schon angefangen hat.

Schaut man sich hier auch mal Divi-Fonds (die ja auch eine Art Value-Anlage sind) im Vergleich zu den Fonds an, die eher das KBV betrachten, so haben letztere nach einem realtiven Einbruch seit ca. FJ 2011 insbesondere seit Mitte November 2012 wieder aufgeholt.


onvista Vergleich diverse Value-Fonds

...wobei der Lingohr hier vielleicht nicht so ganz passt, da er die verschiedenen Valuekriterien ja länderspezifisch berücksichtigt.
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Beitragvon Fondsfan » 05.02.2013 10:25

@ slt63

Wenn man den Chart in Deiner Aufstellung
auf sechs Monate ändert wird die unterschiedliche
Entwicklung noch krasser.

Geht man von einem langfristigen Verhalten aus, so
ist Dein Vergleich eine einzige Empfehlung für den
DWS Top Dividende.

Was nutzt mir als Anleger ein Priamos, der zwar
auf kurze Sicht bestimmte Trends gut mitvollzieht,
aber bei ernsthaften Rücksetzern wie 2007/2008
regelrecht zusammenbricht?
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Beitragvon slt63 » 06.02.2013 10:51

@ Fondsfan

Es ging mir in meinem Posting NICHT um die konkrete Fonds und deren Bewertung - die Gewählten sind lediglich als Beispiele anzusehen (die mir spontan eingefallen sind ohne recherchieren zu müssen).

Wenn man sich die Portfolios und die entsprechenden Kennziffern diverser Divifonds auf Morningstar anschaut fällt auf, das diese oft -abgesehen von der Divirendite- z.T. deutlich über dem Schnitt der Kategorie liegen.

Daher stellt sich die Frage, ob sich nicht ein "Favoritenwechsel" anbahnt und ob vor diesem Hintergrund der Zeitpunkt für ein Value-Invest mit Schwerpunkt Dividende sinnvoll ist, oder ob man eher andere Kriterien/Kennziffern (KBV, KCV) stärker berücksichtigen sollte; auch unter Berücksichtigung der "Reversion to the mean".
Zuletzt geändert von slt63 am 06.02.2013 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Fondsfan » 06.02.2013 11:36

@ slt63

Ich habe in der Sache nicht recherchiert, aber ich sehe
einen deutlichen Stimmungswandel in Bezuig auf Dividenden
bzw. Ausschüttungen, der natürlich irgendwann auch auf
die Bewertung von Aktien durchschlägt.

Will heißen: wenn die Zeiten unsicher und nervös werden
glauben meist nur noch Trader und Naive an das Geldverdienen
mit dividendenlosen Aktein. denen eine große Zukunft wie
z.B. bei Facebook vorausgesagt wird.

Ein wachsender Teil der Anleger orientiert sich an voraussichtlich
stabilen Dividendenzahlungen, mit denen man auch eine
vorübergehende Baisse gut aussitzen kann, weil der laufende
Ertrag immer noch höher ist als bei AAA-Staatsanleihen.

So gesehen gehe ich davon aus, dass Deine Wahrnehmung
zutrifft.
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Beitragvon Papstfan » 18.10.2013 18:10

trutz hat geschrieben:Huber mit seinem Priamos und Otte mit seinem Max Otte Vermögensbildungsfonds liegen auf drei Monate gleich auf. Beide gehören laut Onvista zu den 1% der besten international anlegenden Aktienfonds in diesem Zeitraum. Auf Monatssicht liegt der Priamos knapp vorne.
Beide Fonds in diesem Zeitraum Spitzenklasse!!
Langfr. habe ich im moment aber auch mehr Vertrauen in Otte.


Max Otte Vermögensbildungsfonds und Ottes Pi Global Value: passen diese beiden auch in die Kategorie "Deep Value Fonds" ?
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Beitragvon Fondsfan » 24.10.2013 16:57

@ Papstfan

In welchem Zusammenhang steht denn das Zitat von trutz?

Ich kann es hier nicht finden.
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Beitragvon lloyd bankfein » 24.10.2013 19:01

@ fondsfan:
Ich schon :wink:
guckst du hier: hubers Fonds

@ papstfan:
bams32_13: ".....Fondsmanager und Buchautor Prof. Dr. Max Otte gilt als Value-Experte.....Der Fonds ermöglicht Anlegern ein globales Investment in Anleihen, Aktien und Rohstoffen wie zum Beispiel Edelmetalle.Gegenwärtig setzt Otte besonders auf dividendenstarke Aktien aus Europa, die seinerMeinung nach vielfach unter ihrem fairen Wert gehandelt werden. Auf Derivate will Otte...ganz verzichten. Allerdings können im Fonds Cashbestände aufgebaut werden. Gegenwärtig liegt der Fokus des Fonds ganz klar auf Aktien, da die Bewertung von Anleihen aus Ottes Sicht recht hoch ist..... Ein besonderes Augenmerk legt Otte auf Unternehmen, die vom Eigentümer oder der Familie des Eigentümers geführt werden...."[/quote]
ob value oder deep-value - k.A.
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Beitragvon schneller euro » 14.05.2014 11:34

Aus dem Beitrag vom 10.5.2012:
Aktualisierter Chart 3 Jahre der Deep-Value-Fonds (zumeist mit Schwerpunkt auf Europa, Ausnahme = Franklin Mutual Gl. Discovery (A0KECM)) plus Indizes, plus ETF-LAB Stoxx Europa Strong Value (ETFL04) -> fondsxpress 20/12
-> aufgrund der jüngsten Statements von Peter Huber habe ich den Starpoint (940076) auch in den Chart integriert

Onvista 4-Fonds-Vergleich
-> siehe auch Thread: Fidecum Contrarian

Aus dem Starcapital-Newsletter: "...Während Value-Aktien von 2000 bis 2007 zirka 180 Prozent höhere Wertzuwächse als Wachstumsaktien erzielten und damit in aller Munde waren, folgten 2008 bis 2012 enttäuschende Zuwächse. In diesem Zeitraum verbuchten Börsenlieblinge wie Adidas oder Nestle überdurchschnittliche Erträge, während substanzstarke Aktien wie Royal Dutch oder Iberdrola enttäuschten. ...
Seit einigen Monaten wendet sich jedoch das Blatt ... Und wir stehen mit hoher Wahrscheinlichkeit erst am Beginn eines neuen Value-Zyklus: Seit 1931 verbuchten amerikanische Value-Aktien auf Fünf-Jahressicht nur in sieben Fällen geringere Wertzuwächse als Wachstumsaktien. Auf jede dieser Perioden folgten value-starke Jahre. Diese Perioden hielten im Mittel sechs Jahre an und Anleger verbuchten in diesen Jahren eine kumulierte Outperformance von durchschnittlich 100 Prozent gegenüber Wachstumswerten ...
Der neue Value-Zyklus seit 2012 währt erst weniger als zwei Jahre bei einer Outperformance von gerade einmal zwölf Prozent. Auch in anderen Regionen lassen sich ähnliche Aussagen treffen... Value-Aktienfonds StarCapital Priamos: Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,1 und einem Kurs-Cashflow-Verhältnis von 5,3 werden die investierten Aktien mit einem Abschlag von 40 Prozent gegenüber dem Gesamtmarkt (2,0 bzw. 1,1) gehandelt.
Hat 2012 beinahe unauffällig bereits ein neuer Value-Zyklus begonnen? ..."
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